Nee, nee…

Die Schweizer können vielleicht ganz gut mit Geld umgehen, Tatorte können sie aber nicht machen, echt net. Da überlegt man echt zweimal ob man bis zum Schluss schaut.

Massengrillpremiere

Heute war so ziemlich der komplette Ottn-Clan bei uns zu Besuch und ich habe für alle gegrillt. Für so viele Leute habe ich zuvor glaub ich noch nicht gegrillt, meine Massengrillpremiere sozusagen. Zwanzig Ottn incl. Anhang sind ein kritisches Publikum. Ich hatte vorgesorgt und einen zweiten Grill am Start, der eine mit voller Glut und hoher Temperatur zum scharf Anbraten, den anderen zum Fertiggaren. Also ich will mich ja jetzt nicht loben, aber das habe ich schon echt nicht schlecht hingekriegt…
Der zweite Grill war der große Weber-Grill von den Schwiegereltern – Donnerwetter, der spielt schon in einer anderen Liga als mein abgeranztes kleines Weber-Grill-Imitat. Ich bin noch etwas hin- und hergerissen, gut 200 € für einen Grill sind nicht ohne. Zumal man dafür auch schon richtige Smoker bekommt. Naja, schau ma mal, dann seh ma schon.

Das Wetter ist nicht schuld

Das Wetter trägt ja grade nicht zur Abkühlung bei – gestern Nacht noch locker über 20 Grad und heute morgen um kurz nach 5 schon 18. Und dabei könnten wir Abkühlung recht gut gebrauchen, zumindest die Club-Fans. Dem Kollegen Gauermann z.B. würde ich spontan 0 Grad wünschen, der ist nämlich auf 180, soweit das physikalisch überhaupt möglich ist. Ich habe mit dem Gedanken gespielt heute mein Club-Polohemd auf Arbeit anzuziehen, wenn schon dann schon! Irgendwo habe ich mal gelesen dass man sich nicht den Verein sucht, sondern der Verein einem findet. Herzlichen Dank!
Warum ist das Wahrzeichen von N eigentlich eine zu kleine Bratwurst? Ich mein so ein Darm ist ein paar Meter lang, warum bitte kommen diese Vollpfosten damals auf die Idee ihre Bratwurst ein paar Zentimeter kleiner zu machen? Der Club kann da nix dafür, der ist einfach der Fussballverein von einem Kaff in dem keine kleineren Brötchen sondern kleinere Würste gemacht werden. Die sollten eigentlich als neuen Sponsor so einen Bratwurstlieferanten nehmen, dann wird sichtbar was offensichtlich ist. Vielleicht sollte die Firma vom Uli Hoeneß Sponsor werden, der könnte lachen: sitzt in München und lässt diese depperten Franken Werbung für seine zu kleinen Würste machen.

Das große Finale

Das ist es jetzt, das große Finale! In den letzten beiden Tagen die Feuerschale nochmal intensivst genutzt. Am Wochenende kommt dann der Sommerabschlusspaukenschlag mit über 30 Grad. Mir ist der Sommer aber jetzt egal, ich habe ihn jetzt 2 Monate voll ausgenutzt, das überlange Wochenende nochmal dran gehangen, jetzt ist Schluss. Tausche Flip-Flops gegen Stützstrümpfe. Was jetzt noch kommt ist alles Herbst.

Es lebe der Katholizismus!

Es lebe der Katholizismus, mit all seinen Feiertagen und vor allem Maria Himmelfahrt! Da hat sich der Reformator – bei all seinen guten Ideen – einen groben Schnitzer erlaubt… Und dabei hätte er nur abkupfern müssen: nimm einen bereits vorhandenen Feiertag und lege ein eigens Fest darauf. Das hat bei den Germanen geklappt, warum denn nicht auch bei den Katholiken ein paar Hundert Jahre später? Andererseits hätten wir dann einen Feiertag, an dem Deutschland still stehen würde, man nicht einkaufen könnte und auch nicht zum Wertstoffhof fahren kann. Es ist halt wie es ist und genau heute ist das gut so.

Und ihr habt echt goa ka Zelt?

