Bis letzte Woche fühlte ich mich in Bayern sicher – viel sicherer als anderswo – bei uns ist die Welt noch in Ordnung und das Gras grüner und der Himmel blauer und die Berge höher als anderswo, vom besseren Bier ganz zu schweigen. Dann schießt da einer wild um sich, ein Schwerverbrecher vergeht sich an seiner Psychologin und ein betrogener Ehemann richtet seine Frau. Gut, das Bier schmeckt da jetzt nicht schlecher und das Böse ist immer und überall, aber hier, bei uns…!?!
Gedankengut
Ping, Pong. Gut. Ping, ping, pong. Halbgut, Pong. Nicht möglich. Tatü tata. Tralala.
Ping, Pong. Gut. Ping, ping, pong. Halbgut, Pong. Nicht möglich. Tatü tata. Tralala.
Ich denke über Spontanurlaub nach
Eigentlich spitzen Startbedingungen für einen Wochenstart im Niemandsland zwischen Oberbayern, Schwaben und Franken – dem Melting-Pot Bayerns: die Bayern München hat eine 5:1 Klatsche bekommen, der Club ist auf Aufstiegskurs, Fürth hat verloren und Stuttgart gewonnen. Aber irgendwie konnte bei mir heute kein Funken überspringen – ich hab gearbeitet und bin irgendwann heim, nein ein großartiger Tag war das nicht.
Also keine Schiebeläden
Heute waren wir im Zoo – Uiuiui, Wauwau und Miaumiau, mehr hat die Kleine dazu nicht gesagt. Gut, das sind auch hier 3 Lieblingswörter. Im Streichelzoo ist sie zielstrebig auf die Ziege zu marschiert, hat sie kurz am Rücken gestreichelt und an einem Horn gerüttelt und ist schnurstracks wieder abgezogen. Ich schließe daraus dass Ziegen einfach nicht ihr Ding sind und sie sich 1A zum Stadtkind entwickelt.
Die Chefin hat mich heute geerdet, während ich in den Vorbereitungen für Bau-Teil-2 stecke und mir regelmäßig beim Laufen allerlei Alternativen für allerlei Abschnitte durch den Kopf gehen lasse, konfrontiert sie mich regelmäßig mit der Realität – gut, dann verabschiede ich mich hiermit nun endgültig von meinen elektrischen Schiebeläden, hmmmm – irgendwie ist das auch ganz gut, weil ich jetzt weiterplanen kann und mich nicht länger mit solchen Nebensächlichkeiten aufhalten muss. Wäre ja schlimm wenn der Mai da wäre und ich immer noch über Schiebeläden nachdenken würde, bzw. ob, falls ja welche und überhaupt oder doch lieber Rollos. Also keine Schiebeläden.
Mein Internet
Oh Mann, Kinternet – wie konnte ich das vergessen. Seit der Olli den Kommentar losgelassen hat muss ich über mein Internet nachdenken. Ich glaube ich habe Internet seit 1996, damals war ich noch in der Lehre und ein Geselle hat mir ein internes 14k Modem für voll wenig Geld besorgt, das landete schließlich in meinem Pentium 60. Der Provider der Wahl war im Forchheimer Umland das Bürgernetz FOnline und wenn man abends Glück hatte, dann konnte man sich auch einwählen. Suchmaschinen gab es damals glaube ich noch nicht und Emails waren auch nicht wirklich so das Ding – die einzigen die Email-Adressen hatten waren meine Kollegen und die sah ich ja auf Arbeit, warum sollte man dann auch mailen?! Überhaupt war Internet immer nur so ein 5-Minuten-Ding, weil ich Angst hatte dass mein Vater mir die Telefonleitung ins Zimmer kappt.
Dass sich dieses Internet breitflächig durchsetzt hätte ich so nicht gedacht – zu teuer. Ich überlege mir jetzt schon die ganze Zeit was ich damals für ein Mail-Programm hatte – wahrscheinlich Netscape, der Browser konnte auch Mailen, Webmail gab es damals glaube ich noch nicht. Irgendwann 1998 hatten wir in der BOS in Fach namens Technologie, da habe ich ein Referat über Internet Newsgoups gehalten. Selbst drin in so einer Newsgroup war ich wg. der 5-Minuten-Einsätze nicht wirklich, war aber nicht so wichtig, gab trotzdem einen Einser.
Damals machte ich mir schon Gedanken um eine eigene Homepage. Die Standard-Homepage war eine typisch 3-Frame-Page: oben ein Banner „Herzlich willkommen auf meiner Homepage“, links die Navigationsleiste „Start“, „Hobbies“, „mein Ort“, „Links“, kein Impressum und dann noch die Hauptseite. Ich habe damals regelmäßig an meiner Homepage rum geschraubt, sie aber nie online gestellt, obwohl ich bei FOnline bestimmt 5 MB Speicherplatz hatte.
