Karfreitag ist traditionell der Tag an dem sich junge Menschen in der Fränkischen Schweiz zu Protestgrill-Veranstaltungen versammeln. Protestgrillen hat grundsätzlich Ähnlichkeit mit normalem Grillen allerdings sind die Batzen Fleisch die gegrillt werden, viel größer und teurer. Es gilt Zeichen zu setzen.
Jetzt wurde gestern bei der Chefin angefragt ob wir dieser so schönen Tradition denn nicht heuer auch nachgehen wollen – eigentlich war es gar keine richtige Frage sondern eher ein beiläufiges absetzen der Grobplanung für den Freitag. Lang schlafen, Kaffee trinken, laufen, grillen. Feiertage feiern.
Die Antwort war der Chefin kam prompt und war Nein! Nun gibt es ja Neins, die eher als Einstieg in eine ergebnisoffene Diskussion zu werten sind und es gibt absolute Neins, Neins die so neinig sind, dass man als Frager genau weiß dass eine Diskussion alles andere als ergebnisoffen wäre. Das Nein gestern war zweiteres. In beiden Fällen lohnt es sich allerdings den Grund des Neins zu erfragen und der war dann doch auch für den Teilzeiterzieher unter den Erziehungsberechtigten verständlich:
Wir müssen den Kindern vorleben was ein Fast- und Abstinenztag ist. Wenn sie dann alt genug sind, können sie selbst entscheiden ob sie fasten wollen oder doch eher grillen. Und weil sie noch nicht alt genug sind, wird erzogen und nicht gegrillt. Ganz einfach. Der Plan wurde also kurzfristig verworfen, dafür wird geräuchert, Fisch ist ja bekanntlich das Gegenteil von Fleisch und räuchern das von grillen.
Gedankengut
Du bist der Club! Auch schon für die Kleinen.

Der Bildungsauftrag hat uns heute in den Familienblock ins Stadion geführt. Da hatte das Kind 1 praktisch den besten Einstand den man sich wünschen kann, gerade noch zum Spielstart ins Stadion geschafft, ein volles Haus, ein voller Block, Rückstand, Schiedsrichterfehlentscheidungen, einen kämpferischen Club, der ausgleicht, in Führung geht und in der Verlängerung einen Frontalangriff hinlegt und den Tabellenführer platt macht. Schöner Sonntag, das Kind 1 hat Blut geleckt.
Das ist der Deal
Die Kids haben heute morgen so etwas wie eine Fernseh-Flatrate. Sie dürfen gucken was sie wollen, bis ungefähr 13:00 Uhr, genauer gesagt bis die Chefin aufsteht, die hatte nämlich Nachtdienst.
Was auf den ersten Blick wie ein ganz banales Verräumen der Kids mit primitivsten Mitteln ausschaut, entpuppt sich auf den zweiten Blick als komplexes Problem, weil die Zwei unterschiedliche Sachen schauen wollen und diese Tatsache enthält Konfliktpotential, enormes Konfliktpotential, was wiederum zu einem erhöhten Lautstärkepegel führen könnte.
Jetzt zum erzieherischen Teil, nämlich der klaren Leitplanke: Freunde, ihr könnt schauen was ihr wollt, aber wenn ihr euch streitet oder es aus sonst irgendeinen Grund zu laut wird, geht es ab in den Garten – und zwar bis die Mama wach ist. Jetzt diskutieren sie fleißig, die Große erklärt dem Kleinen was „5 Minuten“ bedeutet und was ein „Deal“ ist.
Wer jetzt denkt dass das verantwortungslos ist, dem sei gesagt dass beide gerade lernen was es bedeutet Kompromisse einzugehen um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. OK, das Fallbeispiel „Glotzen bis zum Umfallen“ ist vielleicht nicht optimal gewählt, allerdings lernt man am lebenden Objekt ja bekanntlich am besten. Es handelt sich somit also um eine Lektion im realitätsnahem Erlernen der Führungstechnik „Management by Results“ im Vor-/Grundschulalter.
Ich sage ja zum eigenen EDEKA!
Wer heute quer im 3. gesehen hat, der kennt jetzt nur die Hälfte der Geschichte. Ein Stück mehr gibt es hier bei infranken.de. Wir sind Fernsehn – und bald EDEKA.
Gott statt Schrott

