Da wo die Blasmusik spielt #4


Als das Kind 1 gestern die Bilder vom Woodstock der Blasmusik 2018 gesehen hat, war der Kommentar Schaut ja aus wie Rock! – war es auch irgendwie. Unsere weltoffene Reisegesellschaft der Freunde böhmisch-mährischer Blasmusik mit leichtem Hang zur Techno-Intoleranz kennt sich seit gut 40 Jahren und hat die ersten 20 davon wiederbelebt, sehr emotional und mehr oder weniger komplett ohne Kollateralschaden. Da wundern sich selbst die kritischen Beobachter(innen).

Da wo die Blasmusik spielt #3


Bei Fräulein Smilas Gespür für Schnee gibt es eine Szene wo sie über die Inuit reden und davon dass es in der Inuitsprache nicht einfach ein Wort für Schnee gibt, sondern eines für jede Art von Schnee und die unterscheiden 20 oder 30 oder so. Unser Schnee ist Matsch, brauner Dreck. Gestern war er noch ganz flüssig, gerade wird er zäher und dort wo er an den Rändern trocknet, auch heller. Ein grandioser Vorgang, der Mut macht. Vielleicht kriegen wir unser 100000-Gefährt ja doch wieder aus dem Acker und auf die Straße.

Da wo die Blasmusik spielt #2


Da ist man fast 20 Jahre urban sozialisiert, hat studiert und lebt ein komplett anderes Leben – und dann steigt man in das Wohnmobil und betritt ein musikalisches Raum-Zeit-Kontinuum.
Blasmusiker sind ja so ähnlich wie normale Musiker spielen aber Blasinstrumente und da zählt der Ansatz, wenn der Ansatz nicht passt, dann kannst die Nummer vergessen. Immer an den Ansatz denken, ganz wichtig.

Das kann man von Ihnen erwarten!

Montag früh 9:00 Uhr Besprechung 500 km weiter nördlich. Das ist kein Spass. Irgendwann werden Sie so viel Geld verdienen, dass man von Ihnen verlangen kann Montag morgen irgendwo auf der Welt sein zu können. Hat der Prof im Studium gesagt. Viel ist relativ. Ändert aber nichts. Also, raus in aller Herrgottsfrüh, zum Flugplatz und rauf in den Norden geflogen. Geld hin oder her, das macht keinen Spass. Nein, das ist nicht schön.

Black Rebel Motorcycle Club – geht auch ohne Motorrad

Im RCN schreiben sie „Wenn ihr jemanden kennenlernt, der den BRMC gern mag, vertraut ihm, dieser Mensch hat Stil!“ und weiter zum Konzert: „Wenn es hinterher von Euch heißt Mist, habe es leider nicht geschafft, dann seid ihr definitiv raus aus der coolen Ecke!“. Da fühlt man sich natürlich als stilvoller, vertrauneswerter Mensch zu einem Konzertbesuch verpflichtet.
Der Hirsch war gestern bestimmt ausverkauft oder kurz davor – und das bei diesen Temperaturen! Es gibt also noch mehr stilvolle vertrauneswerte Menschen in der coolen Ecke. Das ist schön, dann ist man dort nicht allein. Der aufmerksame Leser wird im Bild oben sofort sehen dass es gestern im Hirsch eine andere Beleuchtung gab. Haben die BRMCs tatsächlich ihre eigene Beleuchtung mitgebracht, eine Augenfreude. Als besonderes Schmankerl gab es an der Abendkasse noch ein paar richtig schöne gedruckte Tickets. Alles richtig gemacht, der Verfasser dieser Zeilen und der Black Rebel Motorcycle Club.

Google Kalender Alternativen gibt es auch nur auf dem Papier viele

Es ist zum Verrücktwerden! Es ist nämlich so dass auf Arbeit der Google Kalender geblockt ist, schon ewig, weil ein paar Teilzeit-ITler angefangen haben ihren geschäftlichen Kalender mit ihren privaten zu synchronisieren. Das ist natürlich blöd. Also hat die IT den Google Kalender einfach geblockt. Problem gelöst. Wenn man jetzt aber mal Termine plant, die außerhalb der Regelarbeitszeit liegen, dann muss man die ja auch irgendwie mit den privaten Terminen abstimmen, weil z.B. die Kinder irgendwo geholt werden müssen, ein Auto gebraucht wird oder was weiß der Kuckuck.
Jetzt kann man natürlich einfach das Handy nehmen, dann muss man aber immer zwischen Monitor und Handy hin- und herschauen, das ist oberunergonomisch. Es besteht also, schon allein aus gesundheitlichen Gründen, Bedarf an einer Lösung, die den privaten Kalender irgendwie auf den zweiten Monitor zaubert. Dazu wurde früher Sunrise genommen und später dann Kin.today. Aber irgendwie ist Kin.today seit einiger Zeit Kin.dead. Es braucht eine Alternative.
Die geradlinigste Lösung wäre natürlich ein eigener Kalender-Server, so mit iCal usw. oder gleich NextCloud. Aber das mit unseren Familienkalender läuft wahrscheinlich deshalb so gut, weil ich meine Finger nicht im Spiel habe. Blöd. Auf Docker gibt es einen Entwicklungsstand von Kin.today, ginge wahrscheinlich auch irgendwie, ist aber eher so eine Winter-Arbeit. Die stressfreiste und kurzfristigste Lösung war es den Google Kalender in den T-Online Kalender zu importieren. Das geht, ist aber auch nichts halbes und nichts ganzes, komplett ungeekig.

Budas pesten!!! – Entscheider-Treffen `18 #6


Das Budapester Gostenhof ist auf der einen Seite wie das Nürnberger Gostenhof und auf der anderen Seite wie der Ballermann. Es gib an jeder Ecke einen Burger-Laden und IPA-Bier und so Food-Truck-Kacke, überall diese Hipster-Scheiße. Wir hassen Hipster-Scheiße, wir sind ja vom Ansatz her IT-Nerds. Unser nordeutscher Vielflieger sagt Budapest vergleicht man besser mit Berlin als mit Nürnberg, na dann halt Friedrichshain oder Kreuzberg. Überall Hipster-Kacke.
Das mit der IPA-Bier-Intoleranz in unserer lustigen fränkisch-hanseatischen Reisegruppe hat weit weniger etwas mit dem eigenartigen Geschmack und den gesalzenen Preisen zu tun, als damit dass diese brunzgelbe Brühe viel mehr Mücken anzieht als normales Bier. Das an sich wäre auch nicht wirklich schlimm, aber 33,33 % vom Team-Terror-IT sind ja Vegetarier und wenn man diesen Zwang halbwegs nachhaltig auslebt, dann kann so ein abgesoffenes – und wahrscheinlich obendrein angesoffenes – Tier in einem überteuerten IPA-Bier viel größeren Schaden als man bei einer ersten oberflächlichen Betrachtung meinen könnte. So ist das nämlich.