Und die Jahre ziehen ins Land

purtzeltag Ab heute bin ich 31. Fühle mich so wie gestern mit 30, wobei ich mich gestern auch nicht besser oder schlechter gefühlt habe als vorgestern…
Morgen werde ich mit meinem neuen Akkuschrauber den Portionierer anschrauben und eine Flasche reinstecken. Dann in die Stadt gehen und meine Gutscheine eintauschen, höchstwahrscheinlich Musik, die mich emotional berührt – vielleicht was von Nick Cave, um mich auf das Konzert vorzubereiten. Abends werde ich mich dann berühren lassen und dabei einen Drink aus einem schweren Whisky-Glas nehmen. Zur Stimmung wird sicherlich die Kerze im Kürbiskopf beitragen. Danach ein Ölbad nehmen und das Erlebte in mein Moleskine notieren. Das nenne ich Konzeptgeschenk.

Unspektakuläre Geschichten, 1

Als ich das Wasser aufgedreht hatte, habe ich mich daran erinnert, dass ich heute schon mal geduscht habe. Zu oft Duschen ist nicht gut für die Haut, also habe ich die Dusche wieder verlassen und mich abgedrocknet.

Suche Trost – Prost!

Ich trenne mich nur sehr ungern von Sachen, weil ich der Meinung bin, dass man das meiste irgendwann mal wieder gebrauchen kann. Deshalb scheue ich Aktionen wie Generalputz wie der Teufel das Weihwasser.
Dieses Mal war besonders hart, unten stehen knapp 2 Kubikmeter Sperrmüll: die alten Linux-Magazine, das alte Wohnzimmerregal meiner Tante, Schuber und Kästen, alles muss raus. Ich glaube das war die härteste ReinigungsTrennungsaktion seit wir zusammen wohnen.

Hölle IKEA

Sie kennt jede Abkürzung. Manchmal kann Sie sogar noch eine Abkürzung abkürzen. Wenn man da hinterher kommen will, muss man ganz schön aufpassen. Aber egal wie schnell man durch kommt, am Ende ist immer die Kasse, immer.

Er hat den Urlaub nicht gewollt, Sie hat gesagt es müsste sein…

Ich hatte meinen Resturlaub folgendermaßen geplant: Alle Teile von StarWars am Stück schauen, dazwischen was kochen, laufen, schlafen, alle Teile vom Herrn der Ringe am Stück schauen, dazwischen was kochen, laufen, schlafen, falls noch Zeit ist die Ausstellung „200 Jahre Franken in Bayern“ anschauen. Eine Multifunktions-All-In-One-Super-Druck-Scann-Kombi kaufen.
Sie hat folgendes geplant: Generalputz (wäre eigentlich nicht so schlimm, war es all die Jahre nicht, aber Sie meint Arbeitszimmer incl.*). Das wars dann wohl.
*) Das Arbeitszimmer ist mein Reich. Der Teil der Wohnung, den wohl die wenigsten kennen – eine Art Rückzugsgebiet. Dort stehen meine Computer, meine Blumen, es liegen Kabel rum, dort ist mein Schreibtisch (ist das wo das ganze Zeugs drauf rumliegt) UND ich verteitige es seit gut 5 Jahren von jeder Art von Säuberungsaktionen. Und jetzt sowas. Und dieser Blick in Ihrem Gesicht.

Der Urlaubsreport, Teil 2/2006

türkei.jpgUrlaub 2/2006 beendet. Kurzzusammenfassung:
Hotel: Das Hotel lag an der Straße von Konakli nach Alanya (die Türkei ist leider ein weißer Fleck bei Google-Maps), dort gibt es viele Hotels, sau viele, und eines davon war unseres. Das Hotel war recht schön. Bis auf die Tatsache, dass man das Klopapier in einen Mülleimer neben dem Klo werfen musste, hat eigentlich alles gepasst.
Kültür: Da gab es einen Kulturabend, den haben wir halb besucht. Und auf einem Markt waren wir auch, allerdings hat mich dort genau eine Sache gestört: die Händler (ich hasse dieses in den Laden ziehen, ansprechen usw.). Ich glaube ja, dass Menschen, die in so ein Club-Hotel gehen eh nicht wirklich an dem Land, den Leuten usw. interessiert sind – Hauptsache gutes Wetter und guter Strand. Man hätte das Hotel übernacht nach Griechenland beamen können, mir wärs egal gewesen.
Die Leute:

  • Angestellte im Hotel: sehr freundlich!
  • Animateuren bin ich aus dem Weg gegangen – schlimme Sorte Mensch für schlimme Sorte Urlauber
  • andere Urlauber: gescheiderte Existenzen, Problemfälle, überdurchschnittlich schlecht Tätowierte (ehrlich hart), Trinker, Russen – ein Kuriositätenkabinett – und zwei nette Lübecker (Grüße, ihr solltet ja jetzt auch schon daheim sein).

Sonst: Wir waren in einem türkischen Bad, das war schön. Und einen türkischen Friseur zu Rasieren werde ich mir jetzt ab und zu auch in N. gönnen. Raki mag ich jetzt längerfristig nimmer.
Sozialpolitisch: Erstens, der EU-Beitritt der Türkei: Naja, wenn Griechenland mitmachen darf, dann sollte die Türkei auch mitmachen dürfen. Zweitens, BenQ-Siemens: Die Nachricht, dass BenQ, die Handyproduktion dicht machen will, hab ich dur Zufall in der türkischen Ausgabe einer großen deutschen Tageszeitung gelesen – leicht wütend! Es ist ja nicht so, dass Siemens die Handysparte verkauft hat, nein, man hat sie abgegeben und noch einen dreistelligen Millionenbetrag drauf gelegt um die Standorte zu sichern und jetzt sowas. Unabhängig davon wie die Sache jetzt ausgeht würde ich für BenQ folgende Strafe verhängen: 5 Jahre Importverbot für Deutschland und dann gleich vor der EU Beschwerde einlegen und dort nochmal 5 Jahre beantragen. Die Firmen müssen merken, dass es gewisse gesellschaftliche Normen und Verplichtungen gibt, denen auch sie sich beugen müssen.

Flexibilität ist das A und O

Wir haben jetzt umdisponiert. Eigentlich wollten wir ja Richtung Italien fahren, gestern abend stand dann noch eine Spontanfernreise im Raum, dann kamen ein paar „Nürnberg -> ?“-Suchanfragen, Rückflug bis spätestens 7.10., jetzt sind wir irgendwo bei „Mittelmeer“. Mal schauen, heute wollen wir jedenfalls nochwas buchen.
[UPDATE] In gut 15 Stunden werden wir N. in Richtung Türkei verlassen. Jetzt gibt es noch einiges abzuchecken!

Urlaub ist Urlaub!

Die Leute morgens um 8 in der U-Bahn sehn aus wie Kartoffelsalat – billiger Anzug, Aktentasche – vor einem langen Tag. Gleichgültig abschätzig streifen mich Blicke, doch ich hab ihnen etwas vorraus: denn sie, sie fahrn zur Arbeit und ich, ich fahr nach Haus!
Da bin ich doch tatsächlich im Proberaum von Projcet Katrina versumpft – Blitzheilung – der Beat hat mir praktisch die Krankheit aus den Körper gefetzt. Gleich kommen die Jungs und wir gehen aufs Oktoberfest. Wasser für die Weißwürste ist schon aufgesetzt. Weizen ist kalt gestellt