Ich habe es erst heute realisiert, warum sagt mir das denn keiner? Ich bin schockiert! Wer braucht denn noch solche Nachrichten? Bei all dem Leid in der Welt wird einem die letzte Alltagsfreude auch noch genommen! Ich will das Seite-1-Girl wieder!
Gedankengut
Elternabend #2
Heute war mein zweiter Elternabend, Thema „Acht Sachen die Erziehung stark machen“ – ein moderiertes Gespräch. Die Chefin hat gesagt dass moderierte Gespräche mit Sozialpädagogen wohl eher mein Ding sind. Und ich nehme mit: Kindererziehung und Bundeswehr basieren auf den gleichen Prinzipien.
„wipe data / factory reset“ war nicht die beste Option
Zum zweiten mal innerhalb einer Woche falle ich auf eine kleine unscheinbare Update-Nachricht hierein, heute morgen war es eine auf dem Handy von T-Online, oder HTC, egal: Neues Update verfügbar. Zu verführerisch um Cancel zu drücken. Dass das Update nicht einfach so funktionierte versteht sich von selbst. Die Spielerei mit unrevoked 3 hatte ich schon seit Monaten wieder ausgeblendet, der ausgetauschte Bootloader (oder was immer das auch war) verhinderte letztendlich Update.
Nach etwas fachmännischen hin- und hergeklicke war ich meine gesamten persönlichen Daten los, danach war mir alles egal und die Zeit reif mein Leben mit etwas geekigen Touch aufzupeppen. Jetzt besitze ich ein HTC Desire, gerootet und mit Oxygen 2.3 Bravo Custom-Rom, so wie es sich für einen Informatiker gehört! Und das beste: Damit kann man auch telefonieren.
Scheiß auf Kartoffelsalat
Manchmal läuft es nicht so richtig, das war mir spätestens klar als ich am Mittwoch Abend heim gekommen bin und es kein Schnitzel gab. Dass es Brotzeit mit frischen Körnerbrot gab darf an dieser Stelle erwähnt werden, weil es genau diese Körner (allerdings im leicht aufgequollenen Zustand) waren, die ich ca. 6 Stunden später aus der Dusche geputzt habe.
Es war ein fast schon romantischer Abend als die Kinners endlich im Bett waren. Was im Fernsehn lief kann ich nicht mehr sagen, was ich aber sagen kann ist, dass es der schlimmste Schrei war den ich jemals gehört habe, der unsere Fernsehromantik beendete. Wie ich ins Zimmer vom Kind 1.0 komme sitzt sie in ihrem Bett, laut schreiend und schaut dabei wie perplex in ihre Hände.
Es war ein Bild wie ausm Horrorfilm, das Kind voller Schleim, zumindest dachte ich dass es Schleim war, höchst wahrscheinlich extraterrestrischer Herkunft, und dann dieser Blick und dieses laute Geschreie. Unwirkliche Situation. Einen Augenblick später war aber klar dass es sich doch um keine Alien-Invasion handelt, sondern höchstwahrscheinlich um einen nächtlichen Weitspeiwettbewerb mit einer Mitspielerin und einem Zuschauer.
Notlaufprogramm: Kind 1.0 ins Bad, ausziehen, abtuschen, Bett abziehen, Bett beziehen, Kinderzimmergrundreinigung, aufgewachtes Kind 2.0 versorgen, Bad reinigen, Kinderklamotten in die Waschmaschine, Nachtruhe. Kurz zumindest. Die Sache hat sich noch ein paar mal wiederholt, irgendwann bin ich eingeschlafen und habe das Feld der Chefin überlassen.
Das ganze Ausmaß wird aber erst am nächsten Morgen sichtbar: Kind 1.0 krank, Frau ausgerenkten Wirbel und bewegungsunfähig, schreiendes Baby und ein übernächtigter Mann auf dem Sprung zur Dienstreise. Seither keine Langeweile mehr.
