Kind 1 ist Fan von „Das Geheime Gongland“, das sind kurze – manchmal mysteriöse – Geschichten aus Nürnberg und Umgebung, die regelmäßig auf Radio Gong kommen (dem Sender von der Chefin, das muss an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt werden). Heute morgen kam was über die Hesperidengärten in St. Johannis. Also habe ich mir überlegt, dass ich mit den Kurzen einen Ausflug nach St. Johannis machen könnte, da gibt es ja auch noch den Johannisfriedhof, zusammen genug Input für einen Freitag Nachmittag. Wir sind mit dem Bus gefahren, Kind 1 hatte noch den Roller, Kind 2 das Dreirad am Start. Vom Westfriedhof aus sind wir zum Johannisfriedhof marschiert.
Der Friedhof ist schon sehenswert, voller Prachtgräber, alt und „geheimnisvoll“, genau das Ding vom Kind 1. Wir also mit Dreirad und Roller durch die Gräberreihen voller Staturen, Engel und Blumen, bis zu den Gruften, das war aber dann doch zu unheimlich… Danach sind wir in die Hesperidengärten und da ist dann der Kleine dann abgegangen wie ein Schnitzel wg. der ganzen Brunnen und der Kiesel auf dem Weg. Nach einer kleine Pause sind über die Hallerwiese in die Stadt und mit der U-Bahn wieder heim. Daheim habe ich sie noch mit Crepes *) abgefüllt, in die Badewanne gesetzt und ins Bett gesteckt. Für heue reicht es.
*) „Crepes“ unterscheiden sich von normalen „Pfannkuchen“ dadurch dass man noch etwas Mineralwasser **) mit in den Teig gibt, damit er schön dünn ist, dadurch werden dann auch die Pfannkuchen dünner. Das ist meine Theorie, kann sein dass man in Frankreich dafür gelyncht wird, das ist mir im Geheimen Gongland aber recht egal.
**) Könnte mir vorstellen dass man in Wettelsheim Zitronenlimo dafür hernimmt, das ist aber nur eine Vermutung.
Gedankengut
Als allein erziehender Vater muss man sich optimieren
Als das „Also dann“ unsere Trennung besiegelt hatte und ich mit dem Kleinen im Arm wieder im Haus war, war das erste was ich gemacht habe, eine Wlan IP Camera zu bestellen. Expressversand. Man kann ja nicht immer überall sein, man hat aber fast immer ein Handy dabei, ist das Kalkül. Dann habe ich geschaut wo es bei uns im Eck Fahrradläden gibt. Die Apple Maps haben einen in 300 m Entfernung angezeigt und Google einen in 500 m. Zweimal nix, dann bin ich dahin gefahren wo ich wusste dass einer ist, und zwar in Schweinau (für Leute von außerhalb, das ist da wo angeblich die Metzgerei Boggnsagg ist. Ist sie zwar nicht, dafür ist dort aber ein nicht in den Karten von Google und Apple verzeichneter Fahrradladen) Tschapeng.
Wie ich mit dem Kleinen im Kindersitz und im ersten Gang Richtung Schweinau radle, habe ich kurz überlegt ob ich die Gangschaltung von ihrem Rad tatsächlich reparieren lassen soll. Der erste Gang entschleunigt doch ungemein und er schärft den Blick für die Umgebung, für die Höfe von den Häusern an denen man sonst vorbei rast, für Gärten, für hässliche Häuser, für schöne Häuser, für Scheißhäuser und Läden, in groß und klein und für geschlossene. Unterm Strich nervt es aber doch ungemein nicht schalten zu können, dem Sinn für die Hood hin oder her. Ob Sie auch gegangen wäre wenn ich die Schaltung schon früher reparieren lassen hätte, kann ich nicht sagen, genauso wenig wie ob sie eher wieder kommt wenn sie repariert ist.
Morgen wird härter weil Kind 1 schon Mittags aus dem Kindergarten kommt. Mir ist noch kein guter Plan für den Nachmittag eingefallen. Aber vielleicht ist ja dann schon die Wlan Camera da und wir spielen kindgerechte Stasi-Methodik oder so…
Erziehungssache
Soll mir bloß keiner vorwerfen ich nähme meinen Erziehungsauftrag nicht ernst:
- Gestern Abend war Blaßmusik Abend, auf dem Programm standen böhmische Polkas: Böhmischer Traum, Sakvicka, Pfeffer und Salz, Südböhmische Polka, Auf der Vogelwiese, … eine kompakte Einführung. Die Kinners sind abgegangen wie Sau. Kann ich definitiv mal wieder bringen.
- Heute Mittag war Demo Mittag, bin mit Kind 1 in die Stadt zum Gewerkschaftshaus gefahren, da war große Kundgebung mit Musik, Kinderbespaßung und Luftballonen. Heimwärts sind wir zur Linken-Demo in Gostenhof. Wir waren zu früh und konnten sogar noch ein paar Meter mitlaufen. Das rosa Outfit vom Kind hat ganz schön rausgestochen. Sicher ist, das Kind weiß jetzt was Rauchbomben sind und dass eine rosa Strähne im Haar noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist.
Canon MG5350

Es ist ein Canon MG5350 geworden. Nicht weil er irgendwas besser kann als der geplante MG5450, sondern weil er beim TeVi Markt von um die Ecke da und gut 30 € billiger als der MG5450 war und ungefähr so ausschaut wie der alte. (Und die Chefin heute unbedingt ihre Tickets ausdrucken wollte.) Von den 5 Jahren Garantie, die der TeVi Markt von um die Ecke bietet will ich gar nicht reden, weil ich die Rechnung in 5 Jahren eh nicht mehr finde.
