Nicht der beste Tag

Regen, Firmenausweis verloren, Regen, Blase gelaufen, Regen, Flasche in der Tasche ausgelaufen, Regen. Ein lokales Minimum. Und: im Nürnberger Westen wütet derzeit ein Großbrand in einer großen Halle. Und: die Nachbarn, von zwei Häuser weiter, werfen nachts in der Dunkelheit heimlich Werbung von den Linken in den Briefkasten. Abgründe tuen sich auf.

So viel zum Thema Kachelofenwerbung

Heute ist mir eine Kachelofenzeitschrift in die Finger gekommen, ca. 200 Seiten voller Kachel-, Kamin- und Schwedenöfen. Schöne, hässliche, große, kleine, mit Fliesen oder aus Guss. Die Öfen sind für die Abbildung in der Zeitschrift blitzeblank, die Umgebung des Ofens sauberst und dann steht da auch immer noch ein Korb mit Holz, oder am Rand vom Ofen ist eine Nische in die schön sauber Scheite geschlichtet sind, alles optisch top!
In echt ist das mit der Holzaufbewahrung aber nur die halbe Miete, man braucht nämlich noch eine Schachtel mit Anzünder, kleineres Anzündholz und einen Lappen um die Asche weg zu wischen oder das Glas zu reinigen. Und das fehlt auf den Bilder, der Kleinkram lässt sich nämlich nicht schön hin drapieren, sondern schaut immer scheiße aus. Und wer bitteschön holt sich denn einen Korb voll Holz ins Haus, schlichtet es in eine Nische um es von dort wieder in den Ofen zu stecken? Ok, aber die Bunnies, die sich vor den Öfen räkeln, meist auf einem Teppich oder so, sind dafür top, da kann man nichts aussetzen, und wo die ihr Anzündholz verstecken ist da tatsächlich nebensächlich, auf den ersten Blick zumindest.

Balkonzelten != Balkanzelten

Wie sie heute Nachmittag im Wetterbericht gesagt haben, dass das heute der letzte schöne Sommerabend wird, war klar was ansteht, nämlich eine Nacht im Zelt mit Kind 1 auf dem Balkon, versprochen ist versprochen und muss gehalten werden… Eigentlich war der Plan ein bisserl aufm Sofa zu gammeln und dann mal wieder mehr als 4,5 Stunden zu schlafen. Jetzt ist endlich Ruhe, sie ist vor lauter Sternschnuppen suchen eingeschlafen, liegt im Zelt auf ihrer Matratze, umgeben von einer Herde Kuscheltieren und ratzt. An eine weitere Runde Hack vs. EasyVDR ist nicht zu denken.

Arbeiten, Familie, optimieren.

Die Woche verläuft gleichmäßig: lange aufbleiben und den VDR optimieren, morgens überprüfen ob die Optimierung gegriffen hat, etwas zu spät aus dem Haus und verschwitzt in den Zug. Arbeiten, Familie, optimieren. Arbeiten, Familie, optimieren. Vielleicht doch neu installieren? Arbeiten, Familie, neu installieren, optimieren. Arbeiten, Familie, optimieren. Jetzt geht es ums Prinzip und ich bin müde.

Festplattenflüsterer

Dass es demnächst passiert ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Vorboten stimmen in sanfen Töööööööööt und gelegentlichem Blob auf das finale Krch ein.
Nichtsdestotrotz geht das Leben weiter und man könnte sich in naher Zukunft mal wieder mit einem kleinen HW-Projekt beschäftigen, als Vorbereitung quasi auf die nächste Wanderung im Fränkischen Hinterland, und zwar mit einem DIY Portable USB Solar Charger ($20 – 4 Ports), wie geil ist das denn!

Frau Z

Die kleine Schwester hat es krachen lassen und seit Donnerstag einen Hochzeitsmarathon hingelegt, volles Programm: Polterabend am Donnerstag, Aufräumen am Freitag, kirchliche Hochzeit Samstag Vormittag und dann eine Feier in der Fränkischen bis in die Puppen. Da kann man als großer Bruder nur stolz sein.

