Antenne Bayern nervt!

Antenne Bayern (mit Absicht nicht verlinkt), der Radiosender der Gewinnspiele zum Trauma macht, hat wieder zugeschlagen und legt mit dem neuen Gewinnspiel „100.000 für 10: Der Tausch Ihres Lebens!“ die süddeutsche Wirtschaft lahm.
Hier im bayerischen Kerngebiet an einen 10 € Schein oder gar 2 zu kommen ist fast unmöglich. Ich könnte kotzen keine Sau kann/will mir hier einen 20er wechseln. So wie die Sache ausschaut werde ich heute an Unterkoffein zu Grunde gehen.

Nix dabei gewesen

einkaufen.jpgAlso es ist so, gestern bin ich mit meinen Gutscheinen bewaffnet Richtung Stadt gezogen, etwas Musik sollte es sein. Zuerst bin ich bei den Flachbildfernsehern hängen geblieben, da muss in nächster Zeit im Hause Hack je etwas passieren, erstaunlicherweise gefiel mir regelmäßig das Bild eines 1500,- Geräts besser wie das eines 2500,- Geräts. Komisch. Egal, bei dem Preis könnte ich mir dann noch einen MacMini dazu kaufen und hätte für ca. den Preis eines 24″ iMacs eine stattliche Seh-Fläche. Dummerweise scheitert das Projekt „My Digital Life“ derzeit an der Finanzierung.
Dann weiter zur emotionalen Berührung aka Musik: das einzige was mich an der neuen Slayer begeistern konnte, war die Tatsache das Dave Lombardo wieder an der Schießbude sitzt. Die neue Waltari ist irgendwie gut, muss ich mir vielleicht nochmal anhören. Dann doch auf bewährte Größen zurückgreifen – Devin Townsend hat mit seiner Prügelkombo Strapping Young Lad ein neues Album veröffentlicht, sehr hart, leider zu hart.
Da ich das Konsummekka nicht komplett nackt verlassen wollte habe ich an der Kasse reflexartig nach einer 5-Euronen-CD gegriffen: irgendwas von Jethro Tull. Etwas gefrustet bin ich dann noch eine Runde N und FÜ gelaufen, Urlaubsabschlussrunde sozusagen. Achja mein bislang längster Urlaub ist jetzt aus.

Und die Jahre ziehen ins Land

purtzeltag Ab heute bin ich 31. Fühle mich so wie gestern mit 30, wobei ich mich gestern auch nicht besser oder schlechter gefühlt habe als vorgestern…
Morgen werde ich mit meinem neuen Akkuschrauber den Portionierer anschrauben und eine Flasche reinstecken. Dann in die Stadt gehen und meine Gutscheine eintauschen, höchstwahrscheinlich Musik, die mich emotional berührt – vielleicht was von Nick Cave, um mich auf das Konzert vorzubereiten. Abends werde ich mich dann berühren lassen und dabei einen Drink aus einem schweren Whisky-Glas nehmen. Zur Stimmung wird sicherlich die Kerze im Kürbiskopf beitragen. Danach ein Ölbad nehmen und das Erlebte in mein Moleskine notieren. Das nenne ich Konzeptgeschenk.

Unspektakuläre Geschichten, 1

Als ich das Wasser aufgedreht hatte, habe ich mich daran erinnert, dass ich heute schon mal geduscht habe. Zu oft Duschen ist nicht gut für die Haut, also habe ich die Dusche wieder verlassen und mich abgedrocknet.

Suche Trost – Prost!

Ich trenne mich nur sehr ungern von Sachen, weil ich der Meinung bin, dass man das meiste irgendwann mal wieder gebrauchen kann. Deshalb scheue ich Aktionen wie Generalputz wie der Teufel das Weihwasser.
Dieses Mal war besonders hart, unten stehen knapp 2 Kubikmeter Sperrmüll: die alten Linux-Magazine, das alte Wohnzimmerregal meiner Tante, Schuber und Kästen, alles muss raus. Ich glaube das war die härteste ReinigungsTrennungsaktion seit wir zusammen wohnen.

Hölle IKEA

Sie kennt jede Abkürzung. Manchmal kann Sie sogar noch eine Abkürzung abkürzen. Wenn man da hinterher kommen will, muss man ganz schön aufpassen. Aber egal wie schnell man durch kommt, am Ende ist immer die Kasse, immer.

