18 Jahre – Türkishochzeit

Das Geschenk, das sich die Chefin selbst zum Hochzeitstag gemacht hat, war eine Karte für Robbie Williams. Das Geschenk, das ich ihr zum Hochzeitstag gemacht habe, war dass ich sie und ihre Aperol-Gang nach München zu dem Konzert gefahren habe. Diese Geschenkesituation ist bei genauen hinschauen eine Win-Win-Situation: Wir haben etwas gemeinsames gemacht (Autofahrt), Sie hatte Spaß mit ihren Mädels, ich hatte die Gelegenheit für eine München-Klappradtour.

Dieses Klapprad war so eine gute Anschaffung, Wow! Meine Kollegin hat mir einen Parkplatzgeheimtipp in Stadionnähe gegeben, von dort aus habe ich erst mal das Olympiagelände abgefahren, dann ging es weiter Richtung Schwabing und in die Innenstadt. Glücklicherweise hat es nur zweimal kurz geregnet. Die Regenpausen habe ich im Café Kosmos und im Löwenbräukeller verbracht. Das Café stand tatsächlich auf meinen Plan, in den Löwenbräukeller hat mich der Regen quasi getrieben. Als die Sonne unterging bin ich dann zum Olympiaberg gefahren und habe von dort oben ein bisschen Konzert geschaut. Weil es mich echt 0,0 interessieret hat , habe ich mir noch das Olympiadorf angeschaut und bin zurück zum Auto. Bis zur Ankunft der euphorischen Damen konnte ich noch etwas Musik hören – selten war ich mit mir so im reinen.

Miele Geschirrspülmaschine Fehlercode F14

Den Fehler F14 hatten wir noch nicht. F11 und F70 konnte ich gut beheben, F14 ist ein Fehler in der Umwälzpumpe. Den behebt man nicht einfach so, dazu muss man das Gerät ausbauen und auseinanderlegen. Das könnte ich vielleicht, mag ich aber nicht. Ich habe die gängigen Tipps befolgt und heißes Wasser eingegossen. Hat nix geholfen. Der Fehler F14 hat unserer Familienfeier zu einem gewissen Retrolook verholfen – ständig musste etwas gespült werden und die Damen haben sich um die Spüle versammelt.

Unser Küchenplaner hat vor 17 Jahren gesagt Geräte, die mit Wasser zu tun haben, kauft man immer von Miele. Weiß nicht ob der Satz noch Bestand hat. Ich bin jetzt etwas hin und her gerissen ob ich jemanden kommen lasse um sie zu reparieren oder gleich eine neue kaufe, die Ausfälle haben sich ja in den letzten Jahren gehäuft. Wenn ich jetzt eine neue Geschirrspülmaschine kaufe und die wieder so lange hält, dann brauche ich die nächste zum Renteneintritt. Miele Geschirrspülmaschinenbesitzer denken in anderen Dimensionen.

Auf der Alm da gibt’s kei Sünd

Das Bild kann leider nur ansatzweise beschreiben was ich dieses Wochenende erlebt habe, es bildet aber die Rahmenbedingungen gut ab. Man sieht im Hintergrund das Kleinarltal und im Vordergrund einen Plastikbecher mit billigen Bier. Die Kombination aus Plastikbecher und billigem Bier ist schon hart, aber wenn man auf dem Bild weiter nach rechts schauen könnte, dann würde man auch noch die Après-Ski Location vom Almstadl in Wagrain sehen – und die, in der Kombination mit den Plastikbechern und dem billigen Bier, ist ausschlaggebend. Heute kann ich mir gut vorstellen warum Menschen nach Malle zum Ballermann fahren. Und ich bin froh dass ungefähr keiner meiner Freunde mehr einen Jungesellenabschied braucht und dass bald alle runden Geburtstage für die nächsten 7 Jahre vorbei sind. Schwerer Einsatz.

9,6 kg Freude

Dieses Bild wurde genau 100 Tage vor meinem 50. Geburtstag aufgenommen. Es zeigt mich im schwarzen T-Shirt im Hintergrund, vor dem Grill (auch im schwarzen Gewand, aber noch weiter im Hintergrund) und ein Canyon Grizl CF SL 6 AXS in der Farbe „Dried Tomato“ im Vordergrund, darum geht es. Mit der Namensgebung der Farbe bin ich nicht ganz zufrieden, weil getrocknete Tomaten bei uns irgendwie roter sind. Mit dem Rest dafür aber sehr. Das Fahrrad ist eine Carbon-Waffe. „Carbon statt Kondition“ habe ich mir schon anhören müssen. Ist mir aber egal. Carbon macht das Fahrrad sauleicht, deshab hebe ich es auch auf dem Bild und wenn mein Gesicht zu sehen wäre, würde man ein Grinsen darin sehen. 9,6 Kilo, da kann man grinsen.

Feierabend

Auf meiner alten Tastatur war ein Aus-Button drauf. Wenn man da drauf gedrückt hat, dann ist Windows in den Standby gefahren und beim nächsten Start war alles wieder da. Sehr praktisch. Auf der neuen Tastatur gibt es so einen Botton nicht mehr. Jetzt habe ich mir etwas anders ausgedacht und zwar habe ich eine Verknüpfung auf dem Desktop erstellt und mit folgendem Ziel verbunden:

%SystemRoot%\SYSTEM32\rundll32.exe powrprof.dll,SetSuspendState

So fährt der Rechner per Doppelklick in den Standby, das ist eine gute Alternative und das rote Icon ist ein echter Eye-Catcher!

