Ein kalter Samstag

Samstag früh -5 Grad, da willst net raus. Es gibt auch nichts zu tun und das Gartenhaus kann warten. Viel zu kalt. Die Zeitung habe ich schon vor dem Frühstück durch, also zum Bäcker und zum Metzger, danach aber schnell wieder rein.

Aber irgendwas muss man doch arbeiten. Mir fällt nix ein, also frage ich eine Massage an, soll die Thaifrau an mir arbeiten. Wortwitz. Nach dem Frühstück bleibe ich auf der Eckbank liegen und recherchiere diverse Themen und schaue Schlagzeugsolos auf Insta.

Die Chefin hadert mit meiner Situation und putzt erst um mich herum, aber als sie den Staubsauber direkt neben mir platziert, hat sie mich. Die Ofenrohre vom Kachelofen müssen sauber gemacht werden, sagt sie. Dringend! Also gut.

Die Rohre reinigt man mit einer Ofenbürste und einem Aschesauger, die Angelegenheit ist recht dreckintensiv. Danach muss man duschen, passt wegen der Massage ganz gut. Wichtigste Lektion für das Kind2: nachdem die Rohre sauber sind, muss man den Zug beim Schüren loben (mindestens einen Tag lang):

  • Mensch, des zicht etz fei ganz schö! Passt für den Anfang
  • Halt mich, sonst zichts mich naus! Steigerung
  • Boa ich komm mir vor wie am Bahnsteig! So lala
  • Wenn ich drauf schür, dann muss ich an Hecht denken. Versteht kein Teenager

Die Thaifrau lobt mich. Idde viel besser! Von ihrer Oh! – Oh je! – Au weia! – Skala mit der sie einen Zustand bewertet, braucht sie nur einmal ein Oh! für das rechte Bein. Das ist schon fast ein Lob. Endlich ist es dunkel. Zeit zum Kochen, danach können wir die Küche sauber machen. Der Ofen zieht wie Hechtsuppe. Morgen wird es bestimmt besser, es soll wärmer werden.

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