Meine Laufstatistik für 2025 kann sich heute schon sehen lassen, mit etwas Glück und über -5 Grad, werde ich dann zu Silvester bei 112 Läufen und etwas mehr als 935 km landen. Das ist nicht schlecht (das Kind 1 hat zwar mehr Läufe und Kilometer, fährt aber kein Rad, nur so am Rande erwähnt). Eigentlich müsste ich ja ein dünner Hering sein, spindeldürr sogar. Das ist aber nicht der Fall, weil ich mir eine bahnbrechende Bierkompensationsmethode ausgedacht habe, die sehr viel mit Elektrolyten und der Angst vor schlechten Zeiten zu tun hat. Elektrolyte sind wichtig – Elotrans hilft zwar auch, schmeckt aber bei weiten nicht so gut wie ein kühles Bier.
Ansonsten bin ich auch noch viel Rad gefahren, 99 Einheiten und 1.579,7 km sagt Strava. Das ist nicht wenig. Nach dem Marathon hatte ich ja erst mal einige Zeit keinen Bock mehr aufs Laufen und bin nur noch Rad gefahren. Diese Tour war Zufall aber danach war klar dass ich ein besseres Rad brauche. Und im Nachhinein muss ich sagen dass das Gravel-Bike die Top-Anschaffung 2025 war. 2025 war also wenigstens ein gutes Sportjahr.
Dieses Weihnachten haben wir die Verwandtschaft zu uns zum Essen eingeladen. Ich habe mich nicht lumpen lassen und ein Gericht, das die Schwiegermutter früher immer gemacht hat, nachgekocht und zwar ihre „Eingelegte Schnitzel“, altes Familien Rezept. Eingelegte Schnitzel wurden früher wahrscheinlich nur an wirklich hart arbeitende Menschen verfüttert – Gerüstbauer oder Waldarbeiter oder Leute im Bergwerk – ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass es Generationen gedauert hat bis der Körper von normalen Menschen mit so viel Energie pro Bissen zurecht kam. Bin aber kein Evolutionsforscher, ist nur so ein Bauchgefühl.
Das Gericht geht folgendermaßen, man klopft Schnitzel hauch dünn, paniert sie und bäckt sie in Butterschmalz raus (dabei müssen die Schnitzel noch gar nicht ganz durch sein). Danach schneidet man Speck, Schinken und Zwiebel klein und schwitzt sie in der Pfanne an. Die Schnitzel legt man in eine Auflaufform, gibt was von den Speck-Schinken-Zwiebel-Masse drüber, dann kommt die nächste Schicht Schnitzel und wo weiter. Und jetzt kommt der Kalorienzauber: Man mixt Sahne, Schmand und Gemüsebrühe zu einer Soße, der Thermomix eignet sich dafür übrigens sau gut, und diese Soße kippt man dann über Schnitzel in der der Auflaufform, bis alles bedeckt ist.
Man muss ich das mal vorstellen in der Auflaufform sind Schnitzel an Speck und Schinken (die Zwiebel sind zu vernachlässigen) und in den Zwischenräumen kommt die Sahnesoße. Wow. Das Ganze kommt dann noch für ca. 40 Min in die Röhre, damit alles schön miteinander „reagieren“ kann. Wer es ganz gut machen will, lässt es über Nacht stehen und wärmt es am nächsten Tag auf. Was für ein Festmahl. Man kann dazu Beilagen essen, kann es aber auch sein lassen.
Heute früh hat mir das Auto eine coole Meldung gezeigt, bis zum um den Mond sind wir schon zusammen gefahren. Vor 3000 km hatten wir die Länge vom Nil gemeinsam hinter uns gebracht und jetzt der Mond. Bis zum um Mond – und hoffentlich noch viel weiter! Super Auto dieser ID.7!
Pate für das #GartenhausZwei stand dieses Haus hier, das habe ich mal auf Pinterest gefunden. Die Idee mit dem durchsichtigen Flachdach ist schon cool, aber wenn das Haus unter einem Baum ist, dann wird das Dach recht schnell dreckig. Früher habe ich das Kind 2 regelmäßig hoch gescheucht damit er das Dach sauber macht. Wenn er da rauf durfte, war das immer eine ganz große Nummer für ihn – Mut, Gefahr, Wasser – spitzen Kombination. Mittlerweile ist die Begeisterung für solche Tätigkeiten nicht mehr groß vorhanden und ich muss mich wieder selbst drum kümmern.
