Eine Geschichte über ein künstlich intelligentes Auto

Mann oh Mann, ich habe tatsächlich Ludwigsburg mit Zuffenhausen verwechselt, in Zuffenhausen hatte ich mal ein ganz gutes Hotel mit einem Wald neben dran, super zum Laufen. Montag habe ich nicht großartig nachgedacht, auf ein Hotel geklickt, das so grob von der Richtung und vom Bild her passte, die Adresse dann einfach ans Auto geschickt und auf einmal stand das Auto dann vor einem ganz anderen Hotel, ohne Wald dafür mitten in der Innenstadt von Ludwigsburg.

Das Auto kennt sich voll aus und ich glaube es ist sogar irgendwie künstlich intelligent. Jedenfalls war es heute Früh kalt und irgendwann habe ich gemerkt dass die Lenkradheizung an ist, das war recht schön, weil ich doch so verfroren bin. Ich hab mich auf jeden Fall gefreut, dass es so schön warm an den Fingern ist und überlegt wann ich die Heizung eingeschalten habe und ob überhaupt und bin mir sicher – jedenfalls so sicher, wie sich jemand, der Ludwigsburg mit Zuffenhausen verwechselt, sein kann – dass ich es nicht war und deshalb muss es das Auto gewesen sein. Closed world assumption. Und so ist die Geschichte auch irgendwie cooler.

Viel unterwegs, auch ohne Geldbeutel

Hinter uns liegt ein spitzen Trip, Freitag ging es schon recht früh los, getroffen haben wir uns um 9 Uhr am Irschenberg, dann ging es weiter nach Brixen und von dort aus nach Lavis. Wenn der Brenner frei ist, dann geht das ganz gut, auch mit dem E-Auto! In Lavis hatten wir eine gute Zeit aber sie vergeht jedes Mal viel zu schnell. Die Rückfahrt war allerdings weniger gut, die Brennerstrecke war dicht von kurz vor Bozen bis nach Innsbruck und das das hat bestenfalls die Batterie gefreut. So sind wir bis kurz vor Ingolstadt nach Reichertshofen gekommen und da habe ich zum ersten Mal gesehen dass unser Auto mit 166 kW laden kann.

Ein Wochenende mit zu viel Gelumpe in den Knochen und zum Wochenstart gleich einen Termin beim Einwohnermeldeamt, das ist vielleicht nicht ideal, bringt aber die Option auf etwas mehr Normalität in 14 Tagen. Also abwarten und weiter improvisieren, diese Woche steht die erste Dienstreise ohne Geldbeutel auf dem Programm.

Nicht das Ende, aber eine Endstation!

Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Und was machen wir in der Zwischenzeit? – Drei der großen Fragen der Menschheitsgeschichte, denen sich das Fürther Künstlerkollektiv “LightsDownLow e.V.” in seiner neuen Musikshow “Endstation” widmet. Der Mentor macht wieder Programm und los geht es schon Samstag! Gleiche Location, heißt mit der Option auf spitzen Weißweinschorle, das ist quasi ein Selbstläufer.

Sparkasse – Thumbs up!

Heute ist etwas ganz krasses passiert und zwar bin ich mit einer Liste von Themen zur Sparkasse gegangen und alles konnte geklärt werden. Alles! Bei der Sparkasse! Wow, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich bin mittlerweile kein Sparkassen-Fan mehr, zu oft schon hat irgendwas nicht funktioniert, was eigentlich selbstverständlich laufen sollte. Und dann kommt da ein junger Berater, der einfach sein Zeug macht, ganz ruhig, ohne viel Tamtam, und bringt mich in meiner Sache ein ganzes Stück weiter: die Karten sind gesperrt und neue beantragt und PushTan geht auch wieder und ich kann Online-Banking machen!

Ruhig bleiben ist leicht gesagt #3

Seit heute habe ich eine Aktennummer bei der Polizei oder besser gesagt meine Verlustanzeige hat eine Aktennummer. Diese Verlustanzeige ist mein Schlüssel zu neuen Karten, denn „diese Bescheinigung dient zur Vorlage bei Behörden oder Versicherungen“! Da ist jetzt einiges zu tun und der Schlüssel ist ein neuer Perso und dafür braucht es eben diese Verlustanzeige und einen Termin beim Bürgeramt.

