Ich verfüge nur über rudimentäres Grundwissen in Sachen Psychologie. Was mir bisher sonnenklar erschien war die direkte Relation von erfülltem Sexleben und Arschlochfaktor. Soll heißen ich ging davon aus dass je erfüllter das Sexleben einer Person ist, desto entspannter wird diese sein und desto geringer wird ihr Arschlochfaktor sein. Eigentlich ganz klar. Das heißt aber auch wenn ich mit einem Arschloch zu tun habe, dann wünsche ich (weil ich ein guter Mensch bin) einem ihm dass er mal wieder auf so eine richtig kleine Wildsau trifft, bzw. einer ihr eine 40 cm Riesennudel.
Jetzt habe ich aber neuerdings mit jemanden zu tun, wo man von einem ausgeglichenen Sexleben ausgehen kann. Und bei dem Partner sogar von einem außergewöhnlich gutem (wenn man den alten Spruch „Dumm fickt gut“ mit einbezieht). Und genau bei der Person isses eben nicht so, ein ganz mieses Stück Mensch ist das – so, und jetzt stehe ich da mit meiner Psychologie und schau blöd. Sau blöd.
Es scheint was ernstes zu sein
Die Chefin meint dass es sich höchst wahrscheinlich um eine Bronchitis handelt. Ich gehe von Kehlkopfkrebs aus. Jedenfalls schmerzt es beim Schlucken ohne Ende, es zieht bis zum Magen runter, es scheint was ernstes zu sein.
Andrea Berg trägt nicht zur Genesung bei
Dass die Sach net ganz passt, war mir recht schnell klar. Also bin ich in den Supermarkt gefahren und hab mir 3 Flaschen Wasser, eine Packung Äpfel und eine Packung Pfefferbeißer gekauft. Ich hatte dieses Gefühl schon ein paar Mal und wusste schon während des Fluges dass ich nur den Tag überstehen brauche und danach im Hotel einfach heiß baden und danach schlafen muss.
Irgendwann hat mich die Chefin angerufen und gesagt dass der Supermarkt bei der Bank angerufen hat und die Bank dann bei ihr weil ich meine IC-Karte im Supermarkt vergessen habe. Also noch schnell auf dem Weg zum Hotel beim Supermarkt vorbei. Schnell ging aber nicht weil da grade Andrea Berg Autogrammstunde war! Also Sau lang beim Supermarkt vorbei und die Karte wieder geholt. Warum die Alte grad an dem Tag und überhaupt in einem Supermarkt Autogrammstunde halten muss ist nicht nachvollziehbar. Egal.
Mein Zustand hatte sich während des Tages nicht verbessert. So konnte der ungeplante verlängerte Aufenthalt zum Erwerb von Vitaminen genutzt werden. Im Hotel gab es leider keine Badewanne, deswegen bin ich direkt ins Bett habe in meinem neuen Buch gelesen, direkt 50 Seiten verschlungen und eingeschlafen. Der Tag heute war besser, aber nur im Detail. Es wird Herbst und ich werde krank.
Anfang Ende Dreißig
Anfang Ende Dreißig ist ein hartes Alter, man ist nicht mehr richtig jung aber auch noch nicht richtig alt. Der Körper regeneriert nicht mehr so schnell wie früher und es zwickt an allen Ecken und Enden. Man wird langsam bequem und trennt sich Stück für Stück von Dingen, die einem früher wichtig waren. Es ist irgendwie wie eine Pubertät nur wird man grade nicht erwachsen sondern alt. Wenn man alt ist, zählen andere Sachen, man beschäftigt sich plötzlich mit Dingen, über die man früher nur den Kopf schütteln konnte. Fuck! Der Verfall ist unaufhaltsam und der 40er plötzlich am Horizont erkennbar. Hmm, vielleicht sollte eine Selbsthilfegruppe gegründet werden, ein Herren-Club mit Herrenabenden – die Midlife Crisis will gut geplant sein.
