
Wir hatten uns schon im Frühjahr zum Brauereienlauf angemeldet, thematisch passend aus einer Bierlaune heraus. Die Halbmarathonstrecke logischerweise, alles andere hätte auch nicht gepasst. Immerhin hatte die Schwägerin schon mal einen 5 km Lauf erfolgreich absolviert – und das ohne Training! Ein Naturtalent. In einer lauen Sommernacht konnte ich dann noch einen frisch gebackenen 10 km Finisher überreden. Was für ein Team!
Das Kind 1 war recht zielstrebig im Sommer und peilte eine „unter-2-Stunden-Zeit“ an, der 10 km Finisher hat tiefgestabelt und war mit 2,5 Stunden fein. Die Schwägerin hat kurzerhand die Seiten gewechselt und sich als Boxenluder eingebracht. Was wir alle nicht auf dem Radar hatten, waren die Rahmenbedingungen und das waren 270 Höhenmeter, ein Faltbecher und 5 Verpflegungsstops mit Bierausschank und fränkischer Brotzeit.
Dann halt ein Fun-Run, locker machen, genießen. Die Sache ist, man läuft nicht einfach mal so locker 21 km, vor allem nicht mit 270 Höhenmetern, den Verpflegungstopps zum trotz oder wahrscheinlich eben des wegen. Aber ein paar Becher Bier im Bauch und eine kleine Brotzeit sind bekanntlich eine gute Grundlage.
Am Ende war es trotzdem eine ganz witzige Angelegenheit, aber eben auch eine anstrengende, denn 21 km sind einfach 21 km und die läuft man halt auch unter solchen Gegebenheiten nicht in zwei Stunden, sondern in drei. Und drei Stunden Sport sind echt nicht ohne! Jaja, nächstes Jahr bestimmt wieder.