Erlebnisgastronomie

Heute sind wir sehr günstig ins `s Baggers gekommen, der Tempel der Erlebnisgastronomie an den Toren Nürnbergs (… ich sollte in die Werbebranche). Witzig ist das schon, wenn das Essen aus der, weiter oben gelegenen, Küche an den Tisch über die Schienen einschwebt, nachdem man vorher alles an einem Touchscreen Monitor samt Kartenleser am Tisch bestellt hat. Die Kinners waren recht fasziniert von der ganzen Technik, zu fasziniert so dass die Nummer dann doch recht schnell ziemlich stressig geworden ist, vor lauter Touchscreen drücken wollen bla bla. Das Essen war ok, der Mehrpreis der Infrastruktur geschuldet. Wer schon mal in einer voll automatisierten Produktion war, wird die Atmosphäre eines Schanzenbräus beim Essen mehr schätzen.

Wo Träume inkrementell wahr werden ++

Dieses blaue Licht, was macht es? ES BLINKT! ES BLINKT!!!! Geil und ohne Kabel, und dieses Internet ist voller geiler Ideen:

Samstag ist Hähnchentag

Heute stand dieses Rezept Pate: Hähnchen in Erdnuss-Soße (aus Kamerun/Afrika). Ich habe getickst und zum Gemüse noch ein Paar ganz fein geschnittene Kartoffeln dazu gegeben, das macht die Soße sämiger, außerdem gab es zu den Paprikastreifen noch ein paar Kirschtomaten. Garniert wurde die Kiste mit ein paar zerhackten Erdnüssen. Beilage kann man sich bei dem ganzen Gemüse sparen. Kind 1 hat ganz schön geschaut, als ich plötzlich Erdnussbutter, also ihre Erdnussbutter um genau zu sein, drunter gemischt habe. Bei den Kinners kam das Rezept nicht gut an, bei der Chefin schon, mir hat es auch super geschmeckt. 2:2 Unentschieden, das ist viel heute schlechter als das Ergebnis vom Club. Dass der Club einfach so unerwartet gewinnt… irgendwie will man das gar nicht so recht glauben, wenn das so weiter geht wird nächstes Jahr tatsächlich international gespielt. Leck mich am Arsch.

Der Selbstversorger in Sachen RSS-Feeds wird sich nicht groß ärgern

In Zeiten wie diesen, da ist man als Selbstversorger ganz vorne mit dabei und scheißt auf die Cloud. Da lagert man Stück für Stück Dienste aus und dann streikt der Dienstleister… Donnerwetter!
Was mich die ganze Zeit schon beschäftigt ist, wie diese ganzen Feedreader Apps den gelesen/ungelesen Abgleich über verschiedene Geräte machen. Im Feed selbst geht das ja nicht. Naja, ich würde alle in eine Datenbank einlesen, jeder eine ID geben und die App dann nicht direkt aus den Feeds sondern aus der DB speisen. Klingt nach einer Idee, kann man ja bei Bedarf mal weiterverfolgen.

Wo Träume inkrementell wahr werden

Typisch inkrementelles Vorgehen: Erst einkaufen, dann ausprobieren, merken dass es nicht funktioniert, Frau zum Umtauschen schicken und parallel bei Amazon Ersatzbestellung lostreten. Wenn ich so konsequent weiterarbeite, dann wird der Raspberry Pi, der eigentlich schon wieder dem Verkauf geweiht war, doch noch zu wirelesslichen Ehren kommen. Eine 8fach Funksteckdose mit SSH-Login und Webinterface, davon träumen nicht nur Informatiker…

Til Willis

Also dieser
Tatort
grade hatte irgendwie was von Stirb
langsam
, da muss man aufpassen damit man den Faden nicht
verliert, und dann noch so viel Blut… Ich mag kein Blut, so viel
zumindest nicht, ich hab lieber eine Leiche am Anfang und dann
akribische Entwicklungsarbeit
Ermittlungsarbeit. Das ist aber Geschmacksache. Das Wochenende war
so ziemlich genau das Gegenteil von entspannend, unentspannend aber
schön. Wir haben eingekauft, angegrillt, ein neues Rad für Kind 1.0
gekauft, Mittagessen am Land gehabt, ich war Laufen und dann gab es
noch ein Minientscheidertreffen heute Nachmittag. Und halt zum
Abschluss noch einen Tatort in Stirb langsam Manier.

Ich freue mich auf deinen harten Schwanz

stoiber
Wie wir am Sonntag bei Frühstück sitzen und in der Zeitung blättern, findet die Chefin diese Anzeige oben und fragt (eher verachtend) was das wohl für Leute sind, die auf so eine Lesung gehen. Eher aus Scheiß hab ich dann gesagt dass ich ja da hin könnte, entsprechende Verstärkung vorausgesetzt, die Veranstaltung könnte meinem Leben ja einen intellektuellen Touch geben. Die Verstärkung habe ich gefunden und uns angemeldet. Es muss an dieser Stelle erwähnt werden dass der Herr Stoiber und ich eher wenig gemeinsam haben, vor allem politisch.
Ich war recht gespannt auf das Ambiente und die Leute und konnte mir eigentlich gar ich vorstellen was uns da erwartet. Am Eingang Security, ein Lift in das Loft mit bester Aussicht über die Stadt (mein Mitstreiter fühlte sich also fast wie daheim), dann Sektempfang, persönliche Begrüßung vom Ex-Nachbar Söder, bunte Mischung aus schwarzer Prominenz, Management von Nürnberger Versicherung und Nürnberger Oberschicht und uns. Der Sekt war gut. Dann kam der Patron Stoiber, kurze Begrüßung, danach nahmen beide vorne in ledernen Sesseln platz und es folgte eine geführte Unterhaltung, wobei Söder nur ganz wenig führte und Stoiber gut zwei Stunden erzählte, ein bunter Mix aus Anekdoten und teilweise nachdenklichen Situationen. Alles anders als ich es erwartet hatte und sehr kurzweilig.
Was ist jetzt mit dem Schwanz? Neben mir sitzt eine Mitze, offensichtlich Teil der Nürnberger Oberschicht, fein gegleitet, mit Stoiber Buch und einem Handy in der Hand und recht interessiert, auf den ersten Blick zumindest. Und SMSend. Damit ich was sehe muss ich mit dem Kopf recht weit rüber zu ihr und muss unweigerlich auf ihr Handy schauen, man ist ja nicht nur kulturell sondern auch technisch interessiert. Und das was sie da so schrieb, das hat so überhaupt nicht zu dem gepasst, was um sie herum passierte… netter Kontrast.
Unterm Strich einer der interessantesten Abende seit langem und kostenlos obendrein. Alles richtig gemacht.

WLAN to go

Ohne Witz, das ist seit langen die coolste IT Nachricht: Telekom plant 2,5 Millionen WLAN-Hotspots bis 2016 – also nicht die Anzahl, sondern die Tatsache dass sie dafür das FON-Prizip hernehmen. Das hat so etwas leicht kommunistisches, so was von Gemeinschaft. Irgendwie hört sich das viel zu gut an, da ist bestimmt noch ein Haar in der Suppe, die Telekom macht doch nicht einfach so was gutes. Nein, einfach so geht das sicher nicht, wäre viel zu einfach…