Den nächsten Schub gab es 2000, ich hatte ein Zimmer im Studentenwohnheim und eines Abends stand der Senor G. auf der Matte und fragte ob ich eine Domain bräuchte. Internet war da schon präsenter, auch für mich weil ich ja ein eigenes Telefon hatte und dann schon ab und zu länger als 5 Minuten rein kam. Nach ca. 3 Flaschen Balaton aus der Tanke war dann „hoadl.net“ geritzt. Zu dieser Zeit hab ich dann auch noch nen Werksstudenten als Admin-Hippi beim Herrn Greil begonnen und dieses Internet und die Server und Unix hatten mich voll in ihren Bann gezogen.
Getoppt wurde die Admin-Sache noch durch die Einführung einer Standleitung im Wohnheim, Vollzeit-Internet – geil! Genau seit dieser Zeit brauche ich kein Kinternet mehr, da kann man das schon mal vergessen.
Pollin AVR Net-IO
Wow, das wäre wieder so ein Projekt: „Ethernet-Platine mit ATMega32 und Netzwerkcontroller ENC28J60. Die Platine verfügt über 8 digitale Ausgänge, 4 digitale und 4 ADC-Eingänge, welche alle über einen Netzwerkanschluss (TCP/IP) abgerufen bzw. geschaltet werden können.“
Vielleicht könnte man sowas in die Unterverteilung einbauen und die Lichter ein/ausschalten, oder die Tür öffnen… da gibt es sogar einen Webserver dafür. Coole Sache!
Man kann sich nicht beschweren.
Man kann sich nicht beschweren. Das war eigentlich ein gutes Wochenende:
- Freitag sind wir aufs Land gefahren, ich hab den DKausOjetztB mal wieder getroffen.
- Samstag waren wir im Wald und abgesehen vom Regen war das auch ganz ok. Mein Schwiegervater sollte solche Wald-Events als Management-Training verkaufen – Powerpoint-Kämpfer wären genau das richtige Zielpublikum für ihn.
- Sonntag mittag habe ich das Update gefahren. Eigentlich war ich nur scharf auf so einen Desktop, nachdem ich dann etwas mit Cairo-Dock herumgespielt hatte, hab ich dann recht schnell wieder mein KDE gestartet. Gnome ist irgendwie Mist, vielleicht bin ich auch zu blöd.
- Sonntag nachmittag haben wir den FSausA in seiner neuen Individualbleibe besucht. Er ist jetzt in die Nordstadt gezogen und hat eine Kneipendichte vor dem Haus von der ich nur träumen kann. Zur Info: in der Nordstadt geht man Samstags nicht einkaufen sondern Wein verköstigen, so ist das in der Nordstadt.
- Sonntag kam dann das Osterhasen-Monster und hat die Kleine nachhaltig verstört. Die Chefin hat da vor ein paar Jahren braunes Vieh aus irgend einem bürstigen Material gekauft und ihn heuer auf die Treppe gestellt. Gestern kam dann die kleine ums Eck gewetzt und ist an dem Teil hängen geblieben und er fiel auf sie. Materialschaden 0 %, Schrecken 200 %, das Kind war bzw. ist nachhaltig verstört und wird dem Vieh in Zukunft sauber aus dem Weg gehen.
Schaut aus wie echtes Bier, liegt in der Hand wie echtes Bier und schmeckt scheiße
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier sagt man. Stimmt auch – ich hätte mir z.B. noch vor 5 Jahren nicht vorstellen können dass ich mal jeden Tag 1 Std. zur Arbeit pendle, mittlerweile merke ich nicht mal mehr. Ich hoffe mal mit dem alkoholfreien Bier ist das genau so. Jetzt schmeckt mir das Gesöff kein Stück, es schaut aus wie echtes Bier, es liegt in der Hand wie echtes Bier und es schmeckt scheiße! Hmm, Jever hat mir am Anfang auch nicht geschmeckt, alles Gewöhnungssache würde ich sagen.
Pro Austria
Heute waren wir im Kino. Ich glaube das war das erste mal seit 2 oder 3 Jahren. Der Knochenmann haben wir uns angeschaut – ein wirklich guter Film, spitzen Unterhaltung. Die Kinotechnik hat sich ja ganz schön weiterentwickelt gute Qualität – scheint jetzt digital zu sein, kein Flimmern mehr. Alles in allem ein gelungener Abend!
Baum fällt
Schon wieder ein Tag rum, es geht krass aufs Wochenende zu. Am Wochenende muss ich zum ersten mal seit 15 Jahren mit in den Wald. 15 Jahre konnte ich mich sauber drum drücken, aber jetzt wo der Kachelofen seit Dezember durchläuft und ich am Holztropf hänge gibt es wenig bis überhaupt keinen Raum für Ausreden. Da führt kein Weg dran vorbei… vielleicht seh ich ja ein Reh.