Unabhängig davon wie diese Zittersaison heuer ausgeht, der Club und ich werden nächstes Jahr eine kleine Pause machen. Samstags keine Club-Show mehr auf Radio Gong, unterwegs keine kurzen verstohlenen Blicke mehr auf die Kicker-App, keine montäglichen Spielanalysen mit den Kollegen, keine Beiträge hier auf der Seite. Welcher Club? Club-Fasten, reinigt Seele und Geist. Samstags mehr Zeit für die Kinder, intensivere Gespräche ohne Ablenkung, Zeit für einen anderen Breitensport ohne Frustrationspotential. Danach vielleicht eine Dauerkarte.
[Update] Die Chefin sagt dass es nur konsequent wäre wenn dann auch die Kicker-App vom Handy gelöscht würde. Konsequent wär das schon…
[Update 2] Sie hat natürlich recht – aber erst nach Relegation und WM.
Der Krrrrrks Detektor
Wer schon immer wissen wollte wie man professionell Blitze zählt, der sollte sich mal die gestrige Ausgabe vom Wetterochs rein ziehen. Es hört sich alles ganz logisch und nachvollziehbar an. Beachtenswert ist aber dass sich jemand in jungen Jahren vor einem Radio setzt und die Krrrrrks in der Langwelle zählt, das ist schon eine Krrrrassssse Leistung.
Update: Für alle die es noch genauer wissen wollen, er hat nachgelegt.
Wie das die anderen sehen
„Überraschend souverän brachte die personell gebeutelte Verbeek-Elf den Vorsprung über die Zeit.“ Nach dem Tiefschlag am Sonntag endlich wieder Balsam für die Seele. Ein Kollege hat gestern erzählt dass er sich überhaupt nicht für Fussball interessiert, aber dass er trotzdem jeden Sonntag bei den Tagesthemen aufmerksam verfolgt, ob die fränkische Ausnahmemannschaft gewonnen hat oder nicht. Wenn dann noch der Tatort einigermaßen passt, dann ist der Quotenfranke im Team zum Wochenstart nämlich einigermaßen erträglich – zumindest meint er das. Bei Niederlage und schlechten Tatort hat er tatsächlich schon darüber nachgedacht bei der Chefin anzuklingeln und Beischlaf für den Kollegen zu erbitten. Eigentlich hat er sich dafür ein Lob verdient.
Alles wird gut

Zwei Tage unterwegs gleich zum Wochenanfang, da ist man dienstags schon auf Freitag. Das würde aber wieder passen, weil dann morgen sowas wie Samstag ist und der Club eine neue Chance bekommt. Die Kollegen bekommen so zweimal innerhalb einer Woche die Möglichkeit zur Demütigung des Quotenfranken. Unabhängig davon macht es die Woche unerträglich lang.
Freud und Leid liegen machmal eng beieinander
Freud. Die Chefin hat am Freitag gewarnt dass der erfolgreiche Abschluss vom 2. Schwimmkurs vom Kind 1 gefährdet ist. Das Kind ist zu sehr auf die Schwimmnudel fixiert. Also musste der Vater heute Schwimmnudelersatz spielen. Zu Anfang war es ein Drama, bis wir das mit dem rücklings im Wasser treiben lassen ausprobiert haben. Danach hat es Klack gemacht und gute 20 Min später ist sie dann durchs ganze Becken geschwommen. So stolz waren wir beide zum letzten mal als wir ihr Radfahren gelernt haben, Perfekt!
Freud mit Leid. Nachmittags haben uns stolze Eigenheimbesitzer ihr neues Eigenheim gezeigt. Das Eigenheim ist so groß dass die Zimmer im Keller nummeriert werden mussten den Überblick zu behalten. Der Rest vom Eigenheim hat noch einiges an Potential – momentan allerdings eher für schlaflose Nächte, in 5 Jahren ist es dann bestimmt so etwas wie eine Villa.