Das Wesen der Franken wird in der Friedo Behütuns Reihe ja bestens beschrieben, eine Eigenschaft, die dort aber etwas zu kurz kommt ist die Neugierde. Und die Neugierde wird auch beim letzten Stammgast geweckt wenn zwei Wanderer mit riesen Rucksäcken bepackt, abgekämpft und recht durstig das Wirtshaus, den Biergarten oder die Pergola betreten. Städtler wahrscheinlich oder Preußen, die in irgendeinem Wanderführer was von der Brauereidichte in der Fränkischen Schweiz gelesen haben und den niedrigen Preisen, die sie einem jetzt kaputt machen. Jetzt reden diese zwei aber kein Hochdeutsch, sondern so wie wenns von do kumma däten, sehr komisch. Und lachen tuns so laut als ob sie allans do wärn und fragen gleich nach einem Pressak. Da passt doch was net! Und warum haben die so große Rucksäck, die meisten Bierwanderer mieten sich doch irgendwo ein? Hmm….
So ungefähr waren die Reaktionen in ungefähr jeder Lokalität, die wir am Wochenende aufgesucht haben. Es hat nie länger als 20 Min gedauert, bis nicht zumindest die Bedienung mal nachgefragt hat. Und ihr schlaft wirklich draußen? Ja. Is des net kalt? Nnnnaaaa, des geht scho! Und ihr habt echt goa ka Zelt? Ähäh. Und wo kummt a nochatla her? Mir sin mit der Gräfenbergbahn raus gefahren und dann Richtung Pottenstein gewandert, dort hamma übernachtetet und sind dann weitergelaufen. Und wo geht´s etz no? Wiss’ma nonni, seng ma scho. Und wo schlaft ihr heut Nacht? Schau ma mol. Ihr könnt euch ja / kennt ihr eigentlich… Perfekt.
Hab ihr a Essen, ahh? Naa! Wo konn man denn do wos essen! Mia ham nuch nie wos zum Essen kappt! Und wo kriegt man etz noch was? Bei uns net! Ok, danke! Wart amol, ihr könnt nei da Sonna geh, die ham noch wos. Danke dir!
Ich brauche eine bessere Ausrüstung. Richtige Wanderstiefel und einen Schlafsack und eine Isomatte. Der Schlafsack braucht gut 2/3 Volumen vom Rucksack. Meine erste Blase hatte ich nach gut 10 km, ich habe gemerkt wie sie gekommen ist – und ca. 6 oder 7 km später wie sie geplatzt ist. Ich brauche endlich mal Wanderstiefel, meine Winterstiefel sind nix zum Wandern.
Gefühlt sind wir ca. 60 km gewandert, in der Nacht im Püttlachtal hatte es gut 7 Grad unter einem Felsüberhang ging das aber. In Waischenfeld auf dem Berg hatte es – wieder gefühlt – etwas mehr, dafür hat uns der aber Tau ziemlich durchnässt. Die 10 Kilo – nicht gefühlt, sondern gewogen – der Rucksäcke hinterlassen ihre Spuren. Die Beine schmerzen, die Schultern auch, aber das dumme Gelaber entschädigt. Das alles ist eine andere Form der Entspannung, manchmal schmerzhaft aber gut!

Projekt to go

Das könnte ein neues Projekt werden: da gibt es nämlich für das Raspberry Pi eine spezielle Distribution mit Treibern für die I/O-Ports und das coolste daran ist man kann den 1-Wire-Bus direkt ohne großartiges HW-Bimbamborium anschließen (… abgesehen von einem Widerstand – und die man bekanntlich kaum verkehrt einbauen).
Dann könnte man endlich mal wieder die Temperaturüberwachung in Betrieb nehmen. Mensch des wär was! Das Ganze funktioniert per Bit-Banging – hört sich an wie Gang Banging, hat damit aber nichts zu tun. Ach geil! Ich stell mir das so vor: Raspberry Pi kaufen, Widerstand beschaffen, ein Mini-Kabel löten, alles zusammenstecken und ruhen lassen. Dann irgendwann mal einloggen und mal ein kleines cat loslassen und freuen und ruhen lassen. Und dann halt mal das alte Skript anpassen und freuen. Eigentlich ganz einfach, keine Details, kein Teufel, perfekt.

Schickeria

Dieses Wochenende waren wir in die Landeshauptstadt geladen. Nach dem Familienurlaub vergangene Woche war das ungewöhnlich wenig Familie für die Chefin und mich. Freitag gab es ein kleines exquisites Warmup bei der Frau KausMfrüherW, am Samstag sind wir dann von Lenggries nach Bad Tölz mit dem Schlauchboot die Isar runter gepaddelt und danach in einer Promikneipe gestrandet. War mal was anderes und ein guter Urlaubsabschluss.