Bei vielen Leuten ist das Internet wegen seiner Anonymität verpönt. Das ist totaler Quatsch, das Internet ist transparent, ohne Ende! Früher zum Beispiel hat es den Quelle-Katalog gegeben oder den von Neckermann, man hat zwischen den beiden verglichen, sich was rausgesucht, bestellt und gewartet bis es endlich gekommen ist. Es gab bestenfalls ein Garantie dass die Lieferung innerhalb von 14 Tagen bearbeitet wird. Da war man dann abhängig vom Briefkastenleerungszyklus, Postbeamten, … usw.
Heute bestellt man online – nachdem man sich den besten Preis bequem heraussuchen lassen hat – bekommt eine Mail bei Bestellungseingang, eine Mail bei Bestellungsbearbeitung, eine Mail bei Zahlungseingang, eine Mail bei Bearbeitung im Lager und letztlich eine Mail bei Versandt (incl. Code zur Verfolgung beim Paketzusteller).
Den Code gibt man auf der Seite des Paketzustellers ein und sieht dann, dass das Paket eingegangen ist, das Paket auf dem Weg von Versandzentrum A nach Versandzentrum B ist, grade in den Laster verladen wurde und bald angeliefert wird. Besonders spannend ist dass man mehr oder weniger live mit bekommt wenn der Paketzusteller grade vor der Haustür steht – und keiner daheim ist und er das Paket wieder mitnimmt. Und das kannst du von jeden Punkt der Welt aus beobachten! Und weil das Internet so komplett überall ist, kannst du mehr oder weniger zeitgleich noch Mails vom Spielplatz empfangen! Tatsächlich, daheim ist wirklich keiner! Und das geht alles online und du kannst dich 400 km entfernt von daheim in den Arsch beißen. Wie geil ist das denn!?!
Gedankengut
„Bestellung versandt“
„Bestellung versandt“ yeah Baby, yeah Baby, yeah! yeah! yeah! Ups, Ups, Ups, Ups, Ups, Ups, Ups, UUUUPPPPSSSS!
Gruppe Obenauf
Mit etwas Feiertagsroutine muss ich sagen dass mir die Brückentag-Feiertage besser gefallen als die Feiertag-an-den-Sonntag-dran-häng-Feiertage, wie heute zum Beispiel. Bei einem Brückentag-Feiertage ist da nämlich der Brückentag an dem man tendenziell eher etwas mehr machen kann als an einem „zweiten Sonntag“. Vielleicht kommt mir das auch dieses mal nur so vor weil ich den Samstag nicht wirklich genutzt habe – also mit „genutzt“ meine ich jetzt irgendwas an Haus und Garten gerichtet oder meinetwegen das Auto gewaschen oder so. Der Samstag war sogar ein spitzen Samstag, zumindest wenn man auf kulinarische Köstlichkeiten im allgemeinen, und die aus der Fränkischen Schweiz im speziellen, steht. Am Samstag war ich nämlich auf Schnaps-Bier-Proben-Kombination. Hört sich fast so an wie Nordische Kombination, ist aber was komplett anderes.
Es war eigentlich Zufall dass ich da mit durfte, die Schnapsproben bei der Brennerei Haas sind gut ein Jahr in Voraus ausgebucht, vor allem die, wo es danach noch eine Bierprobe gegenüber in der Brauerei Nikl gibt. Abgerundet wurde das ganze noch mit einer geführten Wanderung durch und um Pretzfeld herum und einem spitzen Essen zum Schluss. Meine Mama kommt ja aus Pretzfeld, das heißt ich habe da schon viel Zeit verbracht, aber seit meine Großeltern gestorben sind und wir in N wohnen hat sich das etwas verlaufen. Die Wanderung war für mich deshalb Kopfkino pur, du sieht was und dir kommen grob 548 Erinnerungen in den Kopf geschossen. Spitzen Trip! Wahrscheinlich geht es mir in 20 oder 30 Jahren genauso mit W, hoffentlich gibt es bis dahin eine ähnliche Infrastruktur.
Mein Kind
Heut warn wir in der Nordstadt im Penthouse geladen. Der CPausAjetztN, genauer gesagt seine CPfrüherH servieren bekanntermaßen nur exquisite Getränke und Speisen und – wow – das Kind 1.0 hat das heute voll ausgenutzt und 4 Flaschen Bionade (also nicht den billigen ALDI Plempl , den wir sonst immer haben, sondern das Original) getrunken – und das ohne zu platzen. Super Feier. Alles richtig gemacht.
