Der Selbstversorger in Sachen RSS-Feeds wird sich nicht groß ärgern

In Zeiten wie diesen, da ist man als Selbstversorger ganz vorne mit dabei und scheißt auf die Cloud. Da lagert man Stück für Stück Dienste aus und dann streikt der Dienstleister… Donnerwetter!
Was mich die ganze Zeit schon beschäftigt ist, wie diese ganzen Feedreader Apps den gelesen/ungelesen Abgleich über verschiedene Geräte machen. Im Feed selbst geht das ja nicht. Naja, ich würde alle in eine Datenbank einlesen, jeder eine ID geben und die App dann nicht direkt aus den Feeds sondern aus der DB speisen. Klingt nach einer Idee, kann man ja bei Bedarf mal weiterverfolgen.

Wo Träume inkrementell wahr werden

Typisch inkrementelles Vorgehen: Erst einkaufen, dann ausprobieren, merken dass es nicht funktioniert, Frau zum Umtauschen schicken und parallel bei Amazon Ersatzbestellung lostreten. Wenn ich so konsequent weiterarbeite, dann wird der Raspberry Pi, der eigentlich schon wieder dem Verkauf geweiht war, doch noch zu wirelesslichen Ehren kommen. Eine 8fach Funksteckdose mit SSH-Login und Webinterface, davon träumen nicht nur Informatiker…

Til Willis

Also dieser
Tatort
grade hatte irgendwie was von Stirb
langsam
, da muss man aufpassen damit man den Faden nicht
verliert, und dann noch so viel Blut… Ich mag kein Blut, so viel
zumindest nicht, ich hab lieber eine Leiche am Anfang und dann
akribische Entwicklungsarbeit
Ermittlungsarbeit. Das ist aber Geschmacksache. Das Wochenende war
so ziemlich genau das Gegenteil von entspannend, unentspannend aber
schön. Wir haben eingekauft, angegrillt, ein neues Rad für Kind 1.0
gekauft, Mittagessen am Land gehabt, ich war Laufen und dann gab es
noch ein Minientscheidertreffen heute Nachmittag. Und halt zum
Abschluss noch einen Tatort in Stirb langsam Manier.

Ich freue mich auf deinen harten Schwanz

stoiber
Wie wir am Sonntag bei Frühstück sitzen und in der Zeitung blättern, findet die Chefin diese Anzeige oben und fragt (eher verachtend) was das wohl für Leute sind, die auf so eine Lesung gehen. Eher aus Scheiß hab ich dann gesagt dass ich ja da hin könnte, entsprechende Verstärkung vorausgesetzt, die Veranstaltung könnte meinem Leben ja einen intellektuellen Touch geben. Die Verstärkung habe ich gefunden und uns angemeldet. Es muss an dieser Stelle erwähnt werden dass der Herr Stoiber und ich eher wenig gemeinsam haben, vor allem politisch.
Ich war recht gespannt auf das Ambiente und die Leute und konnte mir eigentlich gar ich vorstellen was uns da erwartet. Am Eingang Security, ein Lift in das Loft mit bester Aussicht über die Stadt (mein Mitstreiter fühlte sich also fast wie daheim), dann Sektempfang, persönliche Begrüßung vom Ex-Nachbar Söder, bunte Mischung aus schwarzer Prominenz, Management von Nürnberger Versicherung und Nürnberger Oberschicht und uns. Der Sekt war gut. Dann kam der Patron Stoiber, kurze Begrüßung, danach nahmen beide vorne in ledernen Sesseln platz und es folgte eine geführte Unterhaltung, wobei Söder nur ganz wenig führte und Stoiber gut zwei Stunden erzählte, ein bunter Mix aus Anekdoten und teilweise nachdenklichen Situationen. Alles anders als ich es erwartet hatte und sehr kurzweilig.
Was ist jetzt mit dem Schwanz? Neben mir sitzt eine Mitze, offensichtlich Teil der Nürnberger Oberschicht, fein gegleitet, mit Stoiber Buch und einem Handy in der Hand und recht interessiert, auf den ersten Blick zumindest. Und SMSend. Damit ich was sehe muss ich mit dem Kopf recht weit rüber zu ihr und muss unweigerlich auf ihr Handy schauen, man ist ja nicht nur kulturell sondern auch technisch interessiert. Und das was sie da so schrieb, das hat so überhaupt nicht zu dem gepasst, was um sie herum passierte… netter Kontrast.
Unterm Strich einer der interessantesten Abende seit langem und kostenlos obendrein. Alles richtig gemacht.

