Heute ist Nikoläuser

Der Nikolaus (Herr N.) ist höchst wahrscheinlich mit Sherlock Holmes verwandt. Anders kann ich es mir nicht erklären wie er sonst wohl im Himmel herausfinden kann, dass meine Nasenhaare zu lang sind. Jedenfalls muss er sich heute Abend Eintritt in unsere Wohnung verschafft haben und hat für mich einen Nasenhaartrimmer da gelassen. Danke lieber Nikolaus!
Der geübte Beobachter erkennt am Vorgehen des Herrn N. auch, dass er höchst wahrscheinlich einen Prozess für die Auslieferung der Geschenke eingeführt hat, warum sollten Standardisierungsprozesse auch an der Himmelspforte halt machen? Jedenfalls glaube ich, dass der Prozess vorsieht, die Geschenke alphabetisch zu verteilen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass er für mich was da gelassen hat und für Sie nicht. Vielleicht hat Sie ja heute Abend Glück, verdient hätte Sie es ja.

Ehrliche Arbeit schmerzt manchmal

Die Tagesaufgabe, die der Papa-Hack dem Sohn gab war eigentich recht einfach. 30 cm Beton müssen weg. Das Werkzeug war adäquat und Zeit war genug, die Ausführung dennoch eine Qual. Nach einem berauschenden Fest die richtige Arbeit zum Aufwachen entschied der Papa-Hack und der Sohn tat was ihm aufgetragen wurde. Die Ausführung stellte sicher, dass der Sohn den Samstag abend zuhause verbringen würde.

Dein Weißenburg ist mein Weilersbach

An dieser Stelle möchte ich heute Nobbis Hamburger Zwilling erwähnen, der Natural Born Entertainer war gestern in ER zu Besuch. Das Konzert war witzig. Standard, fertig.
Kein Standard war eine Besucherin, die sich daran störte, dass der CPausN und ich uns auf einem Sofa am Rande der Halle unterhielten – sie könne sich nicht auf das Konzert konzentrieren!
Dieser Jungen Dame möchte ich folgendes sagen: Es gibt doch CDs, die kann man im Vorfeld eines Konzerts kaufen und sich so darauf vorbereiten, oder? Texte auswendig lernen, Melodien erkennen und so. Dann braucht man sich während des Konzerts nur noch auf die Feinheiten konzentrieren, ok ?!? Denn lass dir gesagt sein: neben der Flexibilität ist die Vorbereitung heutzutage das A vom O. Und wenn sich zwei wie wir während eines Konzerts unterhalten, dann kannst du davon ausgehen, dass es wichtig ist! Und du uns dabei nicht stören solltest.

Zweiklassenjustiz

So beenden Wirtschaftsbosse ihre Quärelen mit der Justiz.
Zum Thema: „… die Entscheidung des Düsseldorfer Landgerichts sei „geeignet, die Zustimmung zu unserem demokratischen Staat nachhaltig zu untergraben“ (Spiegel.de)

Selbstjustiz

Auf dem Parkplatz vor unserem Haus steht ein herrenloses Auto, ein roter Fiesta. Der steht da seit ca. 2 Jahren. Die Türen sind offen und ab und zu spielen die Kinners drin. Ab und zu kommt auch jemand vom Ordungsamt vorbei und klebt einen Aufkleber drauf – „Fahrzeug bitte entfernen… „, oder so. Ab und zu wenn wir keinen Parkplatz finden, dann ärgern wir uns auch dass es dasteht. Ab und zu spiele ich mit dem Gedanken dem Ordungsamt etwas auf die Sprünge zu helfen und das Auto mitten in die Straße zu schieben – Handbremse rein, abschließen und abwarten – sollte den Entsorgungsprozess enorm verkürzen. Ich weiß allerdings auch, dass diese Straße überwacht wird, die Wächter sehen alles.
Gestern abend ging das Auto dann wohl auch noch jemand anderes auf den Sack und der hat fast das gemacht, was ich auch machen wollte. Fast jedenfalls, er hat das Auto nämlich nicht auf die Straße geschoben, sondern direkt vor unse Haustüre. Auch nicht schlecht. Die Wächter haben das natürlich sofort bemerkt. Ca. 20 Minuten später war dann auch schon die Polizei da. Die haben auch gleich gefragt woher denn das Auto kommt – wohlwissend dass auch in dieser Ecke Nürnbergs keine Autos vom Himmel fallen, rote Fiestas jedenfalls nicht. Der stand 2 Jahre da, wo jetzt der fette Benz steht – ob der vom Himmelgefallen ist, weiß ich nicht. Eher Unwahrscheinlich, falls doch müsste er ja auf dem Fiesta stehen und nicht auf dem Parkplatz vom Fiesta.
Wer jetzt wann vom Himmel gefallen ist und ob überhaupt, das weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob Autos manchmal vom Erdboden verschluckt werden, Fakt ist allerdings, dass heute ein Zettel im Treppenhaus klebt: „Das Schorttauto vor Ihrer Haustüre wird im laufe des Tages abgeholt…“.