Solomon Burke ist tot. Es war ein schwüler Vorweihnachtsabend 2006 als Solomon und ich uns kennenlernten. Der Herr El Gordo und ich besetzten seit dem späten Nachmittag die Plätze für die Wohnzimmerweihnacht im Gregor Samsa, weil der Wirt keine Reservierung machen wollte. Dieser Dienstleistungsverweigerung zum Trotz bedankten wir uns dennoch mit einem außergewöhnlichen Durst, der allerdings auf Grund der schon oben erwähnten Schwüle, weit weniger außergewöhnlich war, als es auf manch außen stehenden gewirkt haben mochte. So, der Wirt vom Gregor Samsa hat aber nicht nur eine auf dem ersten Blick ungewöhnlichen Einstellung gegenüber Dienstleistungen, er hat auch einen außergewöhnlich guten Musikgeschmack. Und so lief in dieser Nacht der eben nun nicht mehr unter uns weilende Solomon Burke und zog uns in seinen Bann!
Ich gelobte diese CD, die gefühlte 10 mal lieft und sich in mein Gehirn brannte und sich einen Kampf mit dem Anis-Schnaps und dem Bier lieferte, zu kaufen, sobald der Kampf vorüber und ich als Sieger hervorgehen würde. Und um auf Nummer Sicher zu gehen, habe ich mir „Solomon Burke“ auf mein Bierfilzla notiert, obwohl da eigentlich gar kein Platz mehr war, weil der Wirt sich mit einem Jägerzaun wie ich ihn bisher nur aus Sagen der Fränkischen Schweiz kannte, verewigt hatte. Und dieses Bierfilzla habe ich immer noch und die CD auch und Solomon ist nun weg, ohne dass ich ihm sagen konnte dass man ihn mittlerweile sogar in Kathmandu hört – wenn auch als Kopie. Thank you for the music Solomon!
solomon machs gut – christian was für zeiten
Andere jedenfalls 😉