Es ist besser ehrlich zu sein, halbwegs zumindest

Die Chefin hatte gestern Ausgang und ich Aufsicht. Früher war das rel. einfach seit ein paar Wochen hängt die Kleine aber wie eine Klette an der Chefin. Das ist nichts außergewöhnliches in dem Alter aber maximal stressig, für die Chefin zumindest. Gestern hatte ich dann spontan die Idee Pommes essen zu gehen (das hat bisher immer geklappt).
Papa: Kind, gehen wir Pommes essen und danach zum Dehner Tiere gucken?
Kind: Nur wenn die Mama mitgeht.
Mama: Ach, ich geh heute nimmer raus, ihr könnt mir ja was mitbringen.
Kind: Papa ich bleib bei der Mama, bring mir Pommes und Chicken mit.
Blöd. Ich schnapp mir trotzdem schon mal das Kind und fange schon mal an es anzuziehen, natürlich unter größten Protest. Die Mama, die Mama, die Mama!!! Die Kleine hatte sofort gecheckt dass die Mama nicht nicht mehr raus wollte, sondern danach weg sein würde. Eskalation, Schreikrampf, Strategiewechsel, ehrlich sein:
Papa: Die Mama kann nicht mit, die Mama muss auf Arbeit. *)
Kind: Warum?
Mama: Na weil ich muss Geld verdienen, damit wir dir was auf Weihnachten kaufen können.
Kind: Mama, geh nicht!
Mama: Die kranken Kinder warten doch schon auf mich, heute musst beim Papa bleiben und jetzt geht ihr Pommes essen.
Kind: Aber du kommst wieder!
Mama: Natürlich komme ich wieder.
Kind lenkt ein, ist lammfromm, war selten so kooperativ. Ehrlichkeit währt doch am längsten!
*) Das Kind kennt noch keine Kneipen, „Arbeit“ bedeutet für sie einfach nur „ist nicht da und macht was nützliches“

1 Gedanke zu „Es ist besser ehrlich zu sein, halbwegs zumindest“

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