Er hat den Urlaub nicht gewollt, Sie hat gesagt es müsste sein…

Ich hatte meinen Resturlaub folgendermaßen geplant: Alle Teile von StarWars am Stück schauen, dazwischen was kochen, laufen, schlafen, alle Teile vom Herrn der Ringe am Stück schauen, dazwischen was kochen, laufen, schlafen, falls noch Zeit ist die Ausstellung „200 Jahre Franken in Bayern“ anschauen. Eine Multifunktions-All-In-One-Super-Druck-Scann-Kombi kaufen.
Sie hat folgendes geplant: Generalputz (wäre eigentlich nicht so schlimm, war es all die Jahre nicht, aber Sie meint Arbeitszimmer incl.*). Das wars dann wohl.
*) Das Arbeitszimmer ist mein Reich. Der Teil der Wohnung, den wohl die wenigsten kennen – eine Art Rückzugsgebiet. Dort stehen meine Computer, meine Blumen, es liegen Kabel rum, dort ist mein Schreibtisch (ist das wo das ganze Zeugs drauf rumliegt) UND ich verteitige es seit gut 5 Jahren von jeder Art von Säuberungsaktionen. Und jetzt sowas. Und dieser Blick in Ihrem Gesicht.

Der Urlaubsreport, Teil 2/2006

türkei.jpgUrlaub 2/2006 beendet. Kurzzusammenfassung:
Hotel: Das Hotel lag an der Straße von Konakli nach Alanya (die Türkei ist leider ein weißer Fleck bei Google-Maps), dort gibt es viele Hotels, sau viele, und eines davon war unseres. Das Hotel war recht schön. Bis auf die Tatsache, dass man das Klopapier in einen Mülleimer neben dem Klo werfen musste, hat eigentlich alles gepasst.
Kültür: Da gab es einen Kulturabend, den haben wir halb besucht. Und auf einem Markt waren wir auch, allerdings hat mich dort genau eine Sache gestört: die Händler (ich hasse dieses in den Laden ziehen, ansprechen usw.). Ich glaube ja, dass Menschen, die in so ein Club-Hotel gehen eh nicht wirklich an dem Land, den Leuten usw. interessiert sind – Hauptsache gutes Wetter und guter Strand. Man hätte das Hotel übernacht nach Griechenland beamen können, mir wärs egal gewesen.
Die Leute:

  • Angestellte im Hotel: sehr freundlich!
  • Animateuren bin ich aus dem Weg gegangen – schlimme Sorte Mensch für schlimme Sorte Urlauber
  • andere Urlauber: gescheiderte Existenzen, Problemfälle, überdurchschnittlich schlecht Tätowierte (ehrlich hart), Trinker, Russen – ein Kuriositätenkabinett – und zwei nette Lübecker (Grüße, ihr solltet ja jetzt auch schon daheim sein).

Sonst: Wir waren in einem türkischen Bad, das war schön. Und einen türkischen Friseur zu Rasieren werde ich mir jetzt ab und zu auch in N. gönnen. Raki mag ich jetzt längerfristig nimmer.
Sozialpolitisch: Erstens, der EU-Beitritt der Türkei: Naja, wenn Griechenland mitmachen darf, dann sollte die Türkei auch mitmachen dürfen. Zweitens, BenQ-Siemens: Die Nachricht, dass BenQ, die Handyproduktion dicht machen will, hab ich dur Zufall in der türkischen Ausgabe einer großen deutschen Tageszeitung gelesen – leicht wütend! Es ist ja nicht so, dass Siemens die Handysparte verkauft hat, nein, man hat sie abgegeben und noch einen dreistelligen Millionenbetrag drauf gelegt um die Standorte zu sichern und jetzt sowas. Unabhängig davon wie die Sache jetzt ausgeht würde ich für BenQ folgende Strafe verhängen: 5 Jahre Importverbot für Deutschland und dann gleich vor der EU Beschwerde einlegen und dort nochmal 5 Jahre beantragen. Die Firmen müssen merken, dass es gewisse gesellschaftliche Normen und Verplichtungen gibt, denen auch sie sich beugen müssen.