Warum in die Ferne schweifen, wenn das gute liegt so nah – Entscheider-Treffen `08 #3

Es passieren noch Wunder, so viel vorweg. Zielstrebig und Endprodukt orientiert erkundeten wir Bamberg und seine für unseren Risikomanagement-Workshop grade zu idealen Lokalitäten, als wir um ca. 02:00 Uhr feststellen mussten, dass wir uns aus unsere Bleibe ausgesperrt hatten. Genauer gesagt mussten wir feststellen, dass wir den Schlüssel drinnen liegen gelassen hatten. Aus Risikomanagement wurde Kastastrophenmanagement und das innerhalb weniger Sekunden.
Früh um Zwei unter erschwerten Randbedingungen starteten wir ein Brainstorming, bewerteten anschließend die einzelnen Punkte und priorisierten sie:

  • Haustüre aufbrechen und dann anschließend die Wohnungstüre eintreten – The Punk Way – wurde verworfen.
  • Andere Parteien wachklingeln, damit man wenigstens ins Haus kommt und dann den Schlüsseldienst rufen – in Anbetracht der schon fortgeschrittenen Zeit öffnete keine andere Partei.
  • Erst mal irgendwo übernachten und dann morgen weiterschauen – beste Idee, wurde umgesetzt.
  • Kontakte in Bamberg erneuern – in der Kausalkette plötzlich ganz vorne.
  • Schlüsseldienste ausfindig machen – logisch.

Im folgenden wurden verschiedene Kontakte in Bamberg aufgefrischt und einer bot spontan Unterkunft an – das Internet-Business, das uns schon durchs Studium fütterte, bescherte uns eine Übernachtungsmöglichkeit. So übernachteten wir in einem Wohnzimmer irgendwo in Bamberg und konnten Kraft für Schritt Zwei sammeln.
Schritt Zwei: Reinkommen am Tag. Dank eines offene WLANs, Google und unserer Handys (das war echt voll Macgyver) hatten wir recht schnell eine Liste von Schlüsseldienste am Start. Danach ließ uns der freundliche Nachbar von oben ins Haus und es folgte die nächste Hiobsbotschaft: Schlüsseldienst hilft nur wenn man selbst in der Wohnung wohnt. Schlecht.
Mit einer Dauerkarte des Leipziger Zoos bewaffnet versuchten wir uns als Magnums und – ohne Witz, ich bin selbst noch ganz Paff – es hat funktioniert. Was für ein Glück! Der Workshop wird an dieser Stelle unterbrochen und eine Sondersession, Thema: „Was machen wir mit der Kohle die wir uns für den nicht benötigenSchlüsseldienst gespart haben – 3 Männer im Gadget- Fieber“ eingeschoben.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das gute liegt so nah – Entscheider-Treffen `08 #2

Ein alter Trick den wir schon 2005 in Wien angewendet haben beschert uns grade ein zweites Frühstück: Wir verdoppeln einfach den Tag. Geht ganz einfach: Man legt früh los, haut sich dann nachmittags für ein paar Stunden hin und steht einfach wieder auf und macht so als ob es ein neuer Tag ist. Fühlt sich auch wie ein neuer Tag an. Heute machen wir da weiter wo wir gestern aufgehört haben. Mann haben wir´s drauf, Special-Zeit-Event beim Risikomanagement-Event. The Boys are back in town.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das gute liegt so nah – Entscheider-Treffen `08 #1

Es ist Bamberg. Risikomanagement fängt eben schon bei der Wahl des Ziels an. Das oberfränkische Kleinod an der Regnitz ist der diesjährige Austragungsort unseres Entscheider-Treffens. Wir haben uns nicht irgendwo einquartiert – unser Ziel ist es ja möglichst authentisch fremde Kulturen kennen zu lernen – und deshalb residieren wir für die kommenden zwei Tage mitten in der Sandstraße. So ist es natürlich nicht weiter verwunderlich, das unsere erste Tour (wenn überhaupt) 50 m lang war und uns dennoch in unterschiedlichste Lokalitäten führte: Blues-Club, Wein-Lokal und traditionelles Wirtshaus. Ein perfekter Start.

Abschied auf Raten #2

Ein perfektes Ende für meinen Abschiedstag: Ein Spontan-Entscheider-Treffen, der Ost-Beauftrage trifft im Laufe des Abends ein, den Oberpfalz-Beauftragten erwarte ich minütlich. Der Ort des Entscheidertreffens 2008 (und das noch im Februar!!!) ist noch geheim, das Thema nicht: Risikomanagement.
Ich halte die Leserschaft auf dem Laufenden, bis dahin kann sich ja mit der Historie beschäftigt werden!

Abschied auf Raten #1

Gestern war ich halbtags auf meiner (Noch-)Arbeit. Hab den Schreibtisch ausgemistet, meine Klamotten und Handtücher die seit Jahren verstreut im Büro herumlagen zusammengesucht, die Bundeswehrlatschen wieder gefunden (!) und zwischendurch noch mit ein paar Kollegen gelabert.
Dabei hatte ich aber keinerlei Aufbruchstimmung, sondern eher so ein melancholisches Grundrauschen. Was am 20.10.2003 begonnen hat, endet morgen. Das ist schon eine ganz schön lange Zeit… und ich hatte eine Menge Spass, aber das was auf mich wartet ist ja auch nicht ohne – und das wurde mir dann nachmittags auf der neuen Arbeit mehr als bewusst 🙂

The crew is getting old

Es ist so wie es ist und gestern bei den Festlichkeiten anlässlich ihres 30. wurde das auch wieder mal klar: Wir sind jetzt erwachsen! Ok, nicht ganz so wie unsere Eltern erwachsen sind, aber irgendwie halt doch.
Da sitzt dann der wild in der in der Welt verteilte Haufen samt grauen Strähnen, Falten und kahlen Stellen am Kopf beisammen, und spricht vom Haus, der Eigentumswohnung und dem geplanten Nachwuchs genauso wie früher über die neusten Bands oder irgendwelche Discos. Auch die Altersvorsorge und der ausreichende Versicherungsschutz sind mittlerweile keine Tabuthemen mehr, die Würfel sind also gefallen und da helfen auch keine Kapuzenpullis, Totenkopf-Shirts und zerrissenen Jeans.
Während die einen die Themen Hochzeit und Kinderkriegen schon abgehakt haben, kosten die anderen die Übergangsphase noch gehörig aus – mit Recht. Aber wie geht das jetzt weiter? Naja, die lauten Feiern die früher spät begannen und früh endeten werden Stück für Stück zu familienfreundlichen Events umgebaut werden. Schließlich gehört das Wochenende ja der Familie und am Montag muss man wieder früh raus und unter diesen Rahmenbedingungen haben auch die Feiern statt zu finden, wenn man das weiß, dann kann man sich ja danach richten.
Und das geht dann so weiter und weiter, der körperliche Verfall hat begonnen, wir haben ihn akzeptiert und leben ganz gut damit… die Prioritäten verschieben sich eben.