Corona mit uns #6

Heute morgen hat sich das Familienoberhaupt todesmutig in die bayerische Fast-Ausgangssperre begeben und frische Brötchen besorgt. Es durften nur drei Kunden gleichzeitig in den Laden, der Rest der Kundschaft musste vor der Tür im Regen warten.

Fast-Ausgangssperre heißt ja nicht Nichtsmachen. Nicht Nichtsmachen tut man bei so einem Wetter am besten im Keller. Letzte Woche wurde schon ein PAX-Schrank in das neue Zimmer der Chefin gebastelt, das war ein ziemlicher Akt! Eigentlich baut man einen PAX am Boden liegend zusammen und stellt ihn dann auf. Das ging aber nicht weil Schrank und Keller ziemlich gleich hoch sind. Außerdem sind da noch Heizungsrohre um die herum der Schrank jetzt steht. Das war zeitintensiv.

Heute war die Elektroinstallation dran. Die vorhandene Installation wurde beim Umbau nur notdürftig „reingeklatscht“, die Kabel nur mit alten Drähten an die Rohre gebunden. Jetzt schaut das besser aus. In einer Fast-Ausgangssperre muss man angepasst installieren, nicht dass das Material ausgeht.

Corona mit uns #5

Es schimpfen ja immer alle über das deutsche Schulsystem, aber gerade in der Krise geht da ziemlich was. Die Lehrer sind engagiert und versorgen die Kids täglich mit neuen Aufgaben. Beim Kind 1 läuft alles über ein Portal ab, es bekommt Arbeitsblätter, löst sie und sendet sie zur Korrektur zurück an die Lehrer. Der Lehrer vom Kind 2 sendet täglich einen Tagesplan mit Aufgaben, Links auf Youtube-Filme oder Links auf Lernportale. Dieser Tagesplan kommt als Word Datei und lässt sich super um zusätzliche Aufgaben erweitern: „Geh raus an die frische Luft und helfe deinen Eltern im Garten“ oder „Übe 20 Minuten Schlagzeug“ – und das Kind arbeitet die Liste brav ab. Sehr gut. Mitten in dieser IT-intensiven Zeit lässt uns der alte iMac vom Kind 1 hängen. Das ist blöd. Jetzt müssen wir IT-technisch auch noch zusammenrücken.

Heute Früh ging es erst mal zum Einkaufen. Pro Tipp: Im Edeka in Schweinau gibt es noch Klopapier. Und im Tixi-Klo bei der U-Bahn-Baustelle in Großreuth angeblich auch. Also locker bleiben. Gestern hab ich irgendwo gelesen dass das Horten von Klopapier eine Form von ästhetischen Widerstand ist, da tut man sich aber schwer dran zu glauben wenn vor einem an der Kasse so ein 3-Zentner-Brummer in Leggins steht, bepackt mit 4 Packungen Extra-Sensitiv. Viel ästhetischer wäre da sicher das Bild einer lasziv blickenden Französin mit einer Flasche Rotwein und einer Packung Kondome. Ansonsten rechne ich mit einer Ausgangssperre spätestens zum Wochenende.

Corona mit uns #4

Die Polizei hat in Nürnberg Corona-Partiys aufgelöst. Richtig so! Jeder weiß doch dass man in Zeiten von Pandemien keine Feiern macht, sondern – wen überhaupt – Pandemie-Feuer schürt. Das ist ein ganz alter Brauch, haben die schon zu Zeiten der Pest gemacht, aber nur vergessen es zu dokumentieren, vor lauter Post-Peststress wahrscheinlich. Es ist auf jeden Fall nachgewiesen dass überall wo die Pest war auch Feuer geschürt wurden.

Beim Pandemie-Feuer schürt man ein Feuer, idealerweise in einer Feuerschale, damit sich das Feuer nicht pandemieartig ausbreiten kann, und schaut zu wie es brennt. Dabei kommt man runter und kann planen was als nächstes zu tun ist. Und Bier trinken. Die Nachbarn können auch vorbei kommen, müssen aber selbst Holz und Bier mitbringen, um sich nicht anzustecken, und dann kann man sich als Nachbarschaft solidarisieren. Pandemien verbinden.

Corona mit uns #3

Zugegebenermaßen hätte man sich besser vorbereiten können, woher soll man denn auch wissen dass Baumärkte im Katastrophenfall in der gleichen Liga wie Apotheken und Tankstellen spielen? Vorbereitung eben. Egal.

Noch vor der ersten Telko schon in zwei Baumärkten, telefonieren, Kids abchecken, im Schweinsgalopp durch die IKEA und zur nächsten Telko wieder daheim. Arbeiten. Metzgereien sollen ja auch offen haben, jetzt wird es rund. Telefonieren, das bisschen Haushalt, Baustelle, grillen. Könnte klappen, mit Option auf Stress. Pandemie ist kein Kindergeburtstag.

