Feinstaub an Silvester

Das Thema Feinstaub an Silvester ist tatsächlich nicht zu unterschätzen. Interessant ist die Messung vor allem deshalb weil bei uns am Haus gar nicht geschossen wurde, man sieht also die durchschnittliche Belastung der Luft ohne direkte Verschmutzung vor der Haustüre. Im Vergleich dazu wären mal die Belastung in Zonen in denen tatsächlich geschossen wurde, interessant. Da schimpft die Deutsche Umwelthilfe bestimmt.

Stammtisch – Friedo Behütuns‘ 8. Fall

Tommie Goerz hat mit Friedo Behütuns ja einen Spitzenmann im Regionalkrimi-Business am Start. Die Geschichten sind immer schön in die Gegend zwischen Nürnberg und Bamberg eingebaut, kommen mit viel Hintergrundwissen daher und sind allesamt lesenswert. Der 8. Fall spielt mitten in der Fränkischen Schweiz und deshalb ist auch ungefähr ein Drittel des Buches in Fränkisch geschrieben. Das liest sich selbst für Einheimische schwer – Verben wie „machmerahnunahns“ sind schon speziell, fallen aber definitiv in die Kategorie Sprachschatz.

Zusammengefasst sollte man das Buch nicht aus dem Blickwinkel Krimi bewerten, denn dann dürfte man höchsten 3 von 5 Sternen geben. Man muss es viel mehr als Beschreibung der fränkischen Stammtischkultur betrachten und dann hat das Buch gleich 6 von 5 Sternen verdient.

Flic Flac ist kein Zirkus nicht

Früher war Zirkus so: eine komplett abgerockte Truppe zieht mit ein paar noch viel mehr runter gerockten Vichern von Dorf zu Dorf und man ist mit der Schule hin. Pflichtbesuch. Applaus gab es dafür dass die Tiere irgendwie nicht umgefallen sind und die attraktive Tochter vom Clown einen Säbel schlucken konnte. Größere Zirkusse sind nicht bis zu uns gekommen, sondern höchstens bis Forchheim, wenn überhaupt.

Für gestern hatte die Chefin Karten für Flic Flac in Nürnberg besorgt, genauer gesagt war es das Christkind, das uns die Karten geschenkt hatte. Mein Job war die Planung der Anreise incl. Verköstigung, weil das mit dem Kochen viel zu knapp wird und so. Auf Basis frühster kindlicher Zirkuserfahrung war ich also vorgespannt und wollte wenigstens beim Essen auf Nummer Sicher gehen, also sind wir viel zu früh Richtung Volksfestplatz gefahren, haben das Auto an der Konkresshalle geparkt und sind zum Gutmann spaziert. Danach war ich zumindest sehr entspannt und gut gewappnet für alles das was dann dargeboten würde.

Mit dem was dann kam hatte ich nicht gerechnet, spitzen Akrobaten, spitzen Show, keine vor sich hin siechenden Viecher, überhaupt keine Tiere, aber allerbeste Unterhaltung. Da hat alles gepasst. Das war ein schöner Abend, da gibt es nichts zu meckern.

Extrem spontanes Spontanräuchern

Am zweiten Weihnachtsfeiertag schauen immer ein paar Freunde auf dem Rückweg, von der Fränkischen in ihre jeweiligen Metropolen, bei uns vorbei, das ist mittlerweile ein schöner Brauch. Jeder bringt mit was die Mama eingepackt oder vom Weihnachtsessen übrig ist und das gibt dann ein kunterbundes Weihnachtsabschlussmenü.

Heuer ist der letzte Gast erst recht spät angekommen und hatte vier frische Forellen im Gepäck – können wir doch in den Ofen werfen oder so. Aha. Die Chefin hat das Problem sofort erkannt und vorgeschlagen dass man die doch räuchern und morgen zum Frühstück dann essen könnte. Damit waren die 4 Forellen plötzlich mein Problem.

Normalerweise ist es so dass man die Forellen über Nacht in Salzlake einlegt, morgens zum Trocknen raus nimmt und sie abends räuchert. Räuchern entschleunigt nämlich. In dem Fall musste man die Sache aber beschleunigen: Abends in ganz salziger Salzlage einlegen, noch vor dem Schlafengehen raus nehmen und auf eine Heizung zum Trocknen stellen, in der Früh dann noch schnell ein paar Minuten in den Backofen und dann ging es in den Räucherofen. Hat gut funktioniert, kann man sich für die Zukunft merken. Frisch geräucherte Forellen zum Frühstück sind aber nicht jedermanns Sache, kann man sich auch für die Zukunft merken.

