Raus aus meinem Kopf

Es ist nicht gut Sonntag abends ein schlechte Gewissen zu haben weil man am Wochenende nichts für die Arbeit gemacht hat. Vielleicht hilft da ein Bier. Ich denke da an ein kühles herbes Pils. Nach einem 3-stünder im Knoblauchsland schreit mein Körper nach Elektrolyten.

Sunday Morning 8 a.m.

Der No-Brainer in unserer Straße kennt den Unterschied zwischen Sonn- und Werktag wohl nicht. Mich wundert das nicht. Der alte Spruch „Ohne Hirn bist einfach ein Depp“ bewahrheitet ein weiteres mal. Er malträtiert sein Auto mit dieser Art Sorglosigkeit, die man nur haben kann wenn man sich (mangels Hirn) tatsächlich keiner Schuld bewusst ist.
Die alte Assi-Frau gegenüber will sich das allerdings nicht gefallen lassen und weißt mit einer Armada von Blödmänner und Arschlöchern ihn auf seinen Frevel hin. Sein „Hey Hallooo, das Auto is halt kapuuuuutt, du Schlampe“ prallt an ihr ab und hintert sie nicht daran die Ordnungshüter zu rufen. Als endlich das ruhige Klappern des Dieselmotor der Ordnungshüter zu vernehmen ist, ist meine Morgenruhe schon irreparabel gestört und ich entschließe mich diesen Sonntag zu starten. Ob den Nachbarn die neue Queens Of The Stone Ages gefällt?

Dicke Brummer unterwegs

Ich wurde heute beschossen. Beim Radfahren. Ich weiß nicht genau wer diese Hummeln, oder was auch immer das für Viecher waren, auf mich losgelassen hat, jedenfalls wurde ich 4mal getroffen. Drei haben sich in meiner Sturmfrisur verfangen, ein anderes ist gegen mein Brillenglas geprallt. Vielleicht sollte ich meine Haare schneiden lassen.

So Tage eben

  • Es gibt Tage an denen läuft alles perfekt. Das ist schön und man freut sich und kann es kaum glauben.
  • Dann gibt es Tage an denen läuft fast alles perfekt. Und man freut sich dass es so ist wie es ist.
  • Es gibt Tage an denen läuft alles, zwar nicht perfekt, aber es läuft. Man geht abends heim und ist zufrieden und freut sich dass es nicht schlechter gelaufen ist.
  • Es Tage wo man sich so durchschlängelt, nichts läuft und daran dass es rund läuft ist überhaupt nicht zu denken. Und dann geht man heim und freut sich aufs laufen und ein Bier, oder gar zwei (wg. der Elektrolyte).
  • Und dann gibt es Tage, die laufen so schräg ab, dass es kaum zu glauben ist, weder für einen selbst noch wenn man es anderen erzählt. Und man freut sich abends einfach dass nicht noch mehr passiert ist.

Wenn man abends ins Bett geht und konnte sich über gar nichts freuen, dann war es ein scheiß Tag. Das muss man einfach mal so sagen. Aber auch die muss es geben.

Nuremberg, here I am!

nuernberg_wappen.jpgDer Pokalsieg macht Nürnberg attraktiver denn je. Wir konnten nicht mehr widerstehen und haben uns kurzerhand aus dem Netz die Einwohnermelde-SW der Stadt Nürnberg herunter geladen, alles ausgefüllt, auf „Drucken“ gedrückt und unterschrieben. Das ist natürlich glatt gelogen. Macht aber nichts. Ich schick den Scheiß morgen an die Stadt Nürnberg, Einwohneramt, Äußere Laufer Gasse 25, 90403 Nürnberg und fertig ist der Lack.
Nürnberg ich komme. Du bekommst meine Steuern, dafür erwarte ich, dass das Gesinde auf dem Platz vor dem Haus verschwindet, die Polizei 15 mal täglich Streife fährt und die Dealer vor dem Haus verschwinden. Vom Ordnungsamt erwarte ich eine Ständige Vertretung am Platz, die die Hunde-Assis und ihre Köter so lange anzeigt, bis ihnen entweder die Viecher entzogen werden oder die Assis wegziehen. Ab – ich schätze mal – nächste Woche möchte ich Ordnung in meiner Straße.

Konstruktionsfehler einräumen

Wir schreiben den 10.06.2007, Zeit mit einer Wahrheit ans Licht der Öffentlichkeit zu treten. Wie man den Medien entnehmen kann ist es ja grade eine gute Zeit um mit Wahrheiten rauszurücken. Also gut, jetzt bin ich dran:
Zuvor möchte ich sagen: Ich bin ein Mensch und Menschen machen Fehler. Es ist eigentlich nur eine kleine Sache, aber genau das ist das Problem – eine kleine Sache mit großen Auswirkungen. Ich wollte ein Bett bauen, ein Bett um das sich meine Erben dereinst streiten sollten. Ein Bett das für Stage-Dive Übungen genau so geeignet sein sollte, wie auch für romantische Stunden. Das war mein Ziel und so machte ich mich ans Werk.
2,8 cm starke MDF-Platten bilden die Grundlage und Leisten aus Eichenholz runden es ab. Und seither steht der zentnerschwere Bettkasten in schokoladenbraun in unserem Schlafzimmer und erfüllte den Erbauer mit Stolz! Doch was dem Achilles seine Ferse sind unserem Bett seine Lüftungslöcher im Bettkasten. Sie sind zu klein – ja unterdimensioniert – und weil zu wenig Luft an die Unterseite der Matratzen kommt, setzt sich dort jetzt Schimmel an. Die Spezialisten sind sich einig: Ursache abstellen (also für mehr Zuluft sorgen) und – jetzt kommts bitter – neue Matratze kaufen, verdammt!
Jetzt ist es raus. Ich fühle mich besser. Ich habe Schande über die Tim Taylors dieser Welt gebracht und muss lernen mit den Auswirkungen zu leben. Kurzzeitig dachte ich an Komplettabbau und Neuanschaffung. Doch die Chefin machte mir Mut und deshalb werde ich in der kommenden Woche wieder zu Säge und Hammer greifen und mein Meisterwerk vollenden. Inkrementelles Vorgehensmodell im Bettenbau, sollte ich mir vielleicht patentieren lassen.

Diese Feiertage während der Woche, die nicht explizit zum Feiern freigegeben sind, können manchmal ziemlich stressig sein, positiv stressig jedenfalls.

Wenn man die Menschen grob in Sommer-Möger und -Nichtmöger einteilen kann, dann kann man mich zu den Sommer-Möger zählen. Allerdings mag ich am Sommer weniger die heißen Tage, sondern eher die warmen Nächte. Im T-Shirt im Biergarten, Super!
Bis es heute so weit war hieß es: Badgrundreinigung (incl. Fliesen schruppen), Küche saubermachen, dazwischen die Socken in die Waschmaschine, die letzten Spuren vom Wochenende beseitigen, Kaffee trinken, Laufen geht nicht – zu heiß, dann doch lieber die Geranien, die seit Wochen auf den Balkon dahin vegetieren an den Balkon hängen, Kaffee trinken, mehr Wäsche waschen, einen kurzen Schlummi machen, Kaffee trinken usw. usw. sau produktiv und trotzdem entspannend – wahrscheinlich weil so sichtbar produktiv.
Bier gabs dann beim Bierfest im Burggraben. Über das Fest kann man ja denken was man will, ich denke die Bierpreise sind zu hoch! Dafür hat die Unterhaltung gepasst. Mehr gibts nicht zu sagen, man kann ja nicht jeden Tag von Rockern verfolgt werden.