Es ist wichtig dass man mitreden kann!
Seit ein paar Monaten lese ich wieder die CT. Relativ regelmäßig, aber ohne Abo, zumindest nicht im herkömmlichen Sinn, ich habe nämlich sowas ähnliches wie ein Second-Hand-Abo. Und zwar bringt mir ein Kollege ab und an seine alten mit. Das ist nicht mehr das gleiche wie früher, wo man jeden zweiten Samstag morgen am Briefkasten wartete bis der Briefträger kam, ihm die aktuelleste Ausgabe aus der hand riss und sich dann für mindestens eine Stunde aufs Klo verzog. Aber es verleiht meinem Leben wieder so einem leicht technischen Touch, ich kann wieder mitreden, halbwegs zumindest und mit zeitlichem Versatz. Aber das ist besser als gar nicht. Und morgen bestelle ich mir ein iPad, dann bin ich wieder vorne mit dabei.
Metaphorisch
Gestern haben die beiden Kurzen beim CSU Stand gründe Luftballone bekommen. Grüne! Denen ging nach gut einer Stunde die Luft aus. Die CSU Nürnberg sollte ihre Werbestrategie überdenken, Luftballontechnisch zumindest.
Herrentag 2012
Ich muss meiner Chronistenpflicht nachkommen und unbedingt noch den Herrentag 2012 erwähnen, damit wir in ein paar Jahren wissen wo wir waren, weil bei einem – nicht unwesentlichen – Teil der Wanderung geht es eben genau darum. Heuer waren wir zu dritt und im Forchheimer Kellerwald unterwegs. Start: Papa/Mama Hack, dann kurzer Zwischenstopp bei den H’s, Reuther Keller, Eichhornkeller und Rappenkeller. Selten hatten wir so wenig Stationen, selten haben wir so viele Leute pro Keller getroffen, selten waren wir so brav. Die Herren sind übrigens ab 2012 alle Väter, wahrscheinlich sind wir deshalb so sorgsam mit der, uns zur Verfügung gestellten, Option auf Rausch, umgegangen.
Google Apps
Ich bin hin und her gerissen seit ich auf dieses Google Apps gestoßen bin. Man kann dorthin seine Emails umziehen, nicht als gmail-Adresse, sondern mit seiner eigenen Domain. Das hat den Vorteil dass man sich nicht mehr selbst darum kümmern muss und den Nachteil dass Google das letzte Stück privates Internet auch noch kennt. Hmm, jedenfalls ist das Webinterface von Google Mail mit das beste das ich kenne. Ich bin hin und her gerissen.
VIP-Nacht
Heute hat der TeVi Markt von um die Ecke seine besten Kunden zur VIP-Nacht eingeladen. Als Familientechnikansprechpartner und -einkäufer bin ich im TeVi Markt von um die Ecke Stammkunde, alles was in den letzten Jahren an technischen Gerät im Hack’schen Clan angeschafft wurde, stammt vom Tevi Markt vom um die Ecke. Meine Einladung von daher eine ganz klare Sache.
VIP-Bereich – Champus, Koks, halb nackte Weiber mit dicken Dingern, gewinnbringende Verabredungen, kleine Deals unter Freunden, intellektuellenfreie Zone… Als VIP beim TeVi Markt von um die Ecke wähnte ich mich dem entsprechend einem kleinen elitärem Kreis zugehörend – Fachverkäufer in Anzügen, höchst wahrscheinlich direkt vom Hersteller mit richtig Ahnung, mit Zeit für ein intensives Beratungsgespräch und Hintergrundwissen, ein paar nette Giveaways, kurz: ein netter Konsumabend in entspannter Atmosphäre. Das war der Plan.
Plan und Realität hätten unterschiedlicher leider kaum sein können. VIP scheint beim TeVi Markt von um die Ecke jeder zu sein, der dort mal eine DVD gekauft hat. Mehr Menschen auf einen Fleck habe ich in echt noch nicht gesehen, höchstens in den Nachrichten, damals in der Botschaft in Prag. Ein Luftballon für die Große und einen für den Kleinen, Konsum ultra light, das war mein VIP-Abend beim TeVi Markt von um die Ecke.