Leid mit dramatischen Ausmaß. Es sollte nur ein kurzer Blick auf die Kicker-App werden, 0:1 hinten ist kein Drama, 2:1 war das Ziel und dann das. Schlimmer kann es fast gar nicht mehr werden. Ich bereue diese liebe nicht. Aber es ist schwer.
1991er Giant Coldrock – der Mountain Bike Pionier
Dieser Beitrag richtet sich an den Fahrrad-affinen Leser. Seit dieser Woche löst ja das alte Rad vom Herrn Herbst das 1991er Giant Coldrock ab. Das hat nichts damit zu tun dass das Rad schlecht ist, sondern viel mehr, dass ich es selbst nicht so mit der Instandsetzung von alten Rädern hab, mein Fachgebiet sind alte Häuser. Jetzt steht es in der Garage und mach einen ganz traurigen Eindruck. Falls sich jemand berufen fühlt einem alten Klassiker – wie man hier lesen kann stand das Fahrrad-Modell der Russen aus dem 2. Weltkrieg Pate – neues Leben einzuhauchen, der soll sich einfach melden. Ich habe jedenfalls grade eben beschlossen es nicht einfach so in der Stadt auszusetzen.
Produkthinweis
Der Hamburger Entscheider hat ein LG G2. Das ist ein richtig großes Stück Handy, an sich nichts besonderes, die Dinger gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer. Aber das LG G2 hat einen 3000 mAh Akku, das ist etwas besonderes. Normalerweise halten die Akkus von solch großen Handys grad mal einen Tag, seiner hat jetzt gut 4 Tage durchgehalten. Er hat – als so eine Art Beweis – jeden Früh den aktuellen Akkustand zu geschickt. Also, wem es aufregt dass diese großen modernen Handys nicht länger als einen Tag durchhalten, der sollte sich mal das LG G2 anschauen, ganz unverbindlich.
Das war kein Blitz, das war ich
Heute in aller Herrgottsfrüh wurde in Nürnberg ein Blitz gesehen. Zumindest dachten viele an einen Blitz. Es war aber kein Blitz, das war ich auf einem gelben Rad mit Nabendynamo und Standlicht. Das Rad ist genau das was man für die Fahrt zum Bahnhof braucht: offensichtlich nicht neu, super beleuchtet und mit funktionierender Schaltung. Von den Schutzblechern will ich hier gar nicht erst zu schwärmen beginnen. Heute ist ein exzellenter Radfahrtag und ich fahre in einer – für mich – neuen Klasse. Manch einer aus der Nordstadt wird da jetzt lachen, das passt denn ich lache auch. Ein in sich stimmiger Sachverhalt.
Prager Frühling – Entscheider-Treffen `14 #5
Richtigstellung. Auf dieser Seite wurde vor kurzem über die Kaffeekultur Prags berichtet. In den Ausführungen des Redakteurs kann der Eindruck entstehen dass Tschechen im allgemeinen und Prager im speziellen keinen guten Kaffee zubereiten können. Dies entspricht nicht der Wirklichkeit. Richtig ist: im Kaffeehaus Grand Cafe Orient wird Kaffeekultur auf höchsten Niveau zelebriert, abgerundet wird das Angebot durch Staropramen und Marlboro und dem Mann am Klavier.
Ansonsten gab es noch die Entscheidung zu treffen die Kohle für das Abendessen in Geld für Eintrittskarten für ein Punkt Konzert zu investieren, Hunger vs. Kultur sozusagen. Wenn man sich die Beziehungspyramide nach Maslow anschaut wird recht schnell klar warum das Individualbedürfnis „Punkrock“ das physiologisch Bedürfnis „Essen“ ausgestochen hat.
So, jetzt checken wir aus, geben uns noch etwas der Bohème hin und sind heute Abend pünktlich zum Essen wieder brave Väter. Dobre.