Spitzen Deal am Morgen

Ein spitzen Deal am Morgen, da fängt der Tag schon mal gut an! Bei MyDealz ist ein spitzen Deal beschrieben: 2 Stück ESP8266 mit 0,91“ OLED Display VSK frei für 15 EUR. Das Vorgehen funktioniert tatsächlich, top!

Was man damit macht? Damit kann man FunkWLAN-Thermometer mit Anzeige bauen: einen DHT11 oder DHT22 ran, Gehäuse gedruckt (ungefähr so: https://www.thingiverse.com/thing:2980159) und fertig ist der Lack. Das ist perfekt fürs Gartenhaus!

Spotify geht jetzt auch in deinem Zimmer, echt!

Das Kind 2 ist ein Höhrbuch-Junkie. Hörbich-Junkies hören ein Hörbuch nicht einmal und freuen sich auf neue Abenteuer sondern hören die gleiche Geschichte immer und immer wieder, das scheint so etwas Mantra-mäßiges zu sein. Jedenfalls haben wir die Unendliche Geschichte jetzt zum gefühlt fünften mal gehört. Und davor Momo. Immer unten im Wohnbereich weil dort die Stereoanlage ist. Seit Tagen diese monotone Stimme zu den monotonen Geschichten. Und dieses Gesäusel macht alle, die nicht zuhören, aggressiv – Weihnachten hin oder her.

Deshalb hat das Kind 2 seit heute 12:35 Uhr einen eigenen Spotify-Account aus unserem Familien-Paket und kann in seinem Zimmer Hörbücher hören bis die Ohren glühen. Das nimmt Spannung aus der Vorweihnachtszeit. Das ist wichtig.

Pizza aus der Gefriertruhe, gibt’s echt!

Eine der schönen Seiten von so einem Erziehungsauftrag ist ja wenn man den Kids was fürs Leben mit gibt. Die Frage ist ob man tatsächlich etwas versäumt hat wenn der Nachwuchs keine Tiefkühlpizza kennt, oder alles richtig. Seisdrum, die Lücke wurde gestern erkannt und sofort gehandelt.

Bei Lidl gibt es eine recht große Auswahl, wir haben uns für Wagner Steinbackofen Pizza entschieden. Cola, ein Vater im Unterhemd und eine Mutter mit Kippe im Mund hätten das Bild am Esstisch wahrscheinlich gar abgerundet, haben wir aber ausgelassen. Jetzt wissen sie was Tiefkühlpizza ist und sie werden nie wieder danach fragen. Cola kommt dann nächste Woche.

Yucca im MUZ Club – Weihnachtswahnsinneinstiegskonzert

Gestern haben Yucca im MUZ Club gespielt, Vorband waren Your Careless Spark und in der Umbaupause hat auch noch ein kleiner Canadier ein paar Lieder auf seiner Wandergitarre gespielt, ein guter ein Einstieg in die heiße Phase von der staden Zeit. Über Your Careless Spark bzw. deren Mitglieder wurde in den den letzten Wochen recht viel in der Zeitung geschrieben, das hat gezogen. Die Musik ist herzzerreißend und hat emotional zur ersten Urlaubsamtshandlung wie Arsch auf Eimer gepasst, besser geht fast nicht.

Yucca waren dann das komplette Kontrastprogramm, nämlich lauter und schneller und elektronischer. Es macht Spass den Jungs zuzuschauen und die Zeit vergeht viel zu schnell. Auf dem Heimweg gab es noch einen Absacker in der Großen Freiheit und jetzt ist Urlaub. Läuft hier.

Frei im Dezember

Heute hab ich frei weil ich ein unheimlich schlechter Frei-Planer bin und weil das Jahr ziemlich am Ende ist. Wenn man Ende Dezember noch freie Tage hat, dann ist das so ungefähr das Dümmste was einen passieren kann, weil – aufgepasst – im Dezember ist es kalt. Da nimmt nur frei wer Wintersportler ist. Ohne spezielles Vorhaben konzentriert man sich auf die familiären Dinge und bringt das eine Kind in der Früh weg und holt abends das andere ab und dazwischen trinkt man mit der Chefin Kaffee. Ansonsten liest Zeitung und surft das Internet leer (nachdem es in den letzten Wochen ja schon leer gekauft wurde). Gott sei Dank hat der Zahnarzt mitgespielt und kann kurzfristig einen Kontrolltermin einrichten. So ein Zahnarzttermin bringt gut Struktur in so einen freien Tag im Dezember.