Fischbrötchenverpackungszeitbombe
Heute morgen gab es Fischbrötchen auf Arbeit, ein Fest! Ich hatte eigentlich gar keinen Hunger, konnte aber der Versuchung nicht widerstehen das komplette Büro mit etwas maritimen Flair aufzuwerten. Ich habe mir ein Fischbrötchen gekauft und bin voller Vorfreude ins Büro marschiert, habe das Fischbrötchen schon im Treppenhaus ausgepackt und habe damit eine Runde durchs Büro gedreht, bevor ich zu mir an den Platz bin.
Danach habe ich das Fischbrötchen nicht gleich gegessen, sondern erst noch offen am Platz liegen lassen, damit die Kollegen in meiner direkten Umgebung am meisten von der Fischbrötchenoffensive profitieren. Dann habe ich angefangen es Stück für Stück ganz ganz langsam zu essen, in der Hoffnung dass irgendjemand auf den Fischgestank eingeht. In der Vergangenheit habe ich mit gleichem Vorgehen nachhaltig für die abteilungsübergreifende Kommunikation im Büro gesorgt.
Und heute? Nix, gar nix! Noch nicht einmal die Entsorgung der übel riechenden Verpackung im Papierkorb des für Geruchsoffensiven empfänglichen Kollegen, hat zur allgemeinen Belustigung beigetragen. Einigermaßen enttäuscht habe ich mit der Hoffnung, dass die Fischbrötchenverpackungszeitbombe doch noch hochgeht, weitergearbeitet, wurde aber leider enttäuscht. Schade.
Laufbarkeitsanalyse am Morgen
Heute früh um kurz nach Fünf hatte es 14 Grad und ich habe beim Laufen in meinem Longsleeve geschwitzt. Ich denke das war das warme Finale vor dem Winter. Ab morgen werde ich wohl wieder früh erst mal die Laufbarkeit des Tages auf dem Balkon analysieren müssen. Das Fatale an der Sache ist, dass ich zum Überlegen ob Laufen geht oder nicht schon mein Gehirn einschalten muss, danach geht weiter schlafen eigentlich gar nicht mehr. Von daher waren die letzten 3 Wochen wirklich top.
It´s Helloween, abhängig von der Tagesform
Am Sonntag habe ich mit dem Kind einen Kürbis ausgehöhlt und eine so fiese Fratze rein geschnitten, dass jeder Power-Metaller vor Respekt erblassen wird. Irgendwie scheint die Fratze jetzt aber nicht mehr zu gefallen und wird seither links liegen gelassen. Und das obwohl ich mit der Nummer am Sonntag noch definitiv einen Volltreffer gelandet habe… Weiber. Was bleibt sind gut 3 l Kürbissuppe im Gefrierschrank.
Kein richtiges Afrika
Heute hat mir ein Kollege von seinem Urlaub erzählt, eine Tour größtenteils auf eigene Faust und nur grob geplant – ganz nah an Land und Leuten, das richtige Afrika halt. War spannend zu hören, wär mir aber zu viel Action.
Bundestrojaner #2
Alles wieder gut: Im „Abgesicherten Modus“ einloggen, „msconfig“ ausühren, dort „Systemwiederherstellung“ starten und einen alten Sicherungspunkt wiederherstellen. Zeit für ein Selbstlob: Hack, du bist so ein abgebrühter IT-Entscheider!
Pervers aber praktisch
Wie ich vorhin an der Tankstelle stehe ruft die Chefin an und sagt dass ich noch Geld mitbringen soll. An der Kasse stand ein Schild, irgendwas von „Hier kann man Geld abheben… bla bla“. Das klappt tatsächlich, bei Shell bekommt man als Sparkassenkunde Geld wie am Automaten. Eigentlich pervers dass man da wo man als Pendler die meiste Kohle lässt jetzt welche bekommt, aber auf jeden Fall praktisch.