Der Weg zum Bahnhof derzeit ist mit Plakaten von Bibel.TV zu geplastert. Und jedesmal wenn ich dran vorbei fahre muss ich an die „Organansprechung aus dem Geiste Gottes“ denken und grinsen. Es ist mir nach wie vor rätselhaft warum ich beim Zappen immer wieder bei Bibel.TV hängen bleibe, höchst wahrscheinlich weil ich früher so gerne Wayen’s World gesehen habe. Diese gnadenlose Unprofessionalität ist phänomenal – aber höchstwahrscheinlich sogar gewollt.
Der Gnadenhof der Altrechner
Man kommt sich vor wie auf einem Gnadenhof für Altrechner. Realistisch gesehen hätte ein Großteil davon schon vor 5 Jahren eine Reise nach Afrika antreten müssen aber wie tönt es derzeit aus dem Radio „Das Herz sagt bleib, der Kopf schreit geh“:
- Powerbook 12″ von 2003, leicht demoliert aber funktionsfähig und trotzdem zu nichts zu gebrauchen
- iBook 12″ von 2004, formschön, funktionsfähig, aber langsam
- Powerbook 15″ von 2004, leicht demoliert aber funktionsfähig, mit defektem Akku
- Lenovo Thinkpad W500, vollfunktionsfähig
- MacBook 13″ von 2006 (das erste mit Intelprozessor) stark abgenutzt, aber voll funktionsfähig
Die ersten 3 wurden jetzt in die Werkstatt verfrachtet und dort eingemottet, irgendwann kann man sie bestimmt mal zu Lehrzwecken wiederverwenden, Nummer 4 ist auch in der Werkstatt, dient dort aber als Radio-Ersatz (Stichwort Werkstatt 2020) und Nummer 5 gehört jetzt Kind 1. Es fühlt sich insgesamt ordentlicher an.
Der Seh-Flash

Für Brillenträger. Gerade hat man mir 100 % Sehkraft bescheinigt, an und für sich nichts besonderes wäre da nicht die Tatsache dass da keine Brille im Spiel war. 100 % Sehkraft einen Tag nach der OP ist verdammt gut sagt die Augenärztin.
Das erste Hochgefühl gab es gestern direkt nach der OP als die Ärztin ihr Werk kontrollierte und ich an ihr vorbei im Operationssaal ein Bild an der Wand klar erkennen konnte. Die OP selbst dauert keine 5 Min pro Auge, das reicht auch weil sie nicht gerade angenehm ist. Man könnte sie sogar als unangenehm bezeichnen.
Die ersten zwei Stunden nach der OP brennen die Augen etwas, da lässt man sie besser zu und hört Phish. Dann gibt es zum ersten mal Tropfen und die Lage entspannt sich. Danach hört man nochmal 3 Stunden Phish (alternativ geht natürlich auch Bayern2) und dann darf man auch schon die Glupschaugenpflaster ab machen und es folgt der erste Seh-Flash. Ein absoluter Seh-Flash und man fängt sofort an sich zu ärgern dass man die Sache nicht schon früher durch gezogen hat. Realistisch betrachtet wäre das aber nicht gegangen, noch realistischer betrachtet jetzt eigentlich auch nicht. Aber zum 40er ist das OK, sagt zumindest die Chefin. Ich bin immer noch geflasht, gesehflasht.
Dann komm mal KW10
Die KW10 könnte man ansatzweise als nachhaltig bezeichnen. Jetzt kommt so eine Woche ja nicht überraschend, zumindest nicht wenn man sich mit Outlook auskennt, damit man sich aber nicht ständig damit beschäftigen muss gibt es eine super Strategie, man lenkt sich ab!
Wenn man universell einsetzbar ist, dann gibt es ja einiges zum Ablenken: Router check, Laptop check, Wochenende mit der Chefin check, Club check und Hochbett vom Kind 2 teil-check. Check, check, check und noch ein Tatort hinterher. Ab morgen Früh gibt es dann partiell angespannten Hack in einem kunterbunten Potpourri lokaler Höhepunkte Extrempunkte.
Du bist der Club! Und der Schiri höchst wahrscheinlich Fürther…

Wenn der Club so spielt wie gestern, dann sind Tage wie heute nur mit Aspirin zu ertragen. Hoffentlich hat derjenige der Aspirin erfunden hat einen Nobelpreis bekommen. Ein Krimi war das vielleicht, zumindest die letzte Viertelstunde, und kalt war es auch.
Fritzbox 7490, das Happy End

Diese Zeilen werden mit höchstem Glücksgefühl verfasst. Fast 3 Monate wurde gewartet, jeden Tag die Preise auf mydealz.de gecheckt und die Prospekte auf kaufda.de gewälzt, wirklich jeden Tag. Und die Chefin wurde mit jedem Tag genervter. Dann eröffnet Conrad – quasi in der Nachbarschaft – neu und wirft sie einen praktisch hinterher, zumindest frischgebackenen Conrad-Kundenkarten-Inhabern! Ein Happy End mit WLAN AC.