IN Velo

Eine Baustelle zwischen Arbeit und Bahnhof kann einem als Busfahrer den Feierabend schon ganz schön versauen. Man sitzt im Bus schaut wie ein Fisch aus dem Aquarium in die Welt, blickt ab und zu verschwitzt auf die Uhr und ärgert sich bei jeder Ampelphase dass es nur 2 Wagenlängen weitergeht. 5 Min vor planmäßiger Abfahrt des Anschlusszugs im Bahnhof versucht man sich noch im positiv Denken, zur Abfahrtszeit hofft man auf, die für die Bahn typischen, 5 Min Verspätung, sind diese auch abgelaufen, und man befindet sich immer noch in sicheren Abstand zum Bahnhof, würde man am liebsten explodieren, spielt Filmszenen aus Falling Down durch. Man ist dem Stau um eine miserable herum Baustelle ausgeliefert, kann sich nicht wehren und noch nicht einmal auf die Bahn schimpfen. Bei der Ankunft am Bahnhof ist der Bahnsteig wie erwartet leer gefegt und Vorahnung wird Gewissheit: eine Stunde warten auf den nächsten Zug, der Abend ist gelaufen, da hilft die beste literarische und musikalische Unterhaltung auch nicht weiter. Der Abend ist gelaufen!
Was tun? Ein Amoklauf ist sicherlich in Anbetracht der Umstände eine denkbare Alternative, zieht allerdings unschöne Seiteneffekte mit sich. Ähnlich verhält es sich mit dem Einsatz eines Panzers, bei dem vor allem die Unterhaltskosten ein unkalkulierbares Risiko darstellen. Bleibt eigentlich nur noch der partisanenartige Einsatz eines Zweirads. Und genau aus diesem Grund ist eine Stadt im Oberbayerischen Grenzland zu Mittelfranken seit heut morgen 6:52 Uhr um ein Rad reicher und sein Fahrer war sich heute um 17:17 Uhr sicher, dass es die richtige Entscheidung war als er im Stau am Bus vorbei geradelt ist. Heute ein König.

SAT>IP wird kommen

Vor gut einem Monat wurden die Sat-Kabel verlegt und der Trockenbau im Dach gemacht. Ich habe hin und her überlegt wo Sat-Kabel gebraucht werden und wo nicht und eben halt auch ob am Schreibtisch oben unterm Dach. Von einer Verkabelung des Schreibtischs wurde auf Grund einer internen Zeit-Kosten-Abschätzung abgesehen. Aus heutiger Sicht eine Fehlentscheidung, jedes andere Zimmer könnte halbwegs stressfrei nachverkabelt werden, aber der Schreibtisch oben eher nicht. Blöd. Unabhängig davon, SAT>IP (meint Sat over IP) wird the next big thing, definitiv.

Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland, em eigenen Haus meine ich

Es gibt Arbeiten um die sich niemand reißt, die aber gemacht werden müssen. Arbeiten, für die man schon nichts als Gepfrober erntet, wenn man sie plant und wenn man dann fertig ist noch eine obendrein obendrauf bekommt. Bei so einer Arbeit ist es am besten sie durchzuführen wenn die Pfroberquelle nicht präsent ist, so dass man nur noch die Endabrechnung weiterverarbeiten muss. Genau so eine Arbeit wurde soeben durchgeführt und wird um ca. 16:30 Uhr von der Chefin, die sich jetzt noch Traumland befindet, entdeckt. Heute wird sie vom Ergebnis noch nicht begeistert sein, aber in 3 bis 4 Wochen, wenn sich das Auge daran gewöhnt hat, wird sie sagen dass man es eigentlich schon viel früher hätte machen sollen. Bis dahin heißt es durchhalten, zum Wohl der Familie.