Dieses Jahr war ich mit der Reinigung recht spät dran und das Dach war ganzflächig so dreckig wie beim linken Pfeil. Damit ich mit meinen 2 Zentner Lebendgewicht nicht aufs Dach steigen muss, habe ich mir ein Kärcher Teleskopstrahlrohr TLA 4 Set für unseren Hochdruckreiniger gekauft (Amazon-Rückläufer mit leichten Gebrauchsspuren auf Ebay für 100 €). Das Setup hat viel besser funktioniert als gedacht und ich habe das Dach recht schnell sauber bekommen. Dieses Telekopstrahlrohr kann ich also empfehlen.
Nichts desto trotz bin ich mir ziemlich sicher dass ich das Dach nochmal ändere. Es muss steiler werden, damit ich diese Arbeit im Alter nicht mehr machen muss. Mein Plan ist dass ich aus dem Flachdach ein asymmetrisches Satteldach mache. Vorne eine kurze steile Seite, wo Solarpanels ran kommen und nach hinten hin die Doppelstegplatten leicht abfallend. So, jetzt ist es raus, ich plane eine Baustelle für nächstes Jahr!
„Diese Immobilie ist eine einmalige Gelegenheit für Käufer mit Vision, die in einer der besten Lagen Nürnbergs ein Haus mit großem Gestaltungspotenzial, einem traumhaften Garten und viel Platz erwerben möchten.“ steht in der Beschreibung vom Nachbarhaus auf Immowelt. Wir haben ja vor 17 Jahren eine ähnliche Gelegenheit wahrgenommen und das war im Nachhinein eine ganz gute Entscheidung.
„Gestaltungspotential“ ist übrigens ein schönes Wort und entfaltet seine wortwörtliche Bedeutung erst im Nachgang, dann aber mit einer enormen Nachhaltigkeit. Ich denke so ein Haus bindest du dir nur ans Bein wenn du jung bist und dich von der Vision beirren lässt oder wenn du genug Geld hast um alles machen zu lassen. Nichts desto trotz ist die Beschreibung gar nicht mal so schlecht.
Eigentlich wollte ich schreiben dass ich entführt worden bin, aber es war keine richtige Entführung, weil ich wusste „Wann“ aber nicht „Wohin“. So gesehen war das am Wochenende eine klassische „Fahrt ins Blaue“ – und damit kenne ich mich aus, weil solche Fahrten gab es früher schon beim Musikverein. Am Bahnhof war das Ziel dann klar, weil es auf dem Zug stand: „Karlsruhe“! Über Karlsruhe muss man folgendes wissen: Karlsruhe ist nicht Kaiserslautern. Das heißt Spermbirds kommen nicht von dort und auch Pascow wird man in Karlsruhe nicht finden. Ansonsten liegen beide Städte im Westen und haben zweitklassige Fußballvereine.
„Ohne zu viel zu verraten, würde ich an deiner Stelle ein paar Badelatschen als Fußpilz Prophylaxe einpacken“ war die Woche durch meine einzige Info über den Trip. Bei Badelatschen wird der ein oder andere an Wellness denken, in unserem Setup war das ein klarer Hinweis auf ein Etagenklo. Etagenklo hört sich jetzt vielleicht abschreckend an, aber das Konzept von einem Hostel ist halt, dass man günstig wohnt und auch noch Kontakte knüpfen kann und Unterhaltung hat. Da ist ein Etagenklo ein Garant dafür, überhaupt wenn es Menschen gibt, die darauf einschlafen.
Zurück zu Karlsruhe. In Karlsruhe trifft sich die alternative Szene in der „Alte Hackerei am Schlachthof“, deshalb mussten wir da natürlich hin. Auch das hat unser Reiseführer gut arrangiert und deshalb haben da Gewalt und Unbite gespielt und es hat sogar noch jemand gefilmt. Nur so am Rande, Gewalt werden als die neuen Fehlfarben gehandelt, das könnte hinkommen. Also diese Alte Hackerei ist ein super Veranstaltungsort, die Bands waren auch top und so war das ein totaler spitzen Abend! Ansonsten hat Karlsruhe einige Brauereien zu bieten, viel mehr als ich gedacht hätte sogar, und wir haben versucht diese best möglichst in unsere Spaziergänge bei Minusgraden zu integrieren. Allereinzigestes Manko war, dass wirklich überall, wo der fränkische Biertrinker zarte Willibecher erwartet hätte, wurde das Bier in so dickwandigen Glaskrügen ausgeschenkt, das scheint im Westen wohl gängige Praxis zu sein.
Zusammengefasst war diese Fahrt ins Blaue ein spitzen Trip. Die Reiseleitung hat alles sauber geplant, die Reisegruppe war fein abgestimmt und Karlsruhe ist von der Sache her eine „Entscheider-Treffen-B-Stadt“. Die guten Biere in Kombination mit einer Temperatur von nicht über 0 Grad haben sich gut ergänzt. Das hat einfach alles gepasst. Spitzen Geburtstagsgeschenk.
