Ade meine Freunde, ein Nachruf

skalarproduktVor gut zwei Jahren wart ihr noch so groß wie ein 5-Mark Stück, als wir euch an einem verkaufsoffenen Sonntag beim Dehner in Fürth gefunden haben. Die Kinder hatten euch sofort ins Herz geschlossen und auch die Chefin war wie verzaubert. Die müssen wir haben, brauchen wir unbedingt! war ihr Befehl und die Fachverkäuferin der zoologischen Abteilung hatte ziemlich zu kämpfen bis ihr endlich eingefangen und transportbereit wart.
Ihr habt euch entwickelt, seid nicht nur groß sondern auch bunt geworden. Habt euch von den Außenseitern im Aquarium zu den Platzhirschen entwickelt und habt auch nicht davor zurückgeschreckt alles, was eurer Ansicht nach keine überlebensfähige Größe gehabt hat, zu verspeisen. Doch nun trennen sich unsere Wege. Eurer führt, nicht wie vorgeschlagen in die Pfanne mit einem Ei drüber glöbbert, sondern in die Fränkische Schweiz, in ein Becken das eurer jetzigen Größe würdig ist. Und meiner führt in das Aquariumfachgeschäft um die Ecke. Macht es gut meine Freunde!

Herrentag 2014

Eine Herrentagswanderung ist eine heikle Sache. Stellt man den ursprünglichen Gedanken (rumwandern und sich abschießen) zu sehr in den Mittelpunkt stößt das auf wenig Gegenliebe bei der Regierung. Lässt man sich dagegen die Kids aufs Auge drücken, dann leidet der angenehme Teil doch sehr, bzw. fällt komplett aus.
Also ist allerhöchstes Fingerspitzengefühl bei Planung und Ausführung gefragt um beide Extreme so miteinander zu verbinden dass man zu einem lockeren Wandertag mit ein paar Bier und einem Familien-Happening als Abrundung kommt. Und ohne Witz, so sauber wie heuer haben wir das noch nie geschafft. Ein Lob der Frauen wurde zwar nicht artikuliert, stand aber unausgesprochen im Raum. Alles richtig gemacht.
Aufgrund des guten Verlaufs des Herrentags 2014 wurde auch gleich eine Route für 2015 grob abgesteckt und obendrein der Verfasser dieser Zeilen mit der Ausplanung einer Kulturexkursion in die Hauptstadt der Oberpfalz beauftragt. Wenn es läuft dann läuft es halt.

60 Min Staccato-Salben

Heute war im Flieger eine Frau in der Reihe hinter mir gesessen. Diese Frau hat ungelogen 60 Min durch gelabert, hat nur Pausen zum Schnaufen und Schlucken gemacht. Ihr komplettes Leben hat sie ihren Nachbarn in Staccato-Salben um die Ohren geschmettert, 2-3 Wörter pro Sekunde, ohne Unterlass. Der neue Job, die Kinder und der Mann und das Haus. Keine Chance sich auf die Zeitung zu konzentrieren. Bla, bla, bla, und dann verlässt er mich ohne Grund. Zu Recht, aus Selbstschutz höchst wahrscheinlich.

6 Tage androides Leben

Erfolgserlebnisse gibt es momentan nicht im Sonderangebot, deshalb ist es um so schöner dass die Verbindung mit dem Radio jetzt klappt. Der Trick: der Motor muss laufen, die Zündung alleine reicht nicht. Perfekt.

Der Lederer Biergarten hätte so viel Potential

Der Lederer Biergarten liegt eigentlich perfekt, recht einfach zu erreichen, gute Parkmöglichkeiten, sogar eine U-Bahn Haltestelle vor der Haustür und an heißen Tagen schützen einen die Kastanien vor der Sonne. Es gibt einen Spielplatz für die Kinder, die Anlage ist recht schön hergerichtet und das Bier ist eigentlich auch ganz OK. Aber aus irgendeinen Grund kriegen die das mit dem Service im Selbstbedienungsbereich nicht auf die Reihe. Da muss man erst an der Kasse in der Mitte einen Bon lösen, muss sich dann auf der einen Seite für die Getränke und dann auf der anderen für die Speisen anstellen. Und bei den Angestellten hat man den Eindruck dass es sich Teilnehmer von Wiedereingliederungsmaßnahmen handelt. Da passt das Geleistete einfach nicht zu dem was man bezahlt und das hinterlässt einen faden Beigeschmack. Ganz zu schweigen davon dass man sich zum Schluss nochmal wegen dem Pfand anstellen muss. Oh Mann, und dabei könnte alles so perfekt sein…

Ihr neues Hobby

Neid ist nicht das richtige Wort aber irgendwie bin ich schon so etwas wie neidisch, zumindest so lange kein passenderes Wort gefunden wird. Sie näht ja jetzt: mir heute Abend einen Sack für die Isomatte, dem Sohn grade einen Sack für seine Spielzeugautos, der Tochter neulich ein Kleid. Sie hat jetzt ein richtiges Hobby. Das ist gut für sie und gut für uns – zumindest wenn man bedenkt dass es auch ganz andere Hobbys gibt, Schlammcatchen zum Beispiel oder Kugelschreiber sammeln oder Rollenspiele (die eine Ausprägung zumindest). Ich mag auch ein Hobby.

2828

2828 ist die Nummer von der Business Hotline von der Telekom. Und die Business Hotline von der Telekom ist top. Zum Beispiel sagen die einem auch Mitten in der Nacht, dass man eigentlich seit 2 Jahren schon ein neues subventioniertes Handy bekommen könnte, wenn man möchte. Und wenn man nicht auf das iPhone festgelegt ist, dann ist das auch vergleichsweise günstig. Das ist interessant.
Update: Die Leute von der Hotline sind sogar so fair, dass sie einem vor überschwänglichen Vertrags-Updates waren. Ein wirklich guter Service.

Keine Turnschuhe, keine Schmerzen

Ich habe Sie lange voll geheult, die einen Turnschuhe sind ausgelatscht und bescheren mir Schmerzen an der Sohle, die anderen sind zu klein sorgen dafür dass die große Zehe weh tut. Jetzt hat sie gehandelt und sie weg geschmissen. Keine Turnschuhe, keine Schmerzen – aber auch keine Turnschuhe. Also heute in die Stadt: Laden 1 nix, Laden 2 nix, Laden 3 nix – und damit eigentlich die persönliche Einkaufsschmerzgrenze überschritten. Zufällig im Sport Scheck die Sonderverkaufsfläche im Keller gefunden und die zwei einzigen Paar in Größe 45,5 mitgenommen. Jetzt habe ich rote Samba und blaue Turnschuhe. Das ist modern – und es war günstig und von der Auswahl her genau nach meinem Geschmack.