Eine Szene fast wie im Film, von außen tropft leise der Regen gegen das Dachfenster, es ist trübe und man will gar nicht raus schauen um nicht in eine Herbstdepression zu verfallen. Im Haus ist es angenehm warm und für einen Samstag morgen um 9:00 Uhr noch ungewöhnlich ruhig. Die Kinder schlafen noch, die Chefin ebenfalls und man selbst versucht dem Harndrang zum Trotz noch ein paar Minuten liegen zu bleiben. Wochenende, verdiente Pause, Ruhe! Im Krimi würde die Kamera genau jetzt auf die Leiche schwenken…
Ding Dong! Das kann nicht sein. Ding Dong! Ok, jetzt sind die Kinder wach. Diiiiing Dooooong! Ist ja gut, ich komm ja schon. „Biomüll wünschst frohe Weihnacht“ schreit der kleine Gnom im orangefarbenen Mantel vor der Tür. Aha. „Und dass Sie fei dran denken dass wir nächsten Freitag nochmal kommen!“ Solider fränkischer Entsorgungs-Service. Und dann steht er da wie angewachsen und strahlt einen mit einem gläseren Blick an und wartet. Gnome stammen von den Bäumen ab und können bei Bedarf auch fest wachsen. Also ab in den Keller und 2 Seidla Bier holen. Bier ist Gnomschmierstoff. „Danke! Und dass sie fei den Freitag net vergessen!“. Ist ja gut wir stellen eine Kleinigkeit raus. „Ja wohl! Sie wissen was sich gehört! An schön Dooch nuch.“ Ja. Und danke für die samstägliche Familiensynchronweckung, du weißt halt auch was sich gehört.