Gestern hat die Stadt in die Villa Leon eingeladen und dort im Rahmen einer Bürgerbeteiligung die Pläne für die Umgestaltung des Westparks vorgestellt. Ich habe mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und bin mit dem Kind 1 hin. Die Leute von die Stadt haben sich echt Mühe gegeben, der Plan ist wirklich durchdacht, das hat mir sehr gefallen. Es wurde alles genau erklärt und vor allem wurde auf die Hintergründe eingegangen. Echt gut!
Danach konnten die Anwesenden an Stationen für Themenschwerpunkte wie z.B. Wege, Aktivangebot, usw. direkt mit dem jeweiligen Planer sprechen oder Themen auf Zettel schreiben und anpinnen. Habe ich gemacht. Weil ich will einen Kiosk oder Biergarten haben und das Kind 1 einen Trinkwasserspender. Ich hoffe das Konzept geht auf: die Stadt hat frühzeitig informiert, die Bürger fühlen sich abgeholt und bestenfalls kann man sich aktiv in die Planung einbringen… und wir haben eine Lokalität mehr!
Ein herrlicher Sonntag, ich bin sehr früh aufgewacht, weil ich am Samstag schon sehr früh ins Bett bin, konnte mich dann nach dem ersten Kaffee gleich dazu aufraffen in den Hainberg zum Laufen zu gehen und weil es gar so schön war, habe ich die Strecke noch bis zum Kanal erweitert. Immer schön locker, kein Stress – dachte ich zumindest. Aber schon beim Frühstücken war ich kaputt ohne Ende und hab mich danach hin gelegt. Abends habe ich mir dann die Trainingsdaten angeschaut und war von dem Leistungswert ziemlich überrascht. Der Optimist in mir sagt „Weil du eine Maschine bist“, der Pessimist „Etz müsstest doch alt genug sein um deine Leistung einschätzen zu können“.
Die Chefin hat meine Kopfschmerzen am Sonntag nach dem Turbo A.C.’s Konzert bemerkt und vorgeschlagen zu einem Basketballspiel zu gehen – ich konnte ihre Freude über diese spontane Idee quasi spüren. Die Kia-Arena, in der die Nürnberg Falcons spielen, ist von uns Luftlinie keine 2 km entfernt, das wäre doch ein schönes Familien-Event! Haha.
Der Eintritt ist, im Vergleich zum Club, mit 13,50 € für einen Erwachsenen, recht günstig, die ganze Atmosphäre hat mir tatsächlich sehr gut gefallen und nachdem die IBU gewirkt hat, war mir der Lärm – und wir sprechen von viel Lärm – dann auch total egal. Wahrscheinlich habe ich von Basketball nur einen Ticken weniger Ahnung als von Fußball, kenne mich also nur rudimentär aus, das macht aber nix. Man klatscht und schreit halt mit und am Ende freut man sich wenn das eigene Team gewonnen hat.
Derzeit läuft der Trockenbau im #GartenhausEins. Der Trockenbau ist eigentlich recht banal, ich klatsche einfach 5 mm Rigipsplatten auf die Holzwände und tausche die Aufputzinstallation durch eine Unterputzinstallation. Fertig. Aber es soll ja schön werden und ich möchte vermeiden, dass ich wieder schnell schnell umbaue und mich später ärgere.
Ursprünglich wollte ich einfach nur einen Schreibtisch zum Arbeiten rein stellen, dann kam ein Sofa dazu, damit ich da hinten auch Musik hören kann, und mittlerweile spiele ich mit dem Gedanken mir eine Rolle anzuschaffen, um im Winter radeln zu können – Kondition ist ja ein flüchtiges Gut und will erhalten werden.
Zurück zum Trockenbau, da hänge ich an der Fensterbank für das neue große Fenster bzw. der Frage ob Fensterrahmen oder nur Fensterbrett, Pinterest liefert da einfach zu viele Ideen. Und die Beleuchtungsfrage ist auch noch offen. Dafür ist das Thema Fußboden geklärt, weil der ist bestellt und kommt kommende Woche: Eiche astig, gebürstet und geölt. Und dann sind da noch die Übergänge zum gemauerten Teil, die verputzt werden müssen. Vielleicht würde mir ein 3D-Plan wie beim Bad helfen, aber vielleicht erkünstele ich mich auch einfach nur. Ein Raum, 3 Fenster und eine Tür, da braucht es keinen Plan. Wenigstens ist das Ziel klar: Im Weihnachtsurlaub will ich dort hinten werkeln können. Also der Reihe nach: Trockenbau fertig machen, verputzen, streichen, Boden verlegen, Internet einrichten, Klimaanlage reinbauen.