Morgen Früh versuche ich derweil mein Glück bei der Sparkasse, eine neue Geldkarte ohne Perso, das wird spannend, aber das ist wichtig! Dafür hat mich die neue Krankenkassenkarte nur einen Anruf gekostet und den Führerschein konnte man online und per Eidesstattlicher Erklärung beantragen. Es könnte alles viel einfacher sein wenn ich einen Reisepass hätte, aber da war ich damals zu geizig. Jetzt bin ich gescheiter.

Ruhig bleiben ist leicht gesagt #2

Heute Früh beim Kaffee trinken habe ich etwas hin und her überlegt und dann auf der Seite vom Fundamt nachgeschaut ob der Geldbeutel vielleicht gefunden wurde, das ist gar nicht so einfach weil die Beschreibungen sind eher abstrakt gehalten. Naja, eine hat irgendwie gepasst und ich habe eine Anfrage gestartet. Man klammert sich an jeden Strohhalm.

Freitag waren wir mit den Patenkindern im Playmobil-Funpark und hatten die Idee dass der Geldbeutel ja mit den Einkäufen in den Kühlschrank gewandert sein könnte und konnten es gar nicht erwarten heim zu kommen – und wieder nix. Im Frühjahr habe ich einen Geldbeutel auf dem Weg zur Arbeit gefunden, es war der von der Frau vom Junior und ich konnte ihn zurückbringen noch bevor sie überhaupt bemerkt hatte dass er weg war. Und der Junior hat seinen Geldbeutel in Lüneburg in einer Kneipe verloren. Wir haben ihn wieder gefunden und darauf eine Runde Jacky getrunken. Happy Ends überall, ich bin positiv.

Beim Radfahren habe ich etwas nachgedacht und ich kann jetzt ganz sicher sagen dass ich die letzte Bezahlung mit Karte und nicht mit dem Handy gemacht habe, das schränkt den Suchraum ein. Dann bin ich weiter gefahren, habe nur einen kurzen Halt in Neumarkt gemacht und mich dann nach hoch Habsberg gequält und dort eine Kerze angezündet. Jetzt habe ich wirklich alles getan!

Ruhig bleiben ist leicht gesagt

Es ist schon eine interessante Fügung des Schicksals dass mein Geldbeutel ausgerechnet in der letzten Ferienwoche daheim nicht mehr auffindbar ist und nicht irgendwo in Norditalien oder sonst wo, wo wir in den letzten Wochen unterwegs waren. Und vor allem seit dem Tag an dem meine Samsung SmartTags geliefert wurden. Letzter Einsatz die Fleischappodeech Römerbeef, danach bin ich mir ziemlich sicher dass ich ihn noch daheim am Küchentresen hatte, aber hundertprozentig kann ich es nicht sagen.

Mein Geldbeutel ist immer wieder mal nicht da wo ich denke dass er sein sollte, liegt dann aber am Schreibtisch, am Tresen unter irgendwas, am alten Küchenbuffet, oder ist in meiner Tasche, dem Rucksack oder im Auto. Nach dem Radfahren höchstens noch der Satteltasche. Das war es dann auch. Dieses Mal ist er schon seit Dienstag nicht mehr auffindbar und alle obligatorischen Ecken sind schon überprüft. Ich bin dünnheutig.

Jetzt ist es ein Spiel auf Zeit: Nächste Woche fängt das richtige Leben wieder an, irgendwann muss ich wieder auf eine Dienstreise und da braucht es Perso und Kreditkarte. Bald endet das Quartal und man braucht die Krankenkarte und danach steht irgendwann mal wieder ein Führerschein-Check an. Wie lange kann ich mir aussitzen leisten und hoffen dass er sich wieder findet und ab wann muss ich aktiv werden? Denn eines ist klar, genau dann wird er wieder auftauchen, definitiv!