Die Glücksgefühle im TURBO-Modus

Damit sich die Sache mit dem Motortausch beim E-Bike nicht auf meine Gemüt legt, habe ich versucht Glücksgefühle zu generieren. Es dreht sich ja meistens nur um Glücksgefühle. Wenn man so viel Geld in eine Reparatur investiert, dann muss man sich auch über das Ergebnis freuen, das ist wichtig. Deshalb habe ich mich gestern Abend noch aufs Rad gesetzt, auf TURBO-Modus geschaltet und bin durch die Hood gedüst. Das hat geholfen. Die Kohle bin ich zwar immer noch los, aber im TURBO-Modus fühlt sich das viel besser an!

Die Bilder im Kopf und die Räder im Schuppen

Heute früh hat der Cube-Store geschrieben dass das E-Bike fertig repariert ist. Ich habe diese Reparatur ausgeblendet, weil sie mich nervt. Dieses Fahrrad war kein guter Kauf: Vor 2 Jahren musste der Motor gewechselt werden, letztes Jahr war die Federgabel kaputt und dieses Jahr ist schon wieder der Motor kaputt. „Motor kaputt“ ist beim E-Bike mindestens so scheiße wie „Akku kaputt“ – wobei der Akku den Vorteil hat, dass man ihn selbst tauschen kann, beim Motor muss man noch mal gut 150 € für die Montage bezahlen.

Für den Preis eines Motors incl. Montage bekommt man ein neues Nicht-E-Bike. Und genau so eines habe ich mir am Freitag bestellt und zwar ein Gravel-Bike um genau zu sein. Ende der Woche könnte es also eng im Fahrradschuppen werden. Jetzt fehlt nur noch der Fahrradträger, dann habe ich mein 50er Budget gut investiert (ausgenommen die Sache mit dem E-Bike, die blende ich aber, wie gesagt, aus). Ich arbeite ja viel mit Bildern in meinem Kopf und das eine Bild für den Urlaub ist, sich mit dem neuen Auto und dem neuen Rad (auf dem neuen Fahrradträger) vom Kind 1 bis zum Brenner kutschieren zu lassen. Das zweites Bild ist mit dem neuen Rad dann um den Iseosee zu fahren. Das E-Bike kommt in keinen Bild vor und das hat damit zu tun dass ich es momentan – und da wiederholen ich mich gern – ausblende.

Weltacker – echt gut!

Dass der Weltacker sich so entwickelt hätte ich auch nicht gedacht. Als der Parkplatz geräumt wurde gab es erst mal einen Aufschrei in der Hood, weil Parkplätze wegfielen und ich habe mit aller größtem Vandalismus gerechnet. Aber es klappt erstaunlicherweise ganz gut. Die Stadt hat recht schöne Hütten gebaut, es wird viel angebaut und es gibt relativ viele Veranstaltungen. Da bin ich positiv überrascht.

VW kann schon auch

Heute gibt es mal schamlose Werbung für meinen Arbeitgeber, auch wenn er mir es in letzter Zeit echt nicht leicht macht. In dem Bild oben sieht man die Ladekurve von unserem ID4.GTX, auf genommen auf dem Rückweg von Tschechien letzte Woche, an einer EnBW Ladesäule in Alfeld. Das Auto ist jetzt 2 Jahre alt und hat knapp 50.000 km drauf – also nix neues – und man sieht, es lädt wie blöd: 172,1 kW Spitzenleistung und 122,2 kW im Durchschnitt! Das ist spitze! Und die neueren Modelle wie der ID.7 toppen das nochmal um einiges. Da bin ich schon ein bisschen stolz und es zeigt dass doch nicht alles so schlecht ist wie manche es gerne hätten.

Ich werde ein Radler

Am Wochenende waren wir zum Grillen eingeladen. Ich war anfangs nicht so begeistert von dem Termin, habe ihn mir aber dann mit einer Radtour schön gefahren. Knapp 70 km, heißt am Samstag nicht so lange weg bleiben, dann kann man am Sonntag früh kurz nach 8 losfahren. Spitzen Plan.

In den Bild oben sieht man das Höhenprofil, das ich gefahren bin, von links nach rechts: Man erkennt da ganz gut warum Nürnberg „Nürnberg“ und nicht „Nürntal“ heißt, weil es tatsächlich – von der Fränkischen aus betrachtet – auf einem Berg liegt. Mein erster Stop (bei der 1) war beim DK_aus_O, da ist mir ein bekannter Bekannter über den Weg gelaufen, oder viel mehr gefahren, den ich bisher noch nie nüchtern gesehen habe und vor allem nicht auf einem Fahrrad.

Der bekannte Bekannte hat mich dazu überredet mit ihm zusammen über den Berg Richtung Teuchatz zu radeln. Teuchatz ist der höchste Punkt der Fahrt, ziemlich genau dazwischen, auf der Höhe von Tiefenhöchststadt (2) ist mir klar geworden dass Radeln schon mein Ding sein könnte, ich aber ein Ausstattungsdefizit habe. Um genau zu sein, ich weiß jetzt dass ich ein Gravel-Bike brauche. Ganz dringend.