Guter Tag
Heute ist ein guter Tag:
- Grade komme ich vom ersten Vorarbeitslauf heuer
- Der Mann, der mir morgens beim Laufen ungefähr immer entgegen läuft, hat mich heute angesprochen. Ohne Witz, wir laufen uns seit gut 2 Jahren in der Früh immer entgegen und haben nicht viel mehr als ein „Gu Moin“ übrig, und heute hat er mich angesprochen! Er hat mir geraden mir eine Stirnlampe zu kaufen, das ist einfacher als mit einer Taschenlampe zu laufen. Und er hat mir auch noch den Tipp gegeben sie bei Karstadt zu kaufen…
- Und last but not least: heute ist Schnitzel- und Blowjob-Tag. @Chefin: bitte mit Kartoffelsalat.
Familienkalender
Was die Terminplanung angeht, zieht sich ein tiefer Riss durch unsere Beziehung: sie plant analog mit einem Kalender in der Küche und ich mit Outlook auf Arbeit. Beides schränkt ein: ein Blatt Papier hat keine Erinnerungsfunktion und auf das Outlook von der Arbeit habe ich keinen Zugriff von daheim. Ein Abgleich findet nebenher statt, von Prozesssicherheit kann keine Rede sein und dies führt zu regelmäßig negativen Schwingungen in unserer Beziehung.
Wir brauchen eine einfache familientaugliche elektronische Familienkalenderlösung mit hohem WAF-Faktor, das wird immer klarer. Sie muss von daheim über einen Browser darauf zugreifen können und ich will Termine als .ics Datei einstellen können. Und auf mein Handy soll das Ding auch synchronisieren. Einfach soll es auch noch sein. Das ist mein neues IT Projekt.
19.11.!
Heute ist Internationaler Frauentag und ich fühle mich diskriminiert. Und zwar hat die IG Metal heute auf Arbeit jeder Frau eine rote Rose geschenkt. Nicht dass ich auch gerne eine gehabt hätte – die Blumen sind mir voll egal, es geht um die Geste: Mir ist noch keine(r) am Internationalem Männertag (ja, den gibt es wirklich und zwar am 19.11.) über den Weg gelaufen und hat mir was verschenkt, ein Seidla Bier vielleicht oder eine Dose Schnupftabak oder einen Playboy. Was ist denn das für eine Gleichberechtigung?!
Zum Mäusmelken
Das Eckschutzleistenproblem ist zeitlos, da ändert auch ein Sack voll neuer Werkzeuge nichts. Es ist zum Kotzen!
Wenigstens konnte ich heute zum erstem mal so richtig mit meiner Oberfräse arbeiten, eine top Sache… man muss sich auch an kleinen Dingen freuen können.
Voll drin
Seit grade eben 8:36 Uhr bin ich voll drin. Keine 5 Stunden/Monat die ich eh nie ausgenutzt habe, sonderen 24/7, immer, voll, flat. Der Tarifwechsel von web’n’walk Time 300 auf web’n’walk flat macht gut 5 € im Monat aus, aber diese 5 € werden mein Leben verändern, definitiv, da bin ich mir sicher! Hätte ich Aktien, könnte ich ihren Kurs in Realtime beobachten. Würde ich noch die Temperatur zuhause überwachen, könnte ich auch das in Realtime tun. Das Internet ist viel zu groß um nur 5 Stunden drin sein zu können.
Schaffe, schaffe Häusle baue
Heute waren wir bei den Nachbarn, die sind ja jetzt da. Es war wie eine Zeitreise – die gleichen Baustellen wie bei uns damals. Baustellen, die ich schon längst aus meinen Kopf verdrängt hatte, waren plötzlich wieder da und die Tatsache dass ich sie schon hinter mir habe, ist gut fürs Ego… und dann gewinnt auch noch der Club gegen den Tabellen Dritten und manifestiert sich damit im Mittelfeld. Top!