Der 24er Shiva Skunk, was ganz besonderes

Unser Osterstädtetripp ging ja heuer nach Amsterdam und es war echt Zufall dass wir am 1. April, dem Tag der Legalisierung in Holland waren. Jedenfalls habe ich mir in Amsterdam Grassamen gekauft und die Pflanzen habe in den letzten Monaten gehegt und gepflegt und bevor wir in den Sommerurlaub gefahren sind, habe ich sie abgeschnitten und zum Trocken aufgehängt. Nach neusten Erkenntnissen muss Gras ganz langsam trocknen und wenn es dann getrocknet ist, dann wird es fermentiert. Was das genau bedeutet kann man im Internet nachlesen, im Endeffekt kommt das getrocknete Gras in ein Glas und das wird über einen Zeitraum dann täglich gelüftet, damit irgendwas total krass chemisches passiert. Mir bekannte Bekannte lachen über diese neusten Erkenntnisse und schütteln mit dem Kopf – hat man früher auch nicht gemacht und wurde trotzdem platt!

Jaja, jedenfalls habe ich bei meinen Youtube Studien in Sachen Trocknung und Fermentation eine Anleitung für Humidore, auf Basis von EKLATERA Aufbewahrungsgläsern und LCD Hygrometer, gefunden und Humidore in Kleinstserie gebaut. Die Herausforderung dabei war ein 42 mm großes Loch in den Deckel zu bohren ohne einen 42 mm Bohrer zu besitzen. Naja, am Ende habe ich ein kleineres Loch gebohrt und das dann mit dem Fräser erweitert. Jetzt habe ich formschöne Aufbewahrungsbehälter und meine bekannten Bekannten, die sowas nicht brauchen, auch.

Meine Bekannten haben schon recht, das hat man früher alles nicht gebraucht, waren ja auch ganz krasse Zeiten, noch ohne Handy und so. Aber egal, ich besitze jetzt jedenfalls ganz legal mehr Gras als ich in meinem Leben jemals gebraucht habe und anderen Bauern wird es genauso gehen. Ich glaube dieses ganze Legalisierungsding kommt jetzt erst so richtig in Fahrt und da wird die DIY-Szene noch voll abgehen. Vielleicht ist es ja demnächst total vogue statt einer Flasche Wein schön eingepacktes Gras zu schenken – das ist von meinem 24er Shiva Skunk, was ganz besonderes.

Backstage-Führung am Nürnberger Volksfest

Die Volksfeste im Frühjahr und im Herbst reizen mich fast überhaupt nicht und ich gehe da nur mit wenn es gar nicht anders geht. Gestern hat sich die Chefin was ganz verrücktes ausgedacht und uns Backstage-Führung am Nürnberger Volksfest gebucht, um mich raus an den Dutzendteich zu bringen. Die Führung war ganz cool, wir waren die einzigen Teilnehmer und hatten die Dame für uns allein und die hatte recht viel zu erzählen. 90 Min Hintergründe, zwei Interviews mit Schaustellern und zum Schluss noch eine Fahrt im Riesenrad. Das hat gepasst und weil ich so interessiert mitgemacht habe gab es dann auch noch ein Paar Bratwürste für mich. Volksfest 2024 – Haken dran.

Everything is a file, even when it rains

Heute regnet es. Kein Starkregen, aber auf jeden Fall so dass man nicht raus will. Das Angebot an Attraktionen in der Ferienwohnung ist überschaubar, es gibt einen Zentralstaubsauger, der steht im Keller und in den Wohnungen gibt es jeweils eine Anschlussvorrichtung, in die man einen recht langen Schlauch einstecken kann und dann startet unten im Keller der Staubsauger und oben in der Wohnung kann man staubsaugen. Das heißt die Chefin ist beschäftigt, sie staubsaugt gerne.

Wir sitzen am Esstisch und frühstücken und das Frühstück geht in einen Brunch über. Es gibt guten Kaffee mit herrlichen Milchschaum und ich nutze die Zeit um über Unix im allgemeinen und Linux im speziellen zu philosophieren und vor allem der Bedeutung von POSIX. Ich erzähle von meiner ersten Begegnung mit einem echten Unix, meiner namentlichen Erwähnung im SuSE Benutzerhandbuch 7.0, dem legendären OS X, Android und dem Linux Subsystem von Windows. Von dem Versagen von Linux auf dem Desktop und dem Erfolg auf Server und Handy und der wundersamen Öffnung von Microsoft. Und mangels Alternativen hören sie mir zu. Everything is a file.