WLAN to go

Ohne Witz, das ist seit langen die coolste IT Nachricht: Telekom plant 2,5 Millionen WLAN-Hotspots bis 2016 – also nicht die Anzahl, sondern die Tatsache dass sie dafür das FON-Prizip hernehmen. Das hat so etwas leicht kommunistisches, so was von Gemeinschaft. Irgendwie hört sich das viel zu gut an, da ist bestimmt noch ein Haar in der Suppe, die Telekom macht doch nicht einfach so was gutes. Nein, einfach so geht das sicher nicht, wäre viel zu einfach…

Die fiese Freitagabendbeschäftigung

Grade habe ich uns für kommenden Freitag angemeldet. Es war nur eine kleine unscheinbare Anzeige in der Zeitung, aber ich verspreche mir viel. Sehr viel. Die Lesung im Artefakt neulich war dagegen Kinderkacke, Freitag kommt Nürnberg seinem kulturellen Anspruch nach und wir hoffentlich mit rein.

Samstag ist Hähnchentag

Zugegebenermaßen passt die Überschrift nicht zu Kaffee, Milchschaum und Regenbogenforelle, dafür aber zum Tag! Aber der Reihe nach. Am Geburtstag der Chefin ist unser Milchaufschäumer kaputt gegangen. Unser Milchaufschäumer war eigentlich gar kein Aufschäumer, sondern eine Pressstempelkanne zum Kaffeemachen, um genau zu sein. Seit Kind 1 da ist haben wir die Glaskanne von dem Teil gefühlt 10 mal ausgetauscht, man kann sich da das Leben einfach machen und einfach teuren Ersatz von Bodom kaufen oder man ist geizig und verkompliziert damit die Ersatzbeschaffung. Ich bin geizig was das angeht. Nach länglicher Recherche, war ich kurz davor eine Aerolatte Compact anzuschaffen, langzeitstabil und zeitlos im Design, aber irgendwie nicht familienkompatibel und mit Kabel. Schlussendlich bin ich bei einer Bialetti Tuttocrema gelandet, die Kanne ist aus Metall, die Wahrscheinlich dass sie die kaputt kriegen minimal. Vom Ergebnis bin ich begeistert. Diese Anschaffung und das Wetter haben dazu geführt dass wir einen auf Dolce Vita gemacht und den Rest des Nachmittags am Balkon verbracht haben. Frühlingsgefühle! (Ja, ja, früher wäre man froh gewesen wenn man überhaupt Kaffee bekommen hätte und wenn dann überhaupt nur sonntags und samstags hat man gearbeitet, ich weis.)
Zum Thema Hähnchen folgendes: im Winter gibt es beim Aldi keine Doraden. Bei Rewe auch nicht, aber zumindest Regenbogenforellen. Die Kinder unterscheiden da noch nicht großartig. Diesesmal wir ich nicht so blöd und hab nur 3 gemacht, sondern 4. Von den Kurzen hat jeder einen kompletten Fisch verdrückt. (Gearbeitet wurde tatsächlich zwischendurch auch noch was, das tut hier aber nichts zur Sache.)

Diametral auseinander bewegt

Heute morgen habe ich am Flughafen unsern Landesvater getroffen, er hatte nicht viel Zeit, war unterwegs zum Papst nach Rom, ich musste in die andere Richtung ins Mitteldeutsche Niemandsland. Wir hatten also für einen kurzen Moment gleiche Startvoraussetzungen, mehr nicht.

Iglu ++

So konstruktiv – im wörtlichsten Sinn – wie heute war ich schon lange nicht mehr! Und das bei gut 30 cm Neuschnee, gefühlt – gemessen wahrscheinlich noch mehr. Ohne Witz, ich glaube tatsächlich dass ich noch nicht erlebt habe, dass es von einem auf den anderen Tag so viel Schnee geben kann. Höchstwahrscheinlich war das die Rache der Schneeelfenschwester von Tinkerbell (die Schneeelfen werden ja wie ihre Elfenschwestern aus dem gleichen Lachen geboren, hat mir Kind 1 heute erzählt). Jedenfalls haben wir heute nachmittag ein Iglu gebaut, ach was sage ich Iglu einen Eispalast haben wir errichtet! Für die Ewigkeit, zumindest aus Perspektive einer Eintagsfliege. Jetzt sind alle Mann KO, Ziel erreicht.