Corona mit uns #2

Dass da was kommt war klar. Jetzt ist es da und es ist komisch. Und was noch kommen wird, sieht man wenn man nach Österreich oder Italien schaut. Nachdem im Laufe der Woche immer mehr Veranstaltungen abgesagt wurden, ist Corona gestern auch auf Arbeit aufgetaucht: in den Kantinen gibt es nur noch abgepacktes Essen oder über eine Essensausgabe, kein Buffet, keine Salz-/Pfefferspender, kein Maggi, kein Öl. An den Tischen darf nur noch jeder zweite Stuhl benutzt werden.

Das war Stufe 1, zur Stufe 2 zwingt einen die Schließung der Schulen ab Montag, sie treibt einen erst mal ins Homeoffice oder den Zeitausgleich. Das wird aber nicht für 5 Wochen reichen. Da kommt noch mehr! Im Endeffekt werden wir in eine Art Heiligabend-Modus getrieben – man macht was mit der Familie, geht nicht weg, die Geschäfte sind geschlossen und wahrscheinlich liefert noch nicht mal Amazon. Die interessante Frage ist was man aus dieser Zwangspause rausholt bzw. wie man sie nutzt?

Jedem Abschied wohnt ein Seier inne

Heute wäre so ein fünf-Seidla-und-eine-Portion-Blaue-Zipfel-im-Schanzenbräu-Abend – wegen der Emotionen. Am Ende bleiben 2 Umzugskartons mit der Adresse des neuen Büros und ein Haufen Erinnerungen. Seit gut 15 Jahren habe ich jetzt im gleichen Haus gearbeitet, bis heute, jetzt wird umgezogen. 15 Jahre sind eine lange Zeit, vor 15 Jahren gab es noch keine Smartphones, Laptops waren noch was besonderes und wir hatten noch keine Kinder. Ein anderes Leben.

Der Umzug hat sich angekündigt, irgendwann wurden die Umzugskartons verteilt und heute war es nun soweit. Jedem Anfang wohnt ja angeblich ein Zauber inne, warum dann nicht jeden Abschied ein kleiner Seier?

Cyberport statt Amazon

Wer sich Elektro-Quatsch kaufen will, der sollte unbedingt mal zu Cyberport schauen, die sind oft günstiger als Amazon und – jetzt kommt’s – man kann sich das in die Filiale liefern lassen, dann entfallen die Versandkosten. In Nürnberg gibt es eine Filiale im Kaufhof, das ist ziemlich praktisch!

Zweimal ist besser als einmal

Am Wochenende ist mir etwas passiert, was mir in über 25 Jahren Konzerte gehen noch nie passiert ist: Wir waren auf dem falschen Konzert! Unser sachverständiger Führer ist voraus gezogen, zielstrebig in den Kunstverein marschiert, Eintritt gezahlt, Bier geholt, Leute begrüßt und dann die Punker bemerkt. Viele Punker. Wir wollten aber keinen Punk.

Wir wollten zu FUZZ over Nuernberg in der Vintage Edition, Rock halt. Die Strategie sich den Punk schön zu trinken ging nicht auf. Also haben wir schnurstracks den Kunstverein verlassen und sind in den anderen Eingang rein, in den Roten Salon. Da hat dann auch schon The Southern Funk Conspiracy gespielt, da waren wir dann richtig. Danach kam dann noch Vvlva, die waren auch gut. Die 10 € Doppeleintritt verbuchen wir unter Support der Kunstszene. Kultureller Abend.

Anbox für mehr Komfort

Ein PDF-Formular unter Ubuntu auszufüllen habe ich mit einer Standard-Installation nicht hinbekommen. Man hätte zwar Adobe Acrobat installieren können, das ist aber auch kein Selbstläufer. Also wurde das PDF mit dem Handy geladen und dort ausgefüllt. Das ist zwar auch umständlich, funktioniert aber.

Eigentlich wäre Anbox die Lösung, damit kann man Android Apps unter Linux laufen lassen. Anbox gibt es als Snap und man kann es recht einfach unter Ubuntu installieren. Der erste Start dauert lang, dann ist es da und es schaut genauso aus wie auf dem Video. Mehr aber auch nicht. Irgendwann stürzt der Kram dann ab und man kann es wieder starten. Man kann auch andere Apps installieren, auch tricky. Es könnte so schön sein.

Ready for frühling

Es geht knallhart auf den Frühling zu, der Baum ist gestutzt und gestern wurden Pflanzen gesät. Letztes Jahr waren die Chilis und Paprika so scharf, das war zu heftig. Dieses Jahr liegt der Fokus auf gut grillbare bzw. brotzeittaugliche Paprika. Und Physalis für die Vitamine. Das muss reichen.

Wir sind schon gut eine Woche zu spät dran, sagt mein tippgebender Tippgeber. Die Samen hätten nämlich schon am 28.2. in die Erde gesollt, damit man am 28.3 pikieren kann. Verdammte Axt, hoffentlich wird das noch was. Jedenfalls ist jetzt alles vorbereitet damit die Frühlingsgefühle kommen könnten.