Samstag ist Hähnchentag

Der Sohn ist eigentlich ganz einfach gestrickt und deshalb kommen wir auch so gut miteinander aus: Wenn man ihn in die Badewanne setzt, will er erst raus wenn kein Tropfen Wasser mehr in ihn rein geht. Wenn er im Sandkasten sitzt kommt das Wort „Sandkuchen“ voll auf seine Kosten. Auch Schnee ist für ihn auch in erster Linie Eisersatz. Wenn er ins Bett will, dann läuft er zur Treppe, setzt sich auf die zweite Stufe, reibt sich die Augen und schreit Ma! Ma!, das bedeutet dann das er hochgebracht, gewickelt und ins Bett gelegt werden möchte. Händchen halten, Lieder singen und den ganzen Kram braucht er nicht. Er ist da ganz straight, i.d.R. zumindest, weil heute wollte er einfach nicht einschlafen und hat immer wieder zum Schreien angefangen.
Genau heute war das aber gar nicht so gut, weil sein Vater – das bin ich – nämlich unbedingt auch einen Mittagsschlaf gebraucht hat, weil der Alkoholabbau im Wachzustand unheimliche Schmerzen mit sich bringt, beim Schlafen dagegen en passant passiert, schmerzneutral sozusagen. Der Grund für den Alkoholabbau war die übermäßige Alkoholzunahme gestern Abend. Wir hatten nämlich Gäste zum Hähnchen und sind danach dann auf eine ganz fiese Tour in die Spelunken in der Hack’schen Hood. Nach gut 5 Jahren im Viertel ist es einfach an der Zeit gewesen mal rein zu gehen wo man sonst nur vorbei läuft. Gut sind sie alle nicht, das kann ich schon mal sagen, obwohl ich was Wirtshäuser angeht doch eher wenig bis fast gar keine Ansprüche habe. Ein Pessimist würde jetzt sagen alles Dreck, ein Optimist dass das Häfala im Notfall taugt.

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Das Ratio kommt ja meistens hinterher und deswegen benutze ich das iPad seit neustem auch in der Badewanne als Radioersatz. Diese Flunder macht einen erstaunlich guten Sound, dafür dass da fast kein Lautsprecher dran ist. Gut, der Rums fehlt – also würde fehlen wenn nicht im Zimmer neben dran ein Kind schlafen würde – aber für knapp 1 cm voll ok. Was ich eigentlich erzählen will, grade vorhin ist mir aufgefallen dass ich nix von Sisters Of Mercy habe, noch nicht mal als CD! Auch kein Temple of Love, nix. Krass.

Das war kein Kontrollgang sondern eine Exkursion

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Heute hat mich die Tochter auf Arbeit angerufen: „Papa, ich schlafe heute Abend bei der Sara. Gute Nacht und bis Morgen!“. Ich weiß noch genau wie wir sie zum ersten mal Übernacht bei den Schwiegereltern gelassen haben, wie sie beim Spazieren gehen so weit weg war dass ich sie nicht mehr gesehen habe und mit dem Rad so weit voraus gefahren ist, dass ich keine Chance gehabt hätte – für was auch immer. Und jetzt der nächste Schritt. Jetzt bin ih grade nochmal am Haus von der Sara vorbei gelaufen und es steht noch. Naja, wird schon funktionieren.
Nein, das war kein Kontrollgang! Das eigentliche Ziel des nächtlichen Spaziergangs war mal den neuen Arbeitsweg abzuchecken, hier die Fakten: es dauert 7 Min. von unserer Haustüre bis zur U-Bahn. Die U-Bahn braucht gut 8 Min. bis zum Hauptbahnhof und von dort kommt man in 3 Min. zum Gleis 9. Gut 20 Min also von daheim bis zum Zug, jetzt muss ich die Route nochmal mit dem Rad abchecken, Samstag früh bietet sich da an. Es wird konkret.

Das Ende ohne Schrecken

Der ein oder andere wird es ja vielleicht mitbekommen haben dass es nimmer so richtig passt. Wir haben hin und her überlegt was man anders machen kann, uns nach Alternativen und Unterstützung umgeschaut. So, jetzt sind wir durch damit. Wir trennen uns, bleiben aber Freunde.
Um endlich Verbindlichkeit zu schaffen habe ich mir grade ein Jahresticket (genauer „Monatskarte im Abo“) gekauft. Ab Montag in einer Woche bleibt das Auto in der nicht vorhandenen Garage und die Fahrgemeinschaft trifft sich am Bahnsteig.

Ein föderalistischer, demokratischer Staat in Europa ohne Gespür für Krimi

Ach, die Schweiz an sich hat sicherlich ihre Reize, das fängt bei der Steuerhinterziehung für Dummies an und hört irgendwo bei der Vielsprachigkeit auf. Auch OK, dass sie mitten in Europa so ganz und gar nicht europäisch sein will, da kann ich irgendwie mit leben, aber was überhaupt gar nicht geht ist der schweizer Tatort. Warum zum Kuckuck ist es diesen Kantonern erlaubt am Besten was das öffentlich rechtliche Fernsehen Deutschlands zu bieten hat, zu sabotieren. Ich bin entsetzt!

Für das Leben lernen

Heute hat ein technikaffiner Kollege ganz stolz eine App hergezeigt mit der er seine Rollos auf und zu machen kann. Der Kommentar eines langjährigen Familienvaters dazu war ganz einfach: Für was hast du geheiratet und Kinder gekriegt?
Danach hat ein anderer eher akademisch angehauchter Kollege erzählt, dass er plane seine Stromkosten in Korrelation mit Innen- und Außentemperatur auswerten zu wollen um zu überprüfen, ob die Angabe des Heizungsbauers stimme dass seine Heizung bei einer Innentemperatur von n Grad den optimalen Wirkungsgrad hat, oder so. Dafür müsse das Haus natürlich mit entsprechender Messtechnik ausgestattet werden. Auch dieses Vorhaben wurde hinterfragt Und wenn es deine Frau beim optimalen Wirkungsgrad friert, dann wirst du die Temperatur hoch drehen und dich ab den Zeitpunkt nur noch darüber ärgern und hast zusätzlich noch einen Haufen Geld ausgegeben!
Danach war für mich klar den Raspberry Pi samt Relais-Leiste wieder zu verkaufen und wenn überhaupt durch eine FritzBox-Steckdose zu ersetzen und damit meine „Sinnlose Hobbies – Life – Balance“ nachhaltig zu verbessern.

CO2

Es wird immer offensichtlicher dass uns eine CO2-Anlage im Aquarium fehlt, die Pflanzen wachsen nicht mehr so gut, die Algen dafür umso mehr. Hier ist der Aufbau ganz gut beschrieben. Das ist der Anfang einer Recherchephase.

Dorade anders

Dieses Wochenende gab es kein Hähnchen sondern Fisch und dieses mal wurde er nicht gebraten sondern gegart, Dorade in der Folie – sehr zu empfehlen!
Stelle fest dass Kind 1 tatsächlich so „exotische“ Gerichte wie Fisch oder Hase isst wenn es beim Kochen dabei war, es handelt sich also um keine chronische Nicht-Pommes/Nudelphobie, wieder eine Sorge weniger.