
Es geht um Kreator und dem Mille sein Buch „Your Heaven, My Hell“, das habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen. Und es geht auch ein bisschen um mich. Der Schenker ist Wiederholungstäter, das sei aber nur am Rande erwähnt. Ich weiß noch ganz genau wann ich Kreator zum ersten mal gehört habe und zwar nach einer Musikstunde im Auto vom Pfeufer auf dem Weg zur Retterner Kanzel weil da eine Feier war. Das Album war Extreme Aggression und ich bin mir ziemlich sicher dass es das Lied „Betrayer“ war. Das hat mich total getriggert, die Stimme, die Tempowechsel, der Hammer.
Das Buch ist eine Autobiographie und Art und Weise wie Mille schreibt, ist ungefähr so wie ich auch schreibe. Er beschreibt wie die frühen Alben zustände gekommen sind und es ist schon echt interessant zu erfahren wie Lieder, die für mich prägend waren und mich heute noch sofort abholen, quasi zufällig oder unter Ablieferdruck entstanden sind. Wäre Mille nicht so bekannt, hätte es das Buch sicher nicht auf der Spiegel-Bestellerliste geschafft. Ist er aber. Wären die Weilersbacher Musikanten bekannter, könne ich sicher auch so einen Schicken abliefern. Hätte, hätte Fahrradkette.
Zurück zum Buch, beim Lesen musste ich immer wieder das Handy raus holen und die Lieder oder Bands, über die er schreibt, anhören. Voivod, Celtic Frost und dann irgendwann Biohazard. Ich weiß auch noch ganz genau als ich Biohazard zum ersten mal gehört habe, nämlich am 22.01.1993 in Lichtenfels als sie Vorband von Kreator waren. Biohazard haben damals eine Musik gespielt, wie ich sie noch nie gehört habe, NY Hardcore war ab diesem Konzert jahrelang meine bevorzugte Musikrichtung. Dieses Buch ist der volle Trip voller Tigger.