Die Inbetriebnahme war top! Die Integration ins WLAN dank WPA-Taste schon fast ein Witz und Hexhex findet ihn schon der Mac und dann kann man plötzlich scannen und kopieren über Luftschnittstelle. Fast schon zu einfach. Die gescannten Bilder werden einfach im lokalen Bilder-Verzeichnis abgelegt, fertig. Das einzige was nicht geht, ist so etwas wie „Scan to me“, also dass man den Scan als Mail bekommt, man kann ihn leider „nur“ auf USB oder Smart-Card ablegen oder eben hält an einen lokal angeschlossen PC senden. Das ist Jammern auf hohen Niveau. Für etwas mehr als 100 € ist das ein spitzen Gerät – und das sogar in Klavierlack Optik!
[Update] man kann die gescannten Bilder auf einer Smart-Card speichern und die ist dann im Netzwerk als NAS verfügbar. I am beghosted.
Gelernt
- Die Anordnung von den Pflanzen in einer Kräuterspirale erfolgt nicht willkürlich, da gibt es ein Konzept, das findet man auch im Internet. Mir hat es der Flo gesagt.
- In Pups in England gibt man kein Trinkgeld.
- Einen Dachsparrenhalter kann man auch von außen montieren, das vereinfacht die Sache enorm.
- Spontane Planänderung sind top!
Samstag ist Hähnchentag
Das Hähnchen gestern war kein Hähnchen sondern ein Fisch und zwar Dorade Royal, hat sich Kind 1 gewünscht. Dieses mal haben wir die Viecher gebraten, vorher schön gesalzen und gepfeffert, mit Zitrone und Rosmarin gefüllt und dann in Mehl gewendet (was für die Kids definitiv das Highlight war).
Den Club und mich verbindet grade eine Serie: der Club loost Woche für Woche sauber ab und ich verputze Woche für Woche das Zimmer im Dach. Im Dreck verbunden oder so. Bei mir war diese Woche Endpunkt im Spitzboden, beim Club hoffentlich in Hoffenheim. Wenn das mit uns also so weiter geht, dann schaut es am Samstag schlecht aus für Leverkusen, so meine Theorie.
Heute waren wir mit dem Hackn-Clan zum Brunch im Mühlenhof in Reuth. Es war nix extravagantes und die Location ist es auch nicht, aber das war glaube ich das gute daran und deshalb war das dann alles zusammen richtig gut.
Emm ja und übrigens, wg. der Sache „Hack soll Root-Zugang zu Google Glass öffnen„, das hatte ich so nicht geplant, aber wenn es sein muss und man davon reich wird, dann gerne.
Open Home Control
Der Techniker wird sich freuen, aber das ist genau die Art von Heimautomatisierung, die bei Frauen ungefähr 0,0 % ankommt. Da ist Ärger vorprogrammiert, Perl Server hin oder her oder eben genau drum. Und „endanwendertauglich“ schaut für mich auch irgendwie anders aus.
Ganz scharfes Scharf
Mittags gehöre ich, wie schon beschrieben zur Döner-Fraktion. Eintönig ist das nicht, es gibt nämlich authentische türkische Ausgeber, Aushilfs-Pizzabäcker-Döner-Ausgeber, die fette Deutsche, die es gut meint und einen Löffel mehr Fleisch drauf haut, und noch etliche andere. Der Döner variiert von „mit wenig Fleisch“ bis „boa, die will dass ich platze“ und auch die Soßen werden jeden Tag individuell mit Basilikum (!) garniert (wg. der Nähe zur Pizzaausgabe).

Was relativ konstant ist, ist das rote Scharf, das nicht scharf ist. Höchstwahrscheinlich wurden mehrere Tonnen vor mehreren Jahren einkauft und die haben mittlerweile die Schärfe verloren. Das ist auch den Fachkräften von der Dönerausgabe aufgefallen und man hat reagiert. Nein, nicht indem man einfach scharfes rotes Scharf hinstellt, ein sondern indem man eine zusätzliche Pesto-ähnliche Pampe anbietet. Die Pesto-ähnliche Pampe hatte bis gestern eines mit dem roten Scharf gemeinsam und zwar die Schärfe, die ihr abging. Bis heute. Heute war die Pesto-ähnliche Pampe scharf wie Sau, also mehr als sauscharf. Die war so scharf, das ich nach dem Essen keinen Kaffee trinken konnte sondern Kaba gebraucht habe. Da muss ich morgen aufpassen, weil mein Magen ja eh schon etwas angeschlagen ist…
Doppelleben
Der Tatort gestern war mal wieder ein guter. Guter Spannungsbogen, ein Toter am Anfang, Happy End, alles was man sich wünscht. Nur die Rahmenhandlung war etwas, naja wie soll ich sagen, unrealistisch. Welcher Kerl hält sich denn zwei Familien parallel – gut, zwei Frauen gleichzeitig soll es ja öfters geben, aber zwei komplette Familien – und das noch ohne dass sie etwas voneinander mitbekommen. Sau blöd!
Der Club ist ein Depp
Der Club is ein Depp! Meine Fresse, der Club ist ein Depp! Diese Nullnummer war ungefähr genauso wie mein Tag. Gestern wurde ich für 25 jährige Mitgliedschaft im Musikverein geehrt. Das war ein schöner Abend. Aber zu viel Bier, das kann man drehen und wenden wie man will. Vielleicht trinke ich einfach zu viel Tee und mein Magen kann mit zu viel Bier nicht mehr umgehen, vielleicht ist es auch das Alter, oder ich bin einfach nicht mehr im Training, jedenfalls habe ich heute furchtbar gelitten. Unabhängig